#allesaufdentisch. Der olivgrüne Hass.

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#allesaufdentisch. Der olivgrüne Hass

Auf die Video-Intervention von SchauspielerInnen #Alles dichtmachen, dem Denunziationsgewitter aus der taffen Mitte, folgt nun eine neue Video-Intervention:

Sie ist unverschämt sachlich. Die beteiligten KünsterInnen stellen einfach Fragen, bringen das angeblich Unstrittige mit dem angeblich Umstrittenen zusammen. Das läßt die grün-liberale Mitte richtig ausrasten.

Das hat Jan Philipp Albrecht, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein und Mitglied bei den Grüninnen, dazu bewogen, seine Schreckschusspistole zu laden und so richtig abzufeuern:

 

 

 

Unter aller (Bio-)Sau.

Die GÜNEN können es bei dem ganzen Eifer, irgendwie in die Regierung zu kommen und vielleicht auch nochmal nach Moskau, nicht lassen, ihr Demokratieverständnis unter Beweis zu stellen.

Dass sie die Ironie auf ihr taffes Mitmachen in den Clips #allesdichtmachen auf die Palme getrieben hat, spricht dafür, dass sie die Clips verstanden haben.

 

Mit #allesaufdentisch lassen sich die beteiligten KünstlerInnen auf ihre eigene Art nicht einschüchtern: Sie bringen das zur Sprache, was weitgehendst unterschlagen wird, indem man dem Widerspruch das Wort abschneidet, dazwischenredet, oder das Unpassende erst gar nicht zu Wort kommen lässt, indem man – und das war die dominante Art der Auseinandersetzung – die Beteiligten denunziert.

Genau das, was eigentlich die banalste und basalste Art der Auseinandersetzung wäre, sich streiten, das angebliche Unbestrittene mit dem angeblich Umstrittenen zu konfrontieren, machen diese KünsterInnen und klappern alle Themenfelder ab, die in der Corona-Zeit unter den Tisch gefallen sind, also auf den Tisch kommen müssen.

Aber das schützt sie nicht vor ähnlicher Reaktionen. Vielleicht sogar das Gegenteil: Indem sie die strittigen Fragen angehen, sich aussprechen lassen, der „Sache“ nachgehen, machen sie das Schlimmste: Sie zerstören ganz sachlich den Nimbus derer, die behaupten, sie machen alles nur der Evidenz, der Wissenschaftlichkeit … und ganz besonders der Solidarität zuliebe.

Dazu gehört der Artikel der Berliner Zeitung, die ihre Drahtzieher-Legende zurückziehen mußte und nun ganz entnervt, objektiv und unbeteiligt titelt:

„#allesaufdentisch: Sie haben es wieder getan.“

Wenn man schon nichts mehr in der Tasche hat, dann muss es eben jetzt eine sexuelle Anspielung machen, die die emotionale Tollwut kaum verbergen kann.

Ihr Fazit ist eindeutig und unerschütterlich:

Es reicht den Initiatoren nun aber offenbar nicht mehr, einfach nur eine Meinung unter vielen kundzutun. Ihre Intention ist die grundsätzliche Erschütterung des öffentlichen Vertrauens in wissenschaftliche Kompetenzen.

Zu diesem Zweck haben sie sich auch ihre eigene wissenschaftlichen Experten ins Boot geholt, deren Rolle ist, sich dem angeblich von staatlicher Seite korrumpierten Mainstream zu widersetzen. Aus wissenschaftlicher Perspektive ist dem grundsätzlich zunächst gar nichts entgegen zu setzen, Wissenschaft ist ihrem Wesen nach stets an kritischen Nachfragen und ungewöhnlichen Perspektiven interessiert.“

Man kann dem Redakteur dabei zusehen, wie er sich diese Sätze aus den Rippen schneidet, wie unerträglich es für ihn und seine Branche ist, dass der „korrupte Mainstream“ genau das nicht tut, was man den Beteiligten zähneknirschend zugestehen muss.

 

Wolf Wetzel

 

Quellen und Hinweise:

#Alles dichtmachen – Ein tolles Schauspiel mit Michel*ine als Hauptdarsteller*in: https://wolfwetzel.de/index.php/2021/04/26/alles-dichtmachen-ein-tolles-schauspiel/

#allesaufdentisch: https://allesaufdentisch.tv/

#allesaufdentisch: Sie haben es wieder getan: https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/volker-bruch-wotan-wilke-moehring-alles-dichtmachenalles-auf-den-tisch-li.185972?pid=true

 

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Ein Kommentar

  1. Jan Philipp Albrechts Tweet hat mich zum Lachen gebracht.
    “Verschwörungsinhalte”? Darf man dieses Wort überhaupt noch benutzen? Es heißt heute doch “Verschwörungsmythen”, soviel ich weiß.
    Außerdem hat er den kinderpornografischen Terrorismus vergessen. Also: noch ein bisschen üben, Herr Albrecht!

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