{"id":7824,"date":"2017-06-19T15:04:50","date_gmt":"2017-06-19T13:04:50","guid":{"rendered":"https:\/\/wolfwetzel.wordpress.com\/?p=7824"},"modified":"2017-06-19T15:04:50","modified_gmt":"2017-06-19T13:04:50","slug":"im-kontext-nsu-wolf-wetzel-im-gespraech-mit-beate-maria-woerz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2017\/06\/19\/im-kontext-nsu-wolf-wetzel-im-gespraech-mit-beate-maria-woerz\/","title":{"rendered":"Im Kontext NSU-\u2026 Wolf Wetzel im Gespr\u00e4ch mit beate maria w\u00f6rz"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Wolf Wetzel: <strong>Sie haben als K\u00fcnstlerin das Format der Werbefl\u00e4chen entdeckt und genutzt. K\u00f6nnen Sie mir etwas zu Ihrem ersten Projekt \u201ebedacht hausen\u201c erz\u00e4hlen.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Das Konzept f\u00fcr \u201abedacht hausen\u2018 hatte ich 1999\/2000 entwickelt. Seit Sommer 1999 hatte mich die enorme Diskrepanz der eigenen Erfahrung des \u201amich beheimatet\u2018 F\u00fchlens an einem bis dato mir unbekannten Ort sehr besch\u00e4ftigt, w\u00e4hrend eines Symposiums in \u00d6sterreich und den laufenden Berichten im Radio \u00fcber die damaligen Fluchtbewegungen im Kosovo. Ich suchte nach einer ad\u00e4quaten Form f\u00fcr die Umsetzung dieses Themas und kam, zur\u00fcck in Berlin, auf Idee der Werbegro\u00dffl\u00e4chen.<\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Dank einer F\u00f6rderung durch die damals noch existierende Stiftung Kulturfonds konnte ich das Konzept Anfang 2001 realisieren, es gab damals im Zeitraum von ungef\u00e4hr sechs Wochen 120 Gro\u00dffl\u00e4chenplakate im \u00f6ffentlichen Raum zu sehen und 24.000 in ganz Berlin verteilte Postkarten dazu.<\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Formal war es das k\u00fcnstlerisch strengere Konzept, sehr reduziert, vier Worte, je einzeln auf einem Plakat schwarz auf wei\u00df gedruckt: \u201abedacht\u2019 \u201aunbedacht\u2019 \u201aunbehaust\u2019 und \u201ahausen\u2019, Letzteres auf seinen Ursprung hausen = einen Ort haben zum Wohnen, zur\u00fcckgef\u00fchrt.<\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Das Konzept setzte \u00e4hnlich wie jetzt auf Wahrnehmung durch Wiederholung, einen unbeschr\u00e4nkten Zugang. Die Plakate \u00fcberraschten durch den Moment des scheinbaren \u201aNichts\u2019 zwischen lauter und bunter Werbung und \u00f6ffneten einen mentalen Raum f\u00fcr die Auseinandersetzung mit den jeweiligen Bedeutungsebenen.<\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Wolf Wetzel: <strong>Ich bin jetzt nicht zu gewagt, wenn ich vermute, dass Sie Kunst nicht in private, also relativ geschlossene R\u00e4ume verbannen, sondern in den \u00f6ffentlichen Raum stellen wollen, quer zu gewohnten Konsumwerbung?<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Ich habe immer wieder nach Formen gesucht, Themen, die mich besch\u00e4ftigen, h\u00e4ufig gesellschaftliche oder auch politische, soweit sich das \u00fcberhaupt trennen l\u00e4\u00dft, in den \u00f6ffentlichen Raum zu bringen und habe das mit unterschiedlichen Mitteln getan. Letztlich ging es mir immer wieder darum, zu irritieren, die jeweils eigene Wahrnehmung und f\u00fcr die Betrachtenden scheinbar Selbstverst\u00e4ndliches in Frage zu stellen, ein Nachdenken dar\u00fcber anzuregen.<\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Wolf Wetzel: <strong>Diese erste Erfahrung brachte Sie dazu, dieses Gro\u00dfformat auch auf das Thema \u201eNSU-Komplex\u201c anzuwenden. Sie hatten \u00fcber ein halbes Jahr den in Berlin tagenden parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur politischen Aufkl\u00e4rung der NSU-Terrorserie besucht. Was haben Sie von dort mitgenommen?