„Wir kommen, um das Schweigen zu brechen …“

„Wir wollen weiter tanzen“ … diesen Refrain hört man in Frankreich in den letzten Wochen immer häufiger. Gesungen und getanzt auf zahlreichen Flashmobs an öffentlichen Plätzen. Der Chanson „Danser encore“ hat sich in den letzten Wochen die Straße erobert, die Ausgangssperre überwunden, das Home office verlassen und dem Wort Solidarität und Gemeinschaft einen Sinn, einen spürbaren, erlebbaren Sinn gegeben.

Die Erzeugung von Angst als bewährtes Herrschaftsmittel

„Herrschaft der Angst – von der Bedrohung zum Ausnahmezustand“ lautet der Titel eines bemerkenswerten Sammelbandes, der kürzlich im Promedia Verlag erschienen ist. Die Autor_innen des Buches eint angesichts der Corona-Politik die Sorge, dass die Herrschaftstechnik „Angsterzeugung“ – noch dazu im Zusammenspiel von Medien und Politik – auch längerfristig autoritäre Tendenzen verstärken könnte. Von Udo Bachmair, Präsident der Vereinigung für Medienkultur

Von der Person zur Unperson (Teil II)

Natürlich hat man seine eigene Geschichte nicht im Griff. Und schon gar nicht, wenn man eine öffentliche/politische hat. Geschichte wird gemacht …. aber eben auch von anderen. Ich möchte den Wohlwollenden und den Feindseeligen gleichermaßen gerecht werden. Die Wohlwollenden wollen wissen, wie andere über mich gedacht haben und die Feindseeligen wissen ganz genau, dass das Autobiographische nur die „halbe Wahrheit“ ist.

Ehrbarer Antisemitismus? Von Markus Mohr (Teil II)

Mit Hass und Verachtung überbietet Wolfgang Pohrt alle …. (Teil II)
Im ersten Teil des Beitrages „Ehrbarer Antisemitismus“ wurde der Aufgalopp zu der Antisemitismusmarkierung gegen Kriegsgegner in den ersten Wochen des Golfkrieges 1991 skizziert. Dieser Teil widmet sich den Montagen und Techniken, die im Anschluss von Wolfgang Pohrt und Eike Geisel gegen Friedensbewegung und Autonome in Stellung gebracht wurden.

Rede zum Gedenken an Hanau. Von Kerem Schamberger

Am Freitag, den 19.2.20 21 habe ich auf dem Gedenken an die Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von Hanau in München folgende Rede gehalten, in der ich auf den institutionellen Rassismus in unserer Gesellschaft eingehe und die Verantwortlichen aus der sogenannten „Mitte der Gesellschaft“ nenne: Es sind PolitikerInnen wie Seehofer, Sarrazin und auch Medien wie die Bild-Zeitung.

Ehrbarer Antisemitismus? Die Resistenz gegen den zweiten Golfkrieg und die falsche Alternative „Frieden oder Rettet Israel!“ Von Markus Mohr

Der zweite Golf-Krieg 1991 dauerte etwa sechs Wochen. Neben ganz gewöhnlichen Kriegsbefürwortern kamen dieses Mal Kriegsbefürworter aus der Linken hinzu. Der Streit darüber, ob die Kriegsgegner*innen Antisemiten sind und antiamerikanische Ressentiment verbreiten, ob Bellizisten tatsächlich einem zweiten Hitler (Saddam Hussein) zuvorgekommen sind, ist von grundsätzlicher Natur und noch lange nicht beendet. Ein Beitrag von Markus Mohr in drei Folgen