Wenn man mit denen zusammen, die den Teppich für AfD-Siege ausgerollt haben, den Faschismus bekämpfen will, leistet man keinen Widerstand gegen den Faschismus, sondern legt Blumen auf den Teppich.
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Wenn man mit denen zusammen, die den Teppich für AfD-Siege ausgerollt haben, den Faschismus bekämpfen will, leistet man keinen Widerstand gegen den Faschismus, sondern legt Blumen auf den Teppich.
2013 formulierte ich die These, dass der Ausnahmezustand die Vorbereitung dafür ist, genau diese Unrechtsverschiebung einzuüben, um sie dann zur Rechtsnorm zu machen.
Der Versuch von rechten Parteien, eine andere rechte Partei zu verbieten, ist nicht besonders originell, sondern eine Armutszeugnis – mit erheblichem Erkenntnisgewinn.
Heute muss man keinen CDU-Mann wie Walter Lübcke ermorden. Das erledigt die Staatsraison. Wenn man sich vergegenwärtigt, was für ein reaktionäres Personal in der CDU dominiert und das umsetzt, was die Mörder von Walter Lübcke damals antrieb, der erahnt, wo wir heute angekommen sind.
Der Faschismus entsteht nicht am Rand, sondern kommt aus der Mitte. Die Gründe für einen wiederaufblühenden Faschismus in Deutschland und Europa liegen nicht jenseits dessen, was bürgerliche, kapitalistische Gesellschaften ausmacht, sondern was sie in Latenz mit sich tragen.
Der beste Kampf gegen die AfD ist die gegenwärtigen Regierung zu bekämpfen, indem wir politische Alternativen sichtbar machen, die der AfD zuwider sind, anstatt ihr mit Regierungstalk in die Hände zu arbeiten.
Zum 20. Jahrestag des rassistischen Mordanschlages in Köln wurde auch der Bundespräsident Walter Steinmeier eingeladen. Er interpretierte dabei das Kinderlied: Heile, heile Gänsje. Es is bald widder gut … neu.
Wolf Wetzels kritische Bestandsaufnahme des zeitgenössischen Antifaschismus. Von Ulrich Schneider/jW vom 8.4.2024
Das wäre schon ein starkes Stück. In Berlin. Wo alle so gut miteinander auskommen: Die Regierungsbeamten im Zentrum, die Rentner in den Außenbezirken, die Konzernchefs in Zehlendorf (wie putzig) und die Leiharbeiter in Neu-Köln. Nun droht die Spaltung.
Kann es sein, dass es gar nicht um den Kampf gegen rechts geht, sondern um den Schutz des Bekannten, des Gewohnten?
Kann es sein, dass sehr viel rechts ist und sein kann, wenn man sich darauf verlassen kann?