<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Zuerst einmal ein Erschrecken, eine Fassungslosigkeit \u00fcber das, was sich an Abgr\u00fcnden auftat zwischen allen diesem \u201aNicht-Erinnern\u2018, den sogenannten \u201aPannen\u2019, der offensichtlichen Gleichg\u00fcltigkeit politischer Vertreter und auch von uns als Gesellschaft, \u00fcberhaupt gegen\u00fcber bestimmten in diesem Land lebenden Bev\u00f6lkerungsgruppen und dem, was ihnen an Terror und Leid widerfahren war; es war ein \u201aNicht-fassen-k\u00f6nnen\u2018, dass all diese Dinge tats\u00e4chlich passieren konnten. Anf\u00e4nglich auch ein positives Erstaunen dar\u00fcber, dass bis zu einem gewissen Punkt tats\u00e4chlich alle Mitglieder des Ausschusses partei\u00fcbergreifend ernsthaft an der Aufkl\u00e4rung zu arbeiten schienen, gegen offensichtliche Widerst\u00e4nde seitens der jeweiligen Verfassungsschutz- und anderer Beh\u00f6rden. Irgendwann, gegen Ende dieses ersten PUA zum NSU kippte etwas, Fragen gingen nicht mehr tief genug und wir alle fragten uns, was da gerade passiert.<\/span><br \/>\n<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" class=\" size-medium wp-image-7843 aligncenter\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/warun-schweigen-beate-wc3b6rz-netz.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1\" alt=\"Warun schweigen-Beate-W\u00f6rz-Netz\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/warun-schweigen-beate-wc3b6rz-netz.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/warun-schweigen-beate-wc3b6rz-netz.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/warun-schweigen-beate-wc3b6rz-netz.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/warun-schweigen-beate-wc3b6rz-netz.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/warun-schweigen-beate-wc3b6rz-netz.jpg?w=1400&amp;ssl=1 1400w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Wolf Wetzel: <strong>Ich wei\u00df nicht, ob wir denselben \u201eBruch\u201c meinen. Gegen Ende des ersten PUA in Berlin wurde der Mordanschlag auf Polizisten in Heilbronn 2007 thematisiert. Gegen das kompakte Credo der Polizei- und Geheimdienstbeh\u00f6rden, man habe nichts gewu\u00dft und der Rest sei Pannen geschuldet, meldete sich eine ehemalige V-Frau mit Deckname \u201eKrokus\u201c. Der damalige Ausschussvorsitzende Sebastian<\/strong> <strong>Edathy forderte im April 2013 vom Verfassungsschutz in Baden-W\u00fcrttemberg die entsprechenden Akten an. Dieser verweigerte die Herausgabe und drohte gleichzeitig der ehemaligen V-Frau mit einem Verfahren wegen Geheimnisverrates. Edathy setzte ein Ultimatum, blieb hartn\u00e4ckig, was nicht ohne Folgen blieb: Ein nun \u00f6ffentlich gemachtes Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Kinderpornografie zielte leicht erkennbar auf die \u201eGlaubw\u00fcrdigkeit\u201c Edathys als Ausschussvorsitzender. Mit Erfolg. Am 18. Dezember 2014 erkl\u00e4rte Edathy: \u201eDen Politiker Sebastian Edathy gibt es nicht mehr.&#8220;<\/strong><\/span><br \/>\n<img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7840\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/quellenschutz_wc3b6rz.jpg?resize=700%2C488&#038;ssl=1\" alt=\"Quellenschutz_W\u00f6rz\" width=\"700\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/quellenschutz_wc3b6rz.jpg?w=1004&amp;ssl=1 1004w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/quellenschutz_wc3b6rz.jpg?resize=300%2C209&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/quellenschutz_wc3b6rz.jpg?resize=768%2C535&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Ich kann die Details nach so langer Zeit nicht mehr nennen, aber es war sicher um diesen Zeitpunkt herum, der Ausschuss endete ja im Juni 2013, meine ich, und dass pl\u00f6tzlich gegen Sebastian Edathy gezogen wurde, der bis dahin den Ausschuss gut geleitet hatte, l\u00e4\u00dft sich kaum glaubhaft als rein zuf\u00e4llige zeitliche \u00dcbereinstimmung vermitteln. Die Methode, h\u00e4\u00dfliche \u201aTr\u00fcmpfe\u2018 aus dem \u00c4rmel zu spielen, wenn jemand sich unliebsam macht wie damals mit der klaren Forderung, ist ja nichts neues bei politischen Machtverh\u00e4ltnissen. Uns, die wir als Beobachter*innen oben auf der Besucherempore sa\u00dfen, fiel eben auf, dass der bis dato deutliche Ermittlungs- bzw. Aufkl\u00e4rungswille \u00fcber die Parteigrenzen hinweg pl\u00f6tzlich zu lahmen begonnen hatte wie ein Pferd, dem die Fesseln zu stark eingebunden wurden.<\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Wolf Wetzel: <strong>Lassen wir das Haifischbecken mal so stehen. Wie kamen Sie auf die Idee mit den Zitaten? Und wie leicht bzw. schwer war es, Menschen eine Meinung abzuringen, die dann un\u00fcbersehbar auf Plakaten prangert?