Gegen die innere und äußere Ausgangssperre

Als mir ein Freund erzählte, dass er nach 22.00 Uhr auf einer Parkbank saß, dort sitzen blieb, als sich mehrere Polizeibeamte vor ihm aufbauten und für den Verstoß von Corona-Verordnungen ein Bußgeld von 200 Euro als Quittung bekam, packte mich erst große Wut und dann auch ganz viel Ohnmacht. Was soll der Wahnsinn? Hat das irgendeinen Sinn? Oder liegt zum Teil gerade in der Sinnlosigkeit die Macht?

„Wir kommen, um das Schweigen zu brechen …“

„Wir wollen weiter tanzen“ … diesen Refrain hört man in Frankreich in den letzten Wochen immer häufiger. Gesungen und getanzt auf zahlreichen Flashmobs an öffentlichen Plätzen. Der Chanson „Danser encore“ hat sich in den letzten Wochen die Straße erobert, die Ausgangssperre überwunden, das Home office verlassen und dem Wort Solidarität und Gemeinschaft einen Sinn, einen spürbaren, erlebbaren Sinn gegeben.

Es geht auch anders

Es geht in Corona-Zeiten auch anders: Um das “Soziale” bittet man nicht, man muss es zusammen herstellen!
Das geht nicht im Home-Office und auch nicht mit ziemlich vernüftigen Forderungen, für deren Einlösung man nicht kämpft.