Sonderzug nach Pankow-Kiew. Ein deutsch-ukrainisches Märchen.

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Sonderzug nach Pankow-Kiew

Ein deutsch-ukrainisches Märchen

 

Die EU-Chefin Ursula von der Leyen macht sich unsterblich. Sie lässt sich trotz eindringlicher Sicherheitswarnungen nicht davon abbringen. Sie steigt ins Flugzeug, das sie bis nahe an die polnisch-ukrainische Grenze bringt.

 

 

Dort nimmt sie unbemerkt und unerkannt einen Zug, der auf Gleis 9 3/4 auf sie wartet.

 

 

Sie verbringt Stunden auf der Schiene, fährt mitten durchs Kriegsgebiet. Sie kann in Ruhe den Fragebogen noch einmal durchgehen, den Sie zwecks schnellem EU-Beitritt dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj überreichen möchte.

Sie kommt sicher und ohne jeden Zwischenfall in der ukrainischen Hauptstadt Kiew an.

Sie ist eine Heldin, aber nicht allein. Eine halbe ‚Armee‘ begleitet sie:

Auf ihrer Zugreise in die Ukraine wurde von der Leyen von einer Delegation begleitet, der auch der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell, der slowakische Ministerpräsident Eduard Heger und mehrere EU-Parlamentarier angehören. Mit an Bord des Zuges war auch EU-Botschafter Matti Maasikos.“ (tagesschau vom 8.4.2022)

Klar, dass das ganze Sicherheitspersonal nicht der Rede wert ist.

Im Kiewer Regierungsviertel erwartet sie bereits der ukrainische Präsident Selenskyj, der ihr in strahlend-brauner Armeeuniform den Hof macht.

 

Sie verstehen sich auf Anhieb und bieten sich das „Du“ an. Sie besuchen zusammen den Kiewer Vorort Butscha. Sie zeigte sich zutiefst schockiert und verspricht alles, um das Reich des Bösen zu besiegen:

Wir haben das grausame Gesicht von Putins Armee gesehen, wir haben die Rücksichtslosigkeit und die Kaltherzigkeit gesehen, mit der sie die Stadt besetzt hat“, sagte die frühere Bundesverteidigungsministerin. Und dann spricht die jetzige EU-Chefin epochales aus:

„Wird die abscheuliche Verwüstung oder die Menschlichkeit siegen? Wird das Recht der Macht dominieren oder der Rechtsstaat? Wird es ständige Konflikte und Kämpfe geben oder eine Zukunft des gemeinsamen Wohlstands?“

 

 

Dieser Geheimbesuch geht in die Geschichte ein. Ein Husarenstück.

 

 

 

So und das glauben Sie hoffentlich so. Dann dürfen Sie diese Fragen und Zweifel nicht an sich herankommen lassen. Auf keinen Fall!

Die ganz bösen russischen Hacker, die bis in den US-Wahlkampf hinein ihr Unwesen treiben, sind verschwunden und haben von den langen Vorbereitungen und Absprachen in EU- und Militärkreisen nichts mitbekommen.

Der noch viel bösere KGB, also FSB (russischer Geheimdienst) hat sich bei der Aufklärung dieses Vorhabens in Luft aufgelöst.

Der militärische Geheimdienst schloss sich dem an.

Und die russischen Systeme der Satelittenüberwachung wurden in der fraglichen Zeit abgeschaltet.

Eine sehr überschaubare Auswertung

In diesem gerade beschriebenen Szenarium sind die „Russen“ einfach nur blöd, zu naiv und einfach hinter dem Mond. Da greifen 100.000 Russen die Ukraine an, wollen bis nach Litauen, Lettland und sonst wo hin durchmarschieren und bekommen nicht einmal mit, dass Kriegstreiberin Nr.2 mit ihrer ganzen Entourage im Sonderzug nach Kiew reist? Ja, echt?

Das würde jedoch mit einem anderen Bild, das wir von den „Russen“ haben (sollen), ziemlich kollidieren, also überhaupt nicht zusammenpassen.

Diese „Russen“, Sie erinnern sich, stecken hinter allem, sind überall mittendrin. Sie überwachen alles, sie mischen sich überall ein. Dazu gehören auch Attacken auf den Bundestagsserver (Stickwort russische Hacker). Ganz grundsätzlich und allgemein sind sie skrupellos, verbrecherisch, blutrünstig und nehmen auf nichts und niemand Rücksicht.

Warum aber bombardieren diese „Russen“ nicht das Regierungsviertel in Kiew?

Warum zwingen sie den Präsidenten nicht zur Flucht?

Warum manchen sie es nicht wie die „Amerikaner“, die das Regierungsviertel in Bagdad in Schutt und Asche gelegt hatten?

Baghdad 21 March 2003

 

Warum machen sie es nicht wie die Nato 2011, jagen den libyschen Präsidenten Gaddafi und bringen ihn um?

Warum machen die „Russen“ nicht das, was man ihnen zutraut, wozu wir die „Russen“ haben?

Liegt es vielleicht daran, dass sich der Westen den „Russen“ macht, wie er ihn braucht?

Wolf Wetzel | 10.4.2022

Krieg ist Frieden – über Bagdad, Srebrenica, Genua, Kabul nach …

 

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