{"id":13943,"date":"2024-01-12T15:30:47","date_gmt":"2024-01-12T14:30:47","guid":{"rendered":"https:\/\/wolfwetzel.de\/?p=13943"},"modified":"2024-01-12T16:39:11","modified_gmt":"2024-01-12T15:39:11","slug":"gaza-krieg-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2024\/01\/12\/gaza-krieg-in-deutschland\/","title":{"rendered":"Gaza-Krieg &#8211; in Deutschland"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Gaza-Krieg- in Deutschland<\/strong><\/h1>\n<p>Der Krieg in Gaza tobt seit drei Monaten. Seit Wochen wird berichtet, dass die humanit\u00e4re Situation unertr\u00e4glich geworden ist und auf eine Katastrophe zusteuert.<\/p>\n<p>Aber auch hier gibt es einen Krieg, einen Krieg der Worte. Das ist ganz und gar nicht ungew\u00f6hnlich, da Israel und Pal\u00e4stina eine besondere Bedeutung in Deutschland einnehmen. Zu recht. Der Holocaust, die Shoa fand in Deutschland statt und dieses Menschheitsverbrechen hat mit dazu beigetragen, dass die (Ex-)Kolonialherren den Staat Israel in Pal\u00e4stina geschaffen haben. Ich geh\u00f6re zu den Menschen, die noch Eltern hatten, die vom \u201eJud\u201c sprachen und sofort in ein gro\u00dfes Schweigen fielen, wenn man sie darauf ansprach. Von daher war f\u00fcr viele politisch Aktive in den 1960er und 1970er Jahren der Staat Israel eine richtige und notwendige Antwort, zumal das Kibbuz-System f\u00fcr uns etwas war, das eine andere Gesellschaftlichkeit, einen Traum von einer besseren, gerechten Welt verk\u00f6rperte.<\/p>\n<p>Wer um diese Vorgeschichte wei\u00df, kann verstehen, dass dieses Thema so viele Emotionen ausl\u00f6st. Der Kampf gegen den Antisemitismus war folglich f\u00fcr viele eine nicht zu hintergehende Grundlage f\u00fcr das eigene Selbstverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>Jahrzehntelang war dieser Kampf notwendigerweise ein Kampf gegen die eigenen Eltern, gegen die \u201eEwiggestrigen\u201c, gegen alte und neue Nazis, gegen alle Parteien, die mehr mit dem Schutz von Nazis besch\u00e4ftigt waren, als mit dem Kampf dagegen.<\/p>\n<p>Nicht selten und weithin verbreitet war das leise vorgetragene Statement, dass die Juden \u201euns\u201c ausnutzen, wenn sie Wiedergutmachung fordern. Selbst die paar Millionen DM waren bereits f\u00fcr viele zu viel. Einige Israelis mit sehr bissigem Humor lie\u00dfen die Deutschen deshalb wissen: \u201e<em>Ihr habt uns den Holocaust nicht verziehen<\/em>.\u201c Eine bitter-wahre T\u00e4terumkehr.<\/p>\n<p>Von daher war der Kampf gegen Antisemitismus, gegen Faschismus keine Staatsangelegenheit. Man musste beides gegen den Staat und ihn tragenden Parteien durchsetzen.<\/p>\n<p>Doch seit einiger Zeit ist der Kampf gegen Antisemitismus \u201eChefsache\u201c und die \u201ebedingungslose Solidarit\u00e4t mit Israel\u201c deutsche Staatsraison. Ist das der erfolgte historischen und politischen Auseinandersetzung geschuldet oder den neuen geostrategischen Begebenheiten, wozu auch der Atomstaat Israel geh\u00f6rt, der seine Gr\u00fcndung dem \u201eWesten\u201c verdankt und dies nun politisch zur\u00fcckzahlt?<\/p>\n<p>Die staatliche Okkupation dieses Kampfes gegen Antisemitismus hatte schwerwiegende Folgen. Viele Gruppierungen im linken Spektrum zerstritten sich, denn nun geriet die jahrzehntelang ge\u00fcbte Pal\u00e4stina-Solidit\u00e4t in Verruf. Ist der Kampf gegen die israelische Besatzung antisemitisch &#8211; also auch seine Unterst\u00fctzung? Ist der pal\u00e4stinensische Befreiungskampf ein Kampf gegen die Juden, mit dem Ziel, sie ins Meer zu treiben?<\/p>\n<p>Viele kamen angesichts dieser verwirrenden Fragen und Positionswechsel ins Trudeln und Straucheln. Irgendwann einigte man sich auf das Schweigen. Man machte um das Thema Israel-Pal\u00e4stina einen gro\u00dfen Bogen.<\/p>\n<p>Die Tabuisierung dieses Themas, die Ersetzung der notwendigen Diskussion durch Denunziation und Diffamierung betraf jahrelang nur einen kleinen Kreis von politisch Aktiven. In Corona-Zeiten konnte man dieses vergiftete Klima wieder erleben \u2013 dieses Mal betraf es jedoch alle.