Die Berlinale 2024. Ein Stofffetzen und ein paar Palästinensertücher

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Die Berlinale 2024. Ein Stofffetzen und ein paar Palästinensertücher

Die Berlinale lief eigentlich wie geschmiert. Klar der Vorlauf war etwas holprig. Normalerweise werden zur Berlinale auch Vertreter aller Parteien eingeladen. Doch was ist schon normal? Wer auch immer das aufgebracht hatte, es wurde jedenfalls zur Schlagzeile: Kann man Vertreter der AfD ausladen? Man kann, darf und soll.

„Gerade auch angesichts der Enthüllungen, die es in den vergangenen Wochen zu explizit antidemokratischen Positionen und einzelnen Politiker*innen (…) gab, ist es für uns – als Berlinale und als Team – wichtig, unmissverständlich Stellung zu beziehen für eine offene Demokratie“,

hieß es in der Erklärung, die im Namen der Leitung um Mariëtte Rissenbeek und Carlo Chatrian verschickt wurde.

„Durch den aktuellen Diskurs wurde noch einmal ganz deutlich, wie sehr das Engagement für eine freie, tolerante Gesellschaft und gegen Rechtsextremismus zur DNA der Berlinale gehört“, teilte die Festivalleitung weiter mit.

Warum die Festivalleitung nicht alle Parteien ausgeladen hatte, die „antidemokratische Positionen“ einnehmen und eine „freie, tolerante Gesellschaft“ bekämpfen, blieb im Verdunklungsbereich.

 

Cease fire now – nicht nur in Gaza.

Was es mit der vielbeschworenen freien, toleranten Gesellschaft auf sich hat, sollte die Festivalleitung noch hautnah mitbekommen –ganz ohne AfD.

No other land

Im Zentrum dieser Berlinale standen viele Filmen, die sich auch mit den Themen Post-Kolonialismus, antifaschistischer Widerstand im Dritten Reich („In Liebe, Eure Hilde“) und … dem Leben im besetzten Westjordanland („No Other Land“) beschäftigten.

Eigentlich – wie bei der 15. Ausgabe der documenta in Kassel 2022 – ein nobles, politisches Anliegen, wenn da nicht die Gegenwart wäre. Denn vieles ist mehr als ein Film, also mehr als ein cineastisches Vergnügen, sondern ein alltägliches Verbrechen.

Das wurde beim Abschlussfest der Berlinale sichtbar. Es war wirklich nicht viel, aber in Kriegsertüchtigungszeiten mehr als genug.

Alleine ein kleiner Stofffetzen auf dem Rücken des Jurymitgliedes Véréna Paravel bringt die Mitmacher und Mitläufer*innen in Rage. Sie steht auf der Bühne, umarmt zwei Kollegen und steht für Augenblicke mit dem Rücken zum Publikum. Und das bekommt nun Ungeheuerliches zu sehen. Auf dem mit Sicherheitsnadeln befestigten weißen Stofffetzen steht:

Cease fire now„.

Wie kann man das fordern, wo doch alles so gut läuft?!

Damit nicht genug:

„Basel Adra, einer der Filmemacher, nutzte seine Laudatio, um zu sagen, dass „Zehntausende meines Volkes in Gaza getötet werden“. Er fordert einen Waffenstillstand, sein israelischer Kollege Yuval Abraham spricht von Besatzung und Apartheid. Für all das gibt es donnernden Applaus. Später taucht Ben Russell zusammen mit seinem Team auf.“ (tagesspiegel.de vom 25.02.2024)

Und jetzt halten Sie sich bitte fest. Wenig später kommen der US-Regisseur Ben Russell und seine Kollegen auf die Bühne und werden für den Dokumentarfilm „Direct Action“ geehrt:

 

„Er ist gehüllt in ein Palästinatuch, seine Begleitung ebenfalls. Unwidersprochen bezichtigt der Filmemacher Israel des Genozids. Auch er fordert einen Waffenstillstand.“ (s.o.)

 

Wie kann man auf der Abschlussfeier der Berlinale nur ein Palästinensertuch tragen! Ein scharfes Galakleid für 5.000 Euro ist okay, aber doch kein Palästinensertuch für acht Euro.

Jetzt ist man schon so nett zu den Gästen aus dem Ausland und dann nutzen sie ihre eigene Meinung so dermaßen aus, dass man sie hören kann.

Was für ein Verbrechen, rufen die Mit-Mörder in den Gazetten und Regierungs-Hinterbänken.

