„Wir kommen, um das Schweigen zu brechen …“

„Wir wollen weiter tanzen“ … diesen Refrain hört man in Frankreich in den letzten Wochen immer häufiger. Gesungen und getanzt auf zahlreichen Flashmobs an öffentlichen Plätzen. Der Chanson „Danser encore“ hat sich in den letzten Wochen die Straße erobert, die Ausgangssperre überwunden, das Home office verlassen und dem Wort Solidarität und Gemeinschaft einen Sinn, einen spürbaren, erlebbaren Sinn gegeben.

Herrschaft der Angst. Von der Bedrohung zum Ausnahmezustand

Die aktuelle Diskussion über eine “Novellierung” des Ausnahmezustandes, der ganz sicher nicht das Virus besiegt, dafür den Föderalismus und den Anspruch auf Begründetheit von Maßnahmen (wie die einer Ausgangssperre), ist eine Einladung, sich mit der Geschichte der Ausnahmezustände zu beschäftigen. Wer noch ganz viel Galgenhumor aufbringen kann, der könnte die Ankündigung einer Novellierung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) im Affentempo für einen Promotion-Gag halten, um dem Mitte April erscheinenden Buch „Herrschaft der Angst“ eine passende Kulisse zu bieten. Einen Zusammenhang kann man jedoch definitiv ausschließen.

Interview mit Radio Revolution aus Nürnberg

Es geht um eine Nachbetrachtung der Veranstaltung auf der Linken Literatur Messe 2020, die ohne Messe standfand, mit zwei Veranstaltungen, die vor corona-verlesenem Publikum, abstandsgerecht durchgeführt wurden.

Es geht um das was, was wir als Ausnahmezustand hinnehmen, was mit Corona, also mit dem Schutz unserer Gesundheit zu tun hat und was ganz anderen Prioritäten folgt.
Warum schauen wir nur auf den Rauch, der aus der Pfanne aufsteigt und nicht darauf, was in der Pfanne gebraten wird.