{"id":2227,"date":"2009-08-23T12:08:02","date_gmt":"2009-08-23T10:08:02","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfwetzel.wordpress.com\/?p=2227"},"modified":"2009-08-23T12:08:02","modified_gmt":"2009-08-23T10:08:02","slug":"23-8-2010-bericht-uber-die-aktionskonferenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2009\/08\/23\/23-8-2010-bericht-uber-die-aktionskonferenz\/","title":{"rendered":"23.8.2010 &#8211; Bericht \u00fcber die Aktionskonferenz"},"content":{"rendered":"<h1>Inspiration Heiligendamm<\/h1>\n<h2><span style=\"color:#ff0000;\">Aktionsb\u00fcndnis will mit Blockaden Finanzzentrum lahmlegen. Vorbild sind Proteste gegen G-8-Gipfel<\/span><\/h2>\n<address>Herbert Wulff, Frankfurt\/Main<\/address>\n<p>Das Bankengesch\u00e4ft in der Finanzmetropole Frankfurt am Main zumindest f\u00fcr einen Tag lahmlegen. Das ist das Ziel verschiedener Organisationen und Gruppierungen, die am Wochenende zu einer Aktionskonferenz in der Mainmetropole zusammenkamen. Die rund 200 Teilnehmer des von der \u00bbAktionsgruppe Georg B\u00fcchner\u00ab initiierten Treffens kamen darin \u00fcberein, f\u00fcr den 18. Oktober nach Frankfurt zu mobilisieren, um die Zug\u00e4nge zur Zentrale wichtiger Gro\u00dfbanken zu blockieren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wolfwetzel.files.wordpress.com\/2010\/08\/konferenz-eroffnung.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-2234\" title=\"Konferenz-Er\u00f6ffnung\" src=\"http:\/\/wolfwetzel.files.wordpress.com\/2010\/08\/konferenz-eroffnung.jpg?w=300&#038;resize=300%2C200\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/konferenz-eroffnung.jpg?w=700&amp;ssl=1 700w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/konferenz-eroffnung.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><!--more--><\/p>\n<p>Die Inspiration durch \u00bberfolgreiche Aktionen des zivilen Ungehorsams\u00ab \u2013 wie beim G-8-Gipfel in Heiligendamm 2007 und dem diesj\u00e4hrigen Neonaziaufmarsch in Dresden \u2013 war am Samstag auf dem Frankfurter Uni-Campus unverkennbar. Von \u00bbAktionsfingern\u00ab, \u00bbBezugsgruppen\u00ab, \u00bbSammel- und R\u00fcckzugspunkten\u00ab und einem \u00bbAktionsrat\u00ab war da die Rede. \u00bbZiel ist es, \u00f6konomischen Schaden anzurichten, vergleichbar mit dem eines Streiktags\u00ab, erl\u00e4uterte Mitorganisator Mischa Aschmoneit. Die bisherigen Demonstrationen unter dem Motto \u00bbWir zahlen nicht f\u00fcr eure Krise\u00ab h\u00e4tten \u00bbbei vielen Teilnehmern ein Gef\u00fchl der Ohnmacht hinterlassen\u00ab. Sie wollten \u00bbnicht nur protestieren, sondern Widerstand leisten\u00ab. Die Frankfurter Blockadeaktionen sollen ein erster Schritt in diese Richtung werden. Allerdings bleibe \u00bbauch das erst mal noch auf symbolischer Ebene\u00ab, wie Aschmoneit zugab.<\/p>\n<p>\u00bbWir denken, da\u00df die Erfahrungen aus Heiligendamm auf die Stadt und auf andere Kontexte \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen\u00ab, erl\u00e4uterte der Jenaer Gewerkschaftssekret\u00e4r Christoph Ellinghaus das Konzept. Konkret sollen mehrere Verkehrsknotenpunkte mit Tausenden Menschen blockiert werden, um die Bankangestellten vom Erreichen ihres Arbeitsplatzes abzuhalten. \u00bbUnsere Gegner sind nicht die Kolleginnen und Kollegen, die in den Banken arbeiten\u00ab, stellte Ellinghaus klar. Um das deutlich zu machen, habe man auf verschiedenen Ebenen mit dem entsprechenden ver.di-Fachbereich und Bank-Betriebsr\u00e4ten Kontakt aufgenommen. \u00bbWir wollen den Konflikt abfedern, ihn ganz aufzuheben, wird aber wohl nicht m\u00f6glich sein.