Und die werden alle zusammen aufgefahren:

„Der Israelische Botschafter Ron Prosor äußerte sich am späten Sonntagabend auf „X“ (früher Twitter) zum Vorfall und kritisierte die deutsche Kulturszene insgesamt. Diese habe „einmal mehr“ ihre Einseitigkeit gezeigt, indem Künstlern der rote Teppich ausgerollt worden sei, die sich für die Delegitimierung des Staates Israels einsetzten, so Prosor. „Auf der Berlinale wurden antisemitische und israelfeindliche Äußerungen mit tosendem Applaus bedacht. Es scheint, dass die Lektion aus der Documenta nicht begriffen wurde“, schrieb Prosor. „Unter dem Deckmantel der Rede- und Kunstfreiheit“ werde antisemitische und antiisraelische Rhetorik zelebriert.“ (ARD-Tagesschau vom 26.02.2024)

Selbstverständlich wird nicht nach der Substanz dieser Vorwürfe gefragt. Die schlichte Nachfrage, was man unter „Delegitimierung“ des Staates Israel verstehen soll, worin sich der Vorwurf des Antisemitismus begründet, verbietet sich hier.

„Ich habe das als emotionalen und moralischen Tiefpunkt wahrgenommen“, kommentierte die Grünen-Politikerin Daniela Billig.“ (s.o.)

„Auch Melanie Kühnemann-Grunow, medienpolitische Sprecherin der SPD, kritisierte die Vorkommnisse auf der Preisverleihung. „Bei manchen Kulturschaffenden gibt es offenbar eine mangelnde Fähigkeit, zu differenzieren – und auch das Leid Israels zu sehen“, so Kühnemann-Grunow. „Mir fehlte die kritische Sicht auf den 7. Oktober und die Anerkennung, dass dieser Tag für den israelischen Staat traumatisch war.“ Die SPD-Politikerin kritisierte, dass die Forderung nach einer Freilassung israelischer Geiseln nur in einem kurzen Redebeitrag der Festival-Leiterin Mariette Rissenbeek zu Beginn der Preisverleihung eine Rolle spielte.“ (s.o.)

 

Die über 30.000 Ermordeten in Gaza lassen sie mehr oder weniger kalt. Denn es gehe ja darum, so lange auf den „7. Oktober“ zu fokussieren, bis alles davor und alles danach verschwindet.

Aber dieses „Palästinensertuch“ bringt sie in Rage. Tagelang. Sie wollen Köpfe rollen sehen, fordern „Konsequenzen“, also dasselbe.

Dann wollen die, die alles unternehmen, dass Staatsverbrechen nicht zur Sprache kommen, plötzlich eine „differenzierte Betrachtung“ des Konfliktes.

Man ist skrupellos in der Anmaßung. Seit Monaten bestehen die öffentlich-rechtlichen-privaten Anstalten aus 90 Prozent Israel-bezogener Propaganda.

Aber jetzt, diese zwei Minuten im Meer der Israel-bezogenen Kriegspropaganda, halten sie nicht aus, halten sie für Propaganda, die doch nichts auf einem Filmfestival zu suchen habe.

Aber wenn sie zu Beginn der Berlinale am und auf dem roten Teppich irgendetwas von “Demokratie” rufen, als müssten sie sich ihre Anwesenheit auch verdienen, dann halten sie das nicht für Propaganda.

 

Wo herrscht Gewalt?

Die Gewalt herrscht dort wo der Staat sagt:
„Um die Gewalt zu bekämpfen
darf es keine Gewalt mehr geben
außer meiner Gewalt!“

Die Gewalt herrscht
wo irgendwer oder irgendetwas
zu hoch ist oder zu heilig,
um noch kritisiert zu werden.

Oder wo die Kritik nichts tun darf,
sondern nur reden,
und die Heiligen und die Hohen
mehr tun dürfen als reden.

Die Gewalt herrscht dort wo es heißt:
„Du darfst Gewalt anwenden!“
Aber auch dort wo es heißt:
„Du darfst keine Gewalt anwenden!“

Die Gewalt herrscht dort,
wo sie ihre Gegner einsperrt
und sie verleumdet
als Anstifter zur Gewalt.

Das Grundgesetz der Gewalt
lautet: „Recht ist, was wir tun.
Und was die anderen tun,
das ist Gewalt!“.

(Erich Fried, aus „Die Gewalt“)

 

Wenn die Hüllen fallen

Die Kritiker erinnern klagend und mahnend an den „Skandal“ auf der documenta 15 in Kassel 2022. Ein Skandal, den sie selbst produziert hatten und nun zum Referenzpunkt machen.

Das Bild für diesen „Skandal“ wird nicht mehr aus dem Kopf gehen. Ein riesiges Wandgemälde der indonesischen Künstlergruppe Taring Padi wurde mit einer schwarzen Plane zugedeckt, verhüllt. Wenig später hat man dann die gesamte Installation abgeräumt.

 

Wenn die Unsichtbarkeit der Herrschaftsverhältnisse nicht gewahrt bleibt

Worum ging es?