<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Es taten sich einfach so viele neue Fragen auf, wenn man da sa\u00df und zuh\u00f6rte und zusah, da lag es nahe. Teilweise war es \u00fcberhaupt nicht schwer, manche der Fragen \/S\u00e4tze wurden sehr schnell von ihren jeweiligen Verfasser*innen formuliert, waren im Grunde l\u00e4ngst fertig, andere brauchten sehr lange, bis sie ihre Wortgestalt fanden, wieder andere Fragen sind nie bei mir angekommen; den Zugang zu den Betroffenen der Morde und Anschl\u00e4ge habe ich letztlich bis auf ein zwei Ausnahmen nicht hinbekommen, wollte ich sie doch auch nicht bedr\u00e4ngen in ihrem jahrelangen Leid und ihren Traumata.<\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Wolf Wetzel: <strong>Meinungs- und Pressefreiheit zu haben ist das eine. Wenn sie jedoch der \u00fcblichen \u201eErz\u00e4hlung\u201c widerspricht, verfl\u00fcchtigt sich schnell das Geld. Wie kamen Sie an genau dieses? <\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Dieser Prozess war lang und m\u00fchsam: endlose Anfragen und Antr\u00e4ge, viel Anerkennung f\u00fcr das k\u00fcnstlerische Konzept und die Betonung seiner Wichtigkeit, jedoch fast genauso viele lobende Absagen haben mich am Ende nur einen Bruchteil der f\u00fcr das eigentliche Konzept (3.400 Plakate, 1 Jahr lang in 20 St\u00e4dten mit 10-t\u00e4gig wechselnden Fragemotiven) ben\u00f6tigten Gelder zusammenbringen lassen, so dass es jetzt nur eine sehr abgespeckte Kurzversion zu sehen gab und gibt. Ohne die nachhaltige Unterst\u00fctzung seitens der Rosa-Luxemburg-Stiftung, dem T\u00fcrkischen Bund in Berlin und Brandenburg (TBB) und privater Unterst\u00fctzer*innen h\u00e4tte ich vermutlich das Projekt irgendwann als in der Umsetzung gescheitert zur Seite gepackt.<\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Wolf Wetzel: <strong>Nun kenne ich das aus eigener Erfahrung. Zweifel darf man ja an der juristischen und politischen Aufarbeitung des \u201eNSU-Skandals\u201c haben, aber keinesfalls eine andere \u201eErz\u00e4hlung\u201c. War es schwierig, politische Unterst\u00fctzung zu bekommen?<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Letztlich ist mir das nur in wenigen F\u00e4llen gelungen. Entweder wurde auf eigene Projekte im Zusammenhang mit NSU und Rechtsextremismus und oder mangelnde Gelder verwiesen oder aber das Format und die formal strenge Aufmachung, das hochpolitische Thema passte f\u00fcr viele nicht &#8211; es war entweder zu politisch und zu kritisch (\u201astaatsangreifend&#8216;) oder nicht genug \u201aKunst\u2018.<\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Wolf Wetzel: <strong>Sie hatten sicherlich vor, zum NSU-Tribunal in K\u00f6ln mit Plakaten in der Stadt pr\u00e4sent zu sein. Hat das geklappt?<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Das hat am Ende leider \u00fcberhaupt nicht geklappt, im Zeitraum des Tribunals gab es trotz Unterst\u00fctzung von unerwarteter Seite keine verf\u00fcgbaren Fl\u00e4chen mehr in K\u00f6ln, so dass letztlich in dem Zeitraum kein einziges Plakat in K\u00f6ln hing, nicht mal am Ort des Tribunals, dem Schauspiel selber. Das fand ich sehr bedauerlich, kommen mit den gesammelten Fragen doch viele unterschiedliche Stimmen aus Politik und Gesellschaft zu Wort, bildet das Ganze eine Art kritische Gesamtfrageskulptur.<\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Wolf Wetzel: <strong>Wo kann man in n\u00e4chster Zeit Ihre Plakate sehen? <\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Seit ca. 6. Juni gibt es in Berlin, M\u00fcnchen, N\u00fcrnberg, K\u00f6ln und Kassel nochmals Plakate mit neuen Fragen zu sehen, die Mittel sind jedoch fast aufgebraucht. Au\u00dferdem l\u00e4uft bis zum 17. Juni noch meine Ausstellung \u201aIm Kontext NSU- welche Frage stellen Sie?\u2019 in der ver.di Bundesverwaltung in Berlin mit vier verschiedenen Gro\u00dffl\u00e4chenplakaten und weiteren Arbeiten zum Thema.<\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Um den Jahrestag der Ermordung von S\u00fcleyman Ta\u015fk\u00f6pr\u00fc soll es in Hamburg nochmals Plakate geben. Danach h\u00e4ngt es davon ab, ob die derzeit unterst\u00fctzend von dritter Seite laufenden Spendensammlungen gen\u00fcgend Gelder zusammenbringen, so dass beispielsweise zum Ende des Gerichtsprozesses in M\u00fcnchen nochmals eine Kampagnenrunde laufen k\u00f6nnte &#8211; gedruckte Plakate sind noch gen\u00fcgend vorhanden, was fehlt, sind die Mittel f\u00fcr die H\u00e4ngung. Es gibt ein Spendenkonto, Spenden f\u00fcr das Projekt sind steuerlich absetzbar.