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich hat der x-te Gaza-Krieg 2023 einiges aufgebrochen. Man bekommt \u2013 abseits der Laufstallmedien \u2013 genug zu sehen und zu h\u00f6ren, was das Schweigen und Wegsehen unm\u00f6glich machen m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Und so kam es dann im Magazin Overton zu einer offenen Auseinandersetzung. Ausgangspunkt war ein Betrag von Herr Rieveler \u00fcber einen Deutsch-Pal\u00e4stinenser namens Abed Hassan, der in einigen TV-Sendern als \u201edeutsche Stimme aus Gaza\u201c vorgestellt wurde. Er berichtete aus Gaza, da er wenige Tage zuvor dorthin gereist war, um seine Familie zu besuchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-13925 size-medium\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Getoetete-Journalisten-Gaza-2023.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Getoetete-Journalisten-Gaza-2023.jpg?resize=300%2C300&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Getoetete-Journalisten-Gaza-2023.jpg?resize=1024%2C1024&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Getoetete-Journalisten-Gaza-2023.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Getoetete-Journalisten-Gaza-2023.jpg?resize=768%2C768&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Getoetete-Journalisten-Gaza-2023.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Er berichtete ausschlie\u00dflich \u00fcber die humanit\u00e4re Situation und war sicherlich ein kleines Trostpflaster daf\u00fcr, dass die Berichte fast ausschlie\u00dflich mit Bildern der israelischen Armee arbeiteten, da die Ermordung von Dutzenden Journalisten in Gaza durch die israelische Armee Gaza \u201epressefrei\u201c machte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses kleine Gegengewicht aus \u201epal\u00e4stinensischer\u201c Sicht war f\u00fcr Herrn Rieveler, der ab und an auch f\u00fcr das Magazin telepolis schreibt, der Anlass, \u00fcber dessen \u201ezwei Gesichter\u201c zu schreiben. Das eine kenne man ja. Geschenkt. Das andere w\u00fcrde er den LeserInnen offenbaren: Das Gesicht des \u201emodernen Antisemitismus\u201c.<\/p>\n<p>Ich suchte nach Belegen, nach Beweisen und fand sie nicht. Sie waren an den Haaren herbeigezogen.<\/p>\n<p>Ich schrieb im Magazin Overton eine Erwiderung. Darin warf ich ihm vor, den Vorwurf des Antisemitismus zu instrumentalisieren, was schon einigen Menschen hier in Deutschland den Beruf und Ruf gekostet hat, abgesehen von dem Schmerz, sich als Antisemit denunziert zu sehen.<\/p>\n<p>Ich verwies dabei sehr schlicht und konzentriert darauf, dass es Grundelemente f\u00fcr den Begriff des Antisemitismus gibt, die man nicht hintergehen soll.<\/p>\n<p><strong>Dazu geh\u00f6rt, dass der Antisemitismus einen <em>imagin\u00e4ren<\/em> Feind, den Juden erfindet, der an allem schuld ist, womit die <em>tats\u00e4chlichen<\/em> Macht- und Herrschaftsverh\u00e4ltnisse verschleiert und gesch\u00fctzt werden.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Pal\u00e4stinenserInnen in den besetzten Gebieten imaginieren aber keinen \u00fcberm\u00e4chtigen Feind \u2013 sie sind mit ihm tagt\u00e4glich konfrontiert. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Besatzer ein Jude, eine Atheistin oder ein Agnostiker* ist.<\/strong><\/p>\n<p>Wenn Abed Hassan also zum Beispiel vom Teufel spricht, dann ist es derselbe Teufel, den der Herausgeber Levi in seiner Kolumne im Haaretz meint, der nun in der Mitte der israelischen Gesellschaft angekommen ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-13682 size-medium\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Gaza-Aussage-III-10-2023.jpg?resize=300%2C278&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"278\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Gaza-Aussage-III-10-2023.jpg?resize=300%2C278&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Gaza-Aussage-III-10-2023.jpg?resize=1024%2C949&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Gaza-Aussage-III-10-2023.jpg?resize=768%2C712&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Gaza-Aussage-III-10-2023.jpg?w=1080&amp;ssl=1 