Über den gefährlichen und gefährdeten Teil der Gesellschaft

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Ein modernes Rätsel für Historiker*innen, für Hate Speech-Jäger*innen!

An alle Faktencheck-Trupps von Facebook, dpa und Amadeu Antonio Stiftung.

Incl. Auflösung

Wer hat folgende Aussage gemacht:

„Was es jetzt braucht, ist nicht mehr Offenheit, sondern ein scharfer Keil. Einer, der die Gesellschaft spaltet. Wenn davon die Rede ist, entsteht schnell ein Zerrbild im Kopf, als würde das Land in zwei gleich große Teile zerfallen. Doch so ist es nicht. Richtig und tief eingeschlagen, trennt er den gefährlichen vom gefährdeten Teil der Gesellschaft. Sicher, es ist nicht ganz leicht, den Spaltpunkt exakt zu treffen. Liegt er zu weit außerhalb, können die Extreme weiter wachsen. Liegt er zu weit innerhalb, gehen legitime kritische Stimmen verloren. Man wird diese Grenze immer wieder neu austarieren müssen. Ein Anfang wäre ja schon, alles nicht faktenbasierte, unwissenschaftliche und staatsfeindliche auszuschließen. Falschbehauptungen sind keine Meinung, Hetze ist keine berechtigte Sorge. Wer das nicht begreift, gehört auf die andere Seite. Dann ist Spaltung nicht das Problem, sondern Teil einer Lösung. Denn nur wenn Ruhe ist vor diesem Geschrei, lässt sich geduldig reden mit denen, die nah an der Kante stehen.“

 

Also noch einmal:

 

 

 

  • Wer hat diese Aussage gemacht?
  • In welcher Zeitung war das zu lesen?
  • Aus welchem Jahr stammt dieses Zitat?
  • Welche Ideologie kommt hier zum Tragen?

 

 

 

 

Wenn Sie diese Fragen mehrheitlich und gesund beantwortet haben, folgt der nächste Block – für Fortgeschrittene:

 

  • Benennen Sie sie die Extreme?
  • Welches Bild ist damit gemeint, welche Assoziation wird hier wachgerufen, wenn vom „gefährlichen und gefährdeten Teil der Bevölkerung“ die Rede ist?
  • In welcher Tradition steht dieses Aufruf?
  • Was folgt, wenn das Geschrei abgestellt ist und wieder Ruhe herrscht?

Die Auflösung dieses Rätsel erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit, in diesem Jahrhundert.

Geheimhaltungspflicht aufgehoben!

Dank einer großzügigen Erpressung ist der Entschluss leicht gefallen, die Geheimhaltungsspflicht von 79 Jahren auf einen Tag zu verkürzen – was auch Ansporn für alle anderen geheimgehaltenen Dokumente (Zulassungsunterlagen, Geheimverträge im Zusammenhang mit dem COVID-19-Impfstoff) sein sollte, die Verdunklungsfrist auf ebenfalls einen Tag zu verkürzen.

Der Aufruf zur Spaltung wurde in der Süddeutsche Zeitung am 19. November 2021 veröffentlicht. Geschrieben hat die Kolumne Christian Vooren: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2021-11/corona-pandemie-querdenker-impfgegner-gesellschaft-spaltung-5v8

 

Man sieht, die Leute, die das heute machen, sind ganz cool.

Die Süddeutsche Zeitung gehört ganz selbstverständlich zu den vielen Zeitungen, die unentwegt von Hassreden und Fakenews reden und nach Staatanwaltschaft, Polizei und Zensur rufen, wenn  man sie bei ihren Hass- und Fakenews stört, so zum Beispiel, als auch die Süddeutsche Zeitung an dem aufwendigen Fake beteiligt war, die Staatchefs aller HerrenLänder (wird nicht gegendert!) vor die Großdemonstration in Paris am 11. Januar 2015 zu montieren, die im Zusammenhang mit den Anschlag auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo wenige Tage zuvor stattfand. Tatsächlich hatten sich alle in einer abgesperrten Seitenstraße eingefunden und dort das besagte Fotoshooting organisiert:

Nous sommes tous Charlie – wirklich?

 

Wolf Wetzel | 3. Dezember 2021 | 5. Dezember 2021

 

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2 Kommentare

  1. wie schön was zum selber denken. Leider komme ich nicht auf die Lösung. Vielleicht besteht noch in diesem Jahr die Möglichkeit zur Auflösung?
    Vielen Dank für die Beiträge und den unterhaltsamen Stil.

    1. Ich danke für die Nachricht. Ja, versprochen: Ich würde den 2. Advent vorschlagen. Und: Danke für das Kompliment. Ich bemühe mich – für mich selbst – irgendetwas Witziges aus etwas ganz Trostlosem herauszuziehen.

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