Wenn „ULM5“ eine Fabrik in Ulm zur Herstellung von Drohnen für Gaza attackiert, dann hat das am allerwenigsten etwas mit Terrorismus zu tun, sondern mit der Pflicht, einem Genozid nicht tatenlos zuzusehen. With english version.
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Wenn „ULM5“ eine Fabrik in Ulm zur Herstellung von Drohnen für Gaza attackiert, dann hat das am allerwenigsten etwas mit Terrorismus zu tun, sondern mit der Pflicht, einem Genozid nicht tatenlos zuzusehen. With english version.
„Es gibt keinen Völkermord in Gaza“. Und die Erde ist eine Scheibe.
Ganz oft wird der Einwand erhoben, dass man zwar mit dem Ansinnen von ULM5 übereinstimme, aber nicht mit den Mitteln. Schließlich handele es sich bei dieser Aktionsform um „Gewalt gegen Sachen“.
In diesen doch düsteren Zeiten, in diesem Gebäude, das von so viel Repression und Rechtsbrüchen zusammengehalten wird, wirkt das Lied fast sakral. Vielleicht ist das genau der richtige Ort, statt in einer Kirche.
Dann werden die betagten Zeitzeugen und die kerngesunden Soldaten innehalten, kurz nachdenken und zusammen den Kopf schütteln: Nein, das kann man nicht vergleichen. Niemals. Bloß nicht.
Es geht um die deutschen Politiker, die die „Drecksarbeit“, die Israel im Gaza/Palästina macht, loben und mit ermöglichen.
Jetzt, wo an allen Ecken und Enden für den Krieg getrommelt, bezahlt, eingespart und ertüchtigt wird, wo es nicht im Ansatz eine Massenbewegung gibt, wie in den 1980er Jahren gegen die erfundene „Raketenlücke“ kam mir der Liedtext der Ina Deter Band doch näher.
„In Israel geht der Witz um, die Aktion [in Uganda] habe 53 Minuten gedauert, die übrigen 37 Minuten hätten die Autoren gebraucht, dieses Buch zu schreiben.“ (SPIEGEL Nr. 44 vom 25.10.1976)
„Wir werden nie mehr dem Faschismus wehrlos gegenüberstehen.“ (Ralph Giordano)
In der Satire-Sendung Die Anstalt sollten Pianist Levit und Rapper Danger Dan das neue Lied „Keine Angst“ aufführen. Im Zentrum steht die Angst vor Faschismus und Neonazismus und wie man mit dieser berechtigten Angst umgehen kann – ohne zu verstummen.