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbEs gibt auch in den Betrieben ein Potential von Leuten, die was machen wollen und darauf warten, da\u00df etwas passiert\u00ab, meinte Franziska Wolf von der \u00bbAktionsgruppe\u00ab. \u00bbVielleicht k\u00f6nnen wir auch ein emanzipatorisches Zeichen in die Gewerkschaften hinein senden\u00ab, so die Gewerkschaftssekret\u00e4rin. Wichtig sei, da\u00df sich die linken und sozialen Bewegungen \u00bbnicht auseinanderdividieren lassen und da\u00df die Aktion aus verschiedenen politischen Spektren getragen wird\u00ab.<\/p>\n<p>\u00bbDie Blockaden bieten die M\u00f6glichkeit, die Widerspr\u00fcche des Kapitalismus auf den Punkt und in einer Mobilisierung zum Ausdruck zu bringen\u00ab, sagte Helmut Born, der als Vertreter des nordrhein-westf\u00e4lischen Landesverbandes der Partei Die Linke nach Frankfurt gereist war. Einige Teilnehmer \u00e4u\u00dferten hingegen Zweifel, ob es m\u00f6glich ist, die notwendige Zahl von Demonstranten in die Frankfurter Innenstadt zu mobilisieren. Andere zeigten sich optimistischer und betonten, die Aktion m\u00fcsse im Herbst stattfinden, um den Zusammenhang zum Widerstand gegen das \u00bbSparpaket\u00ab der Bundesregierung herzustellen.<\/p>\n<p>Eine Konfrontation mit der Polizei ist f\u00fcr den 18. Oktober vorauszusehen. Hessens Innenminister und Ministerpr\u00e4sident in spe, Volker Bouffier (CDU), d\u00fcrfte mit der ihm bekannten H\u00e4rte auf die Blockaden reagieren. \u00bbVon uns geht keine Eskalation aus\u00ab, betonte Ellinghaus. Dies h\u00e4tten die beteiligten Gruppen einvernehmlich festgelegt. Vorbereiten wollen sich die Aktivisten in \u00bbAktionstrainings\u00ab.<\/p>\n<p>ATTAC will bereits am 29. September, dem internationalen Aktionstag des Europ\u00e4ischen Gewerkschaftsbundes, in verschiedenen St\u00e4dten \u00bbBankenbesuche\u00ab organisieren. \u00bbDiese m\u00fcssen in direkte Verbindung mit dem 18. Oktober gebracht werden, damit wir gemeinsam deutlich machen: Es reicht\u00ab, erkl\u00e4rte Werner R\u00e4tz vom Koordinationskreis des globalisierungskritischen Netzwerks. Auch mit anderen f\u00fcr den Herbst geplanten Protesten wollen sich die B\u00fcchner-Aktivisten verb\u00fcnden und koordinieren.<\/p>\n<p>Den Artikel finden Sie unter: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/08-23\/065.php\">http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/08-23\/065.php<\/a><\/p>\n<p>(c) Junge Welt 2010<\/p>\n<p>Views: 577<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inspiration Heiligendamm Aktionsb\u00fcndnis will mit Blockaden Finanzzentrum lahmlegen. Vorbild sind Proteste gegen G-8-Gipfel Herbert Wulff, Frankfurt\/Main Das Bankengesch\u00e4ft in der Finanzmetropole Frankfurt am Main zumindest f\u00fcr einen Tag lahmlegen. 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