Der Mordanschlag in Köln 2004 – mit klaffenden Gedenklücken

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Der Mordanschlag in Köln 2004 – mit klaffenden Gedenklücken

Zum 20. Jahrestag des rassistischen Mordanschlages in Köln wurde auch der Bundespräsident Walter Steinmeier eingeladen. Er interpretierte dabei das Kinderlied: Heile, heile Gänsje. Es is bald widder gut … neu.

„Es kommt darauf an, dass wir Gewalt im politischen Meinungskampf ächten – ganz gleich, aus welchen Motiven sie sich speist: ob links- oder rechtsextremistisch oder aus religiösem Fanatismus – Gewalt zerstört Demokratie, und das wollen wir nicht“, sagte er bei einer Gedenkfeier zum 20. Jahrestag des NSU-Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße. (zeit.de vom 9.6.2024)

Schon bemerkenswert, dass er viele Motive aufzählt, aber Motive, die um die Staatsraison, dem Zentrum kreisen, fehlen gänzlich.

Kein Wort über Polizeigewalt, wenn man einen Palästina-Kongress in Berlin besetzt und dann räumt. Kein Wort über Polizeiübergriffe bei Demonstrationen. Kein Wort über die stumme Gewalt des Silencing in öffentlich-rechtlichen Debatten. Kein Wort über zahlreiche Hausdurchsuchungen und Strafanzeigen, die jenen gelten, die den Vernichtungskrieg Israels in Gaza nicht in Ordnung finden:

Der Mordanschlag in Köln 2004 – mit klaffenden Gedenklücken

Wolf Wetzel

Quellen und Hinweise:

Keupstraße: “Die Ausländer waren es selbst” – Wie die Polizei Zeugenaussagen ignorierte, Deutsch-türkisches Journal vom 30.1.2015

NSU-Anschlag in Köln vor 20 Jahren. Steinmeier fordert bei Gedenkfeier Ächtung von politischer Gewalt, zeit.de vom 9.6.2024: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2024-06/demokratie-frank-walter-steinmeier-nsu-gedenken

 

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