1080w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Und wenn Abed Hassan davon spricht, dass Israel die Pal\u00e4stinischer \u201eausrotten\u201c will, dann kann man sich zwischen \u00dcbertreibung oder dem Vorwurf des Genozids entscheiden, denn dieser beinhaltet die \u201eAbsicht\u201c so etwas zu tun \u2013 was zahlreihe israelische Regierungsmitglieder geradezu wortw\u00f6rtlich angek\u00fcndigt haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Antwort darauf gab Herrn Rieveler im Magazin Overton vom 11. Januar 2024:<\/p>\n<p><em>\u201eEine Replik auf Wolf Wetzels Kritik an meinem Artikel \u201eDie zwei Gesichter des Abed Hassan\u201c.<\/em><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte nur den Anfang zitieren, denn er legt damit den Grundstock f\u00fcr das was folgt:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eWolf Wetzel hat sich in einem am 4. Januar erschienenen <\/em><a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/wer-deckt-was-auf-und-zu\/\"><em>Beitrag<\/em><\/a><em> an meinem am 27. Dezember erschienenen <\/em><a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/politik\/die-zwei-gesichter-des-abed-hassan\/\"><em>Text<\/em><\/a><em> abgearbeitet. Wenn ich seine Auslassungen richtig interpretiere, wirft er mir vor, per Antisemitismusvorwurf an einen Deutsch-Pal\u00e4stinenser \u201ezudecken\u201c zu wollen, dass die Pal\u00e4stinenser eigentlich gar nichts gegen die Israelis h\u00e4tten und dass an allem \u00dcbel Israel schuld sei. \u00dcberdies ginge es mir darum, Israelkritik zu diskreditieren. Wetzels \u201eIsraelkritik\u201c in seiner Replik l\u00e4sst sich wie folgt zusammenfassen: W\u00e4hrend die Hamas und ihre Schergen sich lediglich gegen das himmelschreiende Unrecht wehrten, dass Israel ihnen seit 1948 antue, ver\u00fcbten die Israelis einen \u201eMassenmord\u201c an den Bewohnern des Gazastreifens. Die Taten der Hamas m\u00f6chte Wetzel nicht explizit verurteilen, die Reaktion der Israelis h\u00e4lt er f\u00fcr illegitim.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Bereits der Anfang ist ausschlie\u00dflich eine Mischung aus Schm\u00e4hung und Denunziation, dieses Mal nicht nur gegen Abed Hassan, sondern auch gegen mich.<\/p>\n<p>Er setzt darin die Methode fort, die er immerhin konsequent durchh\u00e4lt. Er antwortet mit keinem einzigen Wort auf meine Kritik an der Verwendung des Antisemitisvorwurfes. Stattdessen, da verr\u00e4t er sich dann doch, will er sich ganz auf meine \u201eAuslassungen\u201c werfen \u2013 also auf all das, was nichts mit meiner Kritik zu tun hat. Denn in meinem Text ging es weder um Hamas, noch um Massenmorde, noch um (legitime) Israelkritik. Es ging um den Herrn Rieveler und seine haltlose und niedertr\u00e4chtige Behauptung, Abed Hassan sei das Gesicht des \u201emodernen Antisemitismus\u201c.<\/p>\n<p>Herrn Rieveler hat viele Reaktionen, auch im Kommentarbereich ausgel\u00f6st. Es geht dabei um sehr grunds\u00e4tzliche Fragen, die wir gemeinsam kl\u00e4ren m\u00fcssen. Das hat nichts mit diesem Streit zu tun, der ausgesprochen unpers\u00f6nlich ist.<\/p>\n<h3><strong>Corona-Syndrom<\/strong><\/h3>\n<p>Zuerst muss man die vielen sehr unterschiedlichen Reaktionen verdauen. Man sp\u00fcrt, dass sich da schon lange etwas angestaut hat und dass diese Kontroverse die Chance bieten, dar\u00fcber zu sprechen, die politischen Meinungen und Unterschiede auszuloten. Das ist viel zu lange unterlassen worden und deshalb begr\u00fc\u00dfe ich das sehr.<\/p>\n<p>Denn meine Erwiderung (entgegen der Behauptung von Herrn Rieveler) zielte ausdr\u00fccklich nicht darauf, seinen Beitrag nicht zu ver\u00f6ffentlichen, sondern ihn zu diskutieren, anstatt alles nebeneinander \u2013 wie in einem Kaufhausregal &#8211; stehen zu lassen.<\/p>\n<h3><strong>Wo endet Meinungsvielfalt?