Man lud die indonesische Künstlergruppe Ruangrupa ein. Diese lud u.a. die Künstlergruppe Taring Padi ein, ein Wandgemälde auszustellen, das die jahrzehntelange Suharto-Diktatur in Indonesien illustriert, im Agitprop-Stil: plakativ, schrill und symbolhaft. Zwei Motive erzürnten einige Kunstwächter: Das eine zeigt mehrere soldaten-ähnliche Wesen in Uniform. Hinter ihnen stehen oder fliegen Atomraketen. Die drei Soldaten tragen Helme und haben eine schweinsähnliche Nase. Die Soldaten verkörpern ganz offensichtlich die Einmischungen vom Ausland, die Unterstützung für eine blutige Diktatur in Indonesien. Der erste Soldat trägt als Inschrift „Asia“, der zweite wird mit „Mossad“ markiert und trägt ein Halstuch mit einem Davidstern darauf. Der dritte Soldat hat als Namenschild „Intel“, ziemlich leicht als Symbol für die wirtschaftliche Einmischung der USA zu dechiffrieren. Das zweite Motiv in diesem Wandgemälde zeigt eine Person mit Anzug, gezackten Raffzähnen, einer Zigarre im Mundwinkel und SS-Runen auf schwarzer Hutkrempe.

In postkolonialem Stil war den Kunstwächtern sofort klar: Das sind antisemitische Stereotype. Das muss weg. Man diskutierte nicht mit der indonesischen Künstlergruppe. Man ignorierte ihre Stellungnahme. Mit dem Antisemitismus-Vorwurf sollte vor allem eines zugedeckt werden: Die mörderische Beihilfe für die Suharto-Diktatur durch die damalige US-Regierung und die israelische Regierung.

Diejenigen, die jetzt erwähnen, dass man aus dem „Skandal“ auf der Documenta 15 nicht gelernt habe, berühren in der Tat einen wunden Punkt, den sie mit keinem Wort erwähnen:

Man hat mit der Verhüllung des Kunstobjektes selbst eine Installation angefertigt. Eine zeitgemäße Installation des Post-Kolonialismus.

Viel besser hätte man das virulente Verhältnis zwischen Entkolonialisierung und Post-Kolonialismus nicht performen können.

Das sprechen sie selbstverständlich nicht aus. Ihnen geht es darum, dass so etwas im Vorfeld ab- und ausgeräumt werden muss. Man muss für die Unsichtbarkeit dieses Herrschaftsverhältnisses sorgen. Dafür gibt man viel Geld aus.

 

Der Verweis auf das Grundgesetz ist ein Verdachtsfall

In dieser Logik steht nun die Festivalleitung in der Schusslinie. Die Befragung hat begonnen: Warum konnten Sie das nicht verhindern? Sie müssen doch mitbekommen haben, dass etwas im Busch ist? Warum haben Sie das nicht im Vorfeld unterbunden?

Die Festivalleiterin Mariëtte Rissenbeek war sichtlich hilflos. Sie habe doch in ihrer Eröffnungsrede explizit auf den 7. Oktober hingewiesen und die Freilassung der Geiseln gefordert.

Die Festivalleiterin kennt aber auch das Geschäft. Jetzt ist alles zu wenig. Das wären doch Meinungsäußerungen von Filmemachern gewesen, schiebt sie nach. Die wären doch von der Meinungsfreiheit gedeckt. Sie hätten doch gegen keinen Strafparagrafen verstoßen.

Man merkt ihrer Erklärung an, dass sie spürt, dass es darum nicht geht. Bereits der Verweis auf das Grundgesetz ist ein Verdachtsfall.

Denn es geht überhaupt nicht darum, ob etwas strafbar und justiziabel ist. Es geht darum, dass so etwas nicht passieren darf.

 

Der 7. Oktober 2023 fehlt – an allen Ecken und Enden.

Fast alle, die jetzt zu Wort kommen, verweisen empört darauf, dass die Undankbaren nicht den „7. Oktober“ erwähnt haben. Überhaupt wäre das Geschehen am 7. Oktober verschwiegen, ausgeblendet worden.

Nun, das stimmt nicht, denn die Festivalleiterin hat genau dies eingangs erwähnt. Niemand hatte ihr widersprochen – auch die Undankbaren nicht.

Aber was ändert das an der Kritik der Undankbaren?

Nehmen wir also einmal an, sie hätten das Massaker und der Geiselnahme von Israelis am 7. Oktober 2023 angeprangert, um dann den Massenmord, die Vertreibung und die Bereitschaft zu einem Genozid zu verurteilen. Was hätte das an der Kritik an israelischen Staatsverbrechen geändert? Nichts.

Denn die Mitläufer der deutschen Staatsraison gehen implizit davon aus, dass mit ihrer Erwähnung alles weitere als „Selbstverteidigungsrecht Israels“ verstanden werden muss. Aber daran ist nichts, aber auch gar nichts selbstverständlich. Ganz im Gegenteil.

