Die „Nelkenrevolution“ in Portugal 1974

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Die „Nelkenrevolution“ in Portugal 1974

 

Am 15. April 1974 wurde die Diktatur in Portugal durch einen revolutionären Militärputsch zu Fall gebracht, durch die „Bewegung der Streitkräfte“ (MFA).

 

Dieser wäre aber ohne die Kolonialkriege und die großartige Unterstützung der Bevölkerung nicht erklärbar.

Als im Laufe des Tages am 15. April 1974 klar wurde, dass Teile des Militärs die Diktatur Salazars stürzen wollen, strömten Tausende auf den Platz vor dem Regierungsgebäude, im sich der Diktator verschanzte.

 

Sie riefen: „Es ist Zeit …“. Das war ein beliebter Spruch, wenn eine Aufführung verspätet anfing und die Menschen ungeduldig wurden.

Der Sturz der Diktatur verlief fast unblutig. Danach begann ein faszinierender revolutionärer Prozess, der lange Zeit nicht der Rückkehr zu einer bürgerlichen Demokratie folgte, sondern die Idee einer Räterepublik.

 

Es entstanden Arbeiter- Bauern- und Soldatenräte, die die entscheidenden Organe einer revolutionären Demokratie sein sollten.

Diese großartige Idee hatte vorhersehbare geübte und mächtige Gegner gegen sich: Zum einen die meisten Regierungen in Europa, die sich vor einer Ansteckungsgefahr fürchteten und um ihre Macht als Partei bangen mussten.

Zum anderen all jene , die unbedingt ein kapitalistisches Europa haben wollten – wenn es eben sein muss – ohne eine Diktatur wie in Portugal (Salazar) und Spanien (Franco).

Der Film von Brigitte Kleine: „Nelken für die Revolution“ erinnert an diesen außergewöhnlichen Tag und an einiges, was ihn ermöglicht hat.

Wolf Wetzel

 

Quellen und Hinweise:

Nelken für die Revolution“, Brigitte Kleine, Deutschland 2024: https://www.arte.tv/de/videos/112205-000-A/nelken-fuer-die-revolution/

 

 

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