<\/strong><\/h3>\n<p>Der zweite Punkt ist nicht minder spannend und gemeinsam zu diskutieren \u2013 wozu es keine Gaza-Pal\u00e4stina-Kenntnisse braucht. Einige im Forum stellten die Frage nach der Meinungsvielfalt bzw. \u2013freiheit. Wo endet sie? Wie unterschiedlich, wie gegens\u00e4tzlich d\u00fcrfen sie sein?<\/p>\n<p>In den 1980er Jahren und noch einige Jahre sp\u00e4ter galt der Satz:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eFaschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Der Satz ist schnell gesagt, aber was ist Faschismus? Bereits an dieser H\u00fcrde w\u00fcrden so manche, ich w\u00fcrde behaupten, die meisten von uns, scheitern.<\/p>\n<h3><strong>Wo gehen Meinungsverschiedenheiten in Denunziationen und Diffamierungen \u00fcber?<\/strong><\/h3>\n<p>In diesem Punkt bin ich mir sehr klar: Wenn man wie Herr Rieveler gegen eine Person einen so schweren Vorwurf erhebt und auf den Widerspruch mit H\u00e4me, s\u00fcffisanter Abf\u00e4lligkeit und weiteren Denunziationen (wie \u201eIsrael-Hass\u201c) antwortet, ist die Grenze erreicht.<\/p>\n<p>Menschen, wie den Deutsch-Pal\u00e4stinenser Abed Hassan vor solchen unertr\u00e4glichen Angriffen zu sch\u00fctzen, ist meine Aufgabe. Denn der Vorwurf ist keine Lappalie und wenn jemand in diese Denunziationsspur tritt, dann erwarte ich von ihm, dass er sich mit dem Kern meines Widerspruches auseinandersetzt, anstatt gleich zu Beginn den Joker zu ziehen, wenn er auf meine \u201eAuslassungen\u201c eingehen will, womit er gewollt die Diskussion verweigert.<\/p>\n<p>Mich gegen die Instrumentalisierung des Antisemitismusvorwurfes zu wenden, mache ich so ausdauernd, weil mir der wirkliche Kampf gegen Antisemitismus sehr wichtig ist und durch solche Rieveler\u2019sche Methoden ad absurdum gef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Deshalb war mich auch so wichtig, auf den Antisemitismusvorwurf gegen <em>Roger Waters<\/em> und gegen die indonesische K\u00fcnstlergruppe <em>Ruangrupa<\/em> (auf der Documenta 15) einzugehen.<\/p>\n<p>Wenn aber Herr Rieveler genau diese cancel culture bedient und f\u00fcttert, seine Denunziationsmaschine sogar noch auf Hochtouren bringt (von wegen \u201eIsraelhass\u201c), dann will er auf die Unhaltbarkeit seines Vorwurfes nicht eingehen, sondern noch eins draufsetzen. Er wei\u00df ganz genau, dass das keine Meinung ist, wenn er Abed Hassan und mich in die N\u00e4he von Hamas bringt, was in der Tat (wie ein Leser zurecht anmerkte) einem Aufruf zur m\u00f6glichen Kriminalisierung ist. Davor m\u00f6chte ich andere und mich selbst sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Wolf Wetzel<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>Quellen und Hinweise:<\/u><\/strong><\/p>\n<p><em>Wer deckt was (auf und zu)?<\/em> Wolf Wetzel, 2024: <a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2024\/01\/04\/wer-deckt-was-auf-und-zu\/\">https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2024\/01\/04\/wer-deckt-was-auf-und-zu\/<\/a><\/p>\n<p><em>Pal\u00e4stinenser brauchen keinen imagin\u00e4ren Feind<\/em>, Wolf Wetzel,2024: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/kultur\/palaestinenser-brauchen-keinen-imaginaeren-feind\/\">https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/kultur\/palaestinenser-brauchen-keinen-imaginaeren-feind\/<\/a><\/p>\n<p><em>Was ist israelbezogener Antisemitismus?<\/em> <em>Eine Replik auf Wolf Wetzels Kritik an meinem Artikel \u201eDie zwei Gesichter des Abed Hassan\u201c, <\/em>Hans-Dieter Rieveler, 2024: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kommentar\/gesellschaft-kommentar\/fakten-sind-der-groesste-feind-des-verschwoerungstheoretikers\/\">https:\/\/overton-magazin.de\/kommentar\/gesellschaft-kommentar\/fakten-sind-der-groesste-feind-des-verschwoerungstheoretikers\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Views: 384<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Krieg in Gaza tobt seit drei Monaten. 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