<\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Wolf Wetzel: <strong>Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch und die Bereitstellung einiger der Plakatmotive und mehr als gerne m\u00f6chte wir unsere Leserinnen und Leser dazu aufzurufen, f\u00fcr dieses Projekt zu spenden.<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\"><strong>Redaktionelle Anmerkung:<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\"><strong>Das Bild von einem dieser Plakate wurde verstellt. Trotzdem haben wir genau dieses ausgew\u00e4hlt, denn es zeigt auf seine Weise, wie oft das Thema verstellt wird. Damit der Text auf jeden Fall nicht verloren geht:<\/strong><\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"color:#000000;\"><strong>\u201e<em>Warum schweigen abermals so viele, wenn es darum geht, politische und juristische Konsequenzen daraus zu ziehen, dass ohne staatliches Zutun der NSU nicht entstanden w\u00e4re, dass mit staatlicher Unterst\u00fctzung zehn Jahre lang falsche F\u00e4hrten gelegt worden sind? <\/em><\/strong><\/span><span style=\"color:#000000;\"><strong>Wolf Wetzel, Journalist, Autor\u201c<\/strong><\/span><\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Wer die Fortsetzung dieser Plakataktion unterst\u00fctzen m\u00f6chte:<\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Spendenkonto-Nr. 1128062602<\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Kontoinhaber: Chor\u00f4so Kunstf\u00f6rderverein e.V.<\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Verwendungszweck: &#8218;Plakatprojekt im Kontext NSU&#8216;<\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">GLS Gemeinschaftsbank BLZ 430 609 67<\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">IBAN DE92430609671128062602<\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">BIC GENODEM1GLS<\/span><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014<\/span><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<strong><span style=\"color:#000000;\">publiziert bei Rubikon am 19.6.2017: <a href=\"https:\/\/www.rubikon.news\/artikel\/im-kontext-nsu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.rubikon.news\/artikel\/im-kontext-nsu<\/a><\/span><\/strong><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<span style=\"color:#000000;\">Vita:<\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\"><em>beate maria w\u00f6rz, Konzeptk\u00fcnstlerin und Zeichnerin <\/em><\/span><span style=\"color:#000000;\"><em>im S\u00fcden Deutschlands geboren und aufgewachsen <\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\"><em>1984 nach mehrmonatigem Aufenthalt in Basel im November Umzug nach Berlin <\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\"><em>1991-97\u00a0 Studium der Bildhauerei an der HdK Berlin und HfBK Saarbr\u00fccken (SS 1995)\u00a0 <\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\"><em>1997 Meistersch\u00fclerin der HdK Berlin (heutige UdK)<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\"><em>Seitdem zahlreiche Ausstellungen, F\u00f6rderungen, Projekte, Symposien und Arbeitsaufenthalte in Deutschland, Belgien, Polen, \u00d6sterreich, S\u00fcdafrika, Italien, Spanien, Schweden und der Schweiz. Seit 2000\/2001 Konzepte\/Arbeiten im \u00f6ffentlichen Raum<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\"><em>Lebt und arbeitet \u00fcberwiegend in Berlin<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color:#000000;\"><a href=\"http:\/\/www.beatemariawoerz.de\/\">www.beatemariawoerz.de<\/a><\/span><br \/>\n&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p>Views: 258<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Wolf Wetzel: Sie haben als K\u00fcnstlerin das Format der Werbefl\u00e4chen entdeckt und genutzt. K\u00f6nnen Sie mir etwas zu Ihrem ersten Projekt \u201ebedacht hausen\u201c erz\u00e4hlen. Das Konzept f\u00fcr \u201abedacht hausen\u2018 hatte ich 1999\/2000 entwickelt. 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