Gerade wenn man zurecht zustimmt, dass die Ermordung von Zivilisten und ihre Geiselnahme am 7. Oktober 2023 ein Verbrechen sind, in Israel und überall, dann kann man erahnen, was in Palästina die Tage und Jahre davor passiert ist.

Warum erinnert niemand an die Nakba 1948, die Hunderttausende Menschen zu Flüchtlingen im eigenen Land gemacht hat?

Warum erinnert niemand an die zahlreichen Massaker, die mit der israelischen Staatsgründung (1948) und Besatzung (1967) einhergehen?

Warum erwähnt niemand die Dutzenden Palästinenser, die seit dem 7. Oktober im besetzten Westjordanland vor allem von bewaffneten Siedler ermordet wurden?

Warum erwähnt niemand die Geiselhaft von über 3.500 Palästinensern, die man in Israel „Administrativhaft“ nennt, also ohne Anklage, ohne Gerichtsverfahren?

Warum erwähnt niemand, dass mehr als Dreiviertel der 99 Journalisten, die 2023 in der Welt ermordet wurden, im Zuge des israelischen Einmarsches in Gaza getötet worden sind?

 

Wenn man –zurecht – diese Verbrechen nicht aufrechnen sollte, dann sollte man schleunigst aufhören, die Erlaubnis weiterzureden, daran zu knüpfen, etwas zum 7. Oktober 2023 gesagt zu haben.

 

Die Jagdhundebesitzer können sich darauf verlassen.

Die Denunziationen gegen die Filmemacher und Preisträger des Dokumentarfilmes „No other land“ haben ihre erwünschte Wirkung bereits gezeigt.

Im israelischen Staatsfernsehen „Kan“ wurde der israelische Filmemacher Yuval Abraham mit dem Vorwurf des Antisemitismus konfrontiert. Das ist an sich schon absurd und schwindelerregend. Aber damit wurde nur die Zündschnur gelegt: „Ein rechtsgerichteter israelischer Mob kam gestern zum Haus meiner Familie, um nach mir zu suchen, und bedrohte enge Familienmitglieder.“

Gegenüber dem britischen Guardian sagte Yuval Abraham, Deutschland benutze Antisemitismusvorwürfe „nicht nur, um Palästinenser zum Schweigen zu bringen, sondern auch um Juden und Israelis zum Schweigen zu bringen, die die Besatzung kritisieren und das Wort Apartheid verwenden“. (taz.de vom 28.2.2024)

 

Mehr als ein Tag

Es geht um mehr als eine richtige Geschichtsbetrachtung, in der es bekanntlich nicht um einen Tag geht.

Es geht mehr denn je um die Wenigen, die sich der (deutschen) Staatsraison nicht beugen. Sie sind lebenswichtig und unser eigenes Zutun, sie nicht alleine zu lassen.

Das wirklich schönste Geschenk haben sich die „ZuschauerInnen“ auf der Berlinale selbst gegeben: Für die Aussage der Filmemacher, dass es sich bei der israelischen Staatspolitik um Apartheid und Besatzung handele, gab es „tosenden Applaus“.

 

Wolf Wetzel

 

Publiziert im Magazin Overton am 5.3.2024: https://overton-magazin.de/kolumnen/kohlhaas-unchained/die-berlinale-ein-stofffetzen-und-ein-paar-palaestinensertuecher/

 

Quellen und Hinweise:

Pro-Palästina-Show bei der Berlinale: Die Kultur versagt als seriöser Ort des Dialogs, Tagesspiegel vom 25.02.2024: https://www.tagesspiegel.de/meinung/pro-palastina-show-bei-der-berlinale-die-kultur-versagt-als-serioser-ort-des-dialogs-11267380.html

Reden bei Filmfestival. Antisemitismusvorwürfe nach Berlinale-Preisverleihung, ARD-Tagesschau vom 26.02.2024: https://www.tagesschau.de/inland/regional/berlin/rbb-politik-wertet-israel-kritik-bei-preisverleihung-als-schaden-fuer-die-berlinale-100.html

Der Proteststurm gegen die Documenta 15 – Ein Dokument „progressiven“ Herrenmenschentums, Wolf Wetzel, 2023: https://overton-magazin.de/kolumnen/kohlhaas-unchained/der-proteststurm-gegen-die-documenta-15-ein-dokument-progressiven-herrenmenschentums/

„Genozid-Pavillon“: Künstler wollen Israel von der Venedig Biennale ausschließen: https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/genozid-pavillon-kuenstler-wollen-israel-von-der-biennale-venedig-ausschliessen-li.2191471

Regisseur kritisiert Deutschland, taz vom 28.2.2024: https://taz.de/Nach-Israel-Aeusserungen-auf-Berlinale/!5992242/

 

 

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