{"id":13742,"date":"2023-11-14T15:17:29","date_gmt":"2023-11-14T14:17:29","guid":{"rendered":"https:\/\/wolfwetzel.de\/?p=13742"},"modified":"2023-11-15T19:26:52","modified_gmt":"2023-11-15T18:26:52","slug":"wege-in-den-krieg-ueber-wortfuehrer-und-platzverweise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2023\/11\/14\/wege-in-den-krieg-ueber-wortfuehrer-und-platzverweise\/","title":{"rendered":"Wege in den Krieg. \u00dcber Wortf\u00fchrer und Platzverweise."},"content":{"rendered":"<h1><strong>Wege in den Krieg<\/strong><\/h1>\n<h1><strong>\u00dcber Wortf\u00fchrer und Platzverweise<\/strong><\/h1>\n<p>Mit einer Aktualisierung bez\u00fcglich des Post vom Mainzer-Fu\u00dfballspieler Anwar El Ghazi.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Man verbrennt heute keine B\u00fccher mehr. Das ist \u201eaus der Zeit gefallen\u201c \u2013 wie der Pazifismus, wenn man den SPD-F\u00fchrern Glauben schenken will. Das hat ganz wenig damit zu tun, dass man \u201egef\u00e4hrliches Wissen\u201c nicht ausl\u00f6schen will, sondern mit den modernen Zeiten, die angepasste Methoden verlangen. Dazu z\u00e4hlt \u201e<em>Shadow Banning<\/em>\u201c, weitaus effektiver als \u00f6ffentliche B\u00fccherverbrennungen. Aber auch eine ganz alte Methode: Die Macht der Worte nicht aus der Hand geben.<\/p>\n<h2><strong>\u00d6ffentlich-rechtliche Wortanweiser und Sprachf\u00fchrer<\/strong><\/h2>\n<p>In den ersten Tagen nach dem gewaltsamen Ausbruch aus dem Gaza-Gef\u00e4ngnis Anfang Oktober 2023 wurden wahrscheinlich auch die \u00f6ffentlich-rechtlichen Anstalten vom nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehaltenen \u00fcberrascht. Denn sie kennen recht genau die Situation in Gaza. Das bezieht sich nicht nur auf die katastrophalen Lebensverh\u00e4ltnisse f\u00fcr die \u00fcber zwei Millionen Bewohnerinnen. Sie wissen auch, dass Gaza ein von Israel gef\u00fchrtes Freiluftgef\u00e4ngnis ist. Man kann nicht raus, man ist wie in einem Gef\u00e4ngnis den \u201eW\u00e4rtern\u201c, also der israelischen Besatzungsmacht hilflos ausgeliefert. Eine Flucht ist so gut wie aussichtslos. Aber genau das passierte am 7. Oktober 2023. Hunderten gelang es, die Mauern zu \u00fcberwinden und \u00fcber 200 Geiseln zu nehmen, die sie bei ihrem R\u00fcckzug mit nach Gaza nahmen.<\/p>\n<p>In den deutschen Medien war in den ersten Tagen von militanten Pal\u00e4stinensern bzw. militanten Hamas-K\u00e4mpfern die Rede. Doch dann wurden sie aus dem Sprachverkehr gezogen. Seitdem ist in allen \u00f6ffentlich-rechtliche-privaten Medien nur noch von \u201eHamas-Terroristen\u201c die Rede.<\/p>\n<p>Ein synchronisierter Zufall?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Strategiepapier der ARD mit Stand vom 18.10.2023 belegt dies: \u201e<em>Glossar Berichterstattung Nahostkonflikt. Zur internen Nutzung.<\/em>\u201c Nat\u00fcrlich wei\u00df auch die ARD um die Macht der Bilder. Sie wei\u00df aber auch um die Macht der Worte. Worte k\u00f6nnen Lotsen sein, die zum Nach- und Weiterdenken anregen.<\/p>\n<p>Damit die Worte die \u201erichtige\u201c Lotsenfunktion erf\u00fcllen, haben ARD-Mitarbeiter diesen Glossar zum \u201eNahostkonflikt\u201c erstellt. Darin geht es um die \u201erichtigen\u201c Begriffe, die das erw\u00fcnschte \u201eVerst\u00e4ndnis\u201c bef\u00f6rdern sollen.<\/p>\n<p>Wie manipulativ dieser Vorgang ist, wissen die Macher sehr wohl. Deshalb schreiben sie auch etwas f\u00fcrs schlechte Gewissen rein, wenn sie betonen, dass das alles nur Anregungen und Hilfestellungen seien.<\/p>\n<h2><strong>Die \u201eAG Sprache\u201c<\/strong><\/h2>\n<p>Wirklich bemerkenswert ist dabei, was den ARD-Sprachf\u00fchrern gerade jetzt besonders wichtig ist. Wie gesagt: Die ARD-Mitarbeiter kennen den \u201eIsrael-Pal\u00e4stina\u201c-Konflikt nicht erst seit dem 7. Oktober 2023. Ohne das \u201edavor\u201c, ohne den Kontext ist er beliebig konturierbar. Und genau darum geht es diesem ARD-Glossar: Man will, man muss Zusammenh\u00e4nge kappen. Man muss Gedankeng\u00e4nge verstopfen bzw. zusch\u00fctten, die auf der Hand liegen.<\/p>\n<p>Es ist also ganz und gar kein Zufall, dass es den ARD-Wortf\u00fchrer auch um bestimmte Worte geht. Ganz oben auf der Agenda steht naheliegender Weise das Wort \u201eKrieg\u201c.<\/p>\n<p>Man hat beim diesem Wording bereits viel \u00dcbung. So gibt es das Wort \u201eAngriffskrieg\u201c in der medialen Dauerbeschallung erst mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022. Davor waren Kriege, die man gut fand, die man unterst\u00fctzt hatte, \u201ehumanit\u00e4re Interventionen\u201c oder \u201eLuftkampagnen\u201c oder f\u00fcr ganz Einf\u00e4ltige \u201egerechte\u201c Kriege. Auch der von Israel gewonnene \u201e6-Tage-Krieg\u201c 1967 nannte man in Deutschland besonders gerne \u201eBlitzkrieg\u201c \u2013 was ein Angriffskrieg war.<\/p>\n<p>Zum \u201eKrieg\u201c machen sich also die ARD-Wortf\u00fchrer folgende Gedanken:<\/p>\n<p><em>(\u2026) nach unserem Austausch in der 10:30 Uhr heute noch mal ein Blick auf die Formulierungen in der Berichterstattung \u00fcber Nahost. Wie bereits gestern geschrieben, m\u00fcssen wir das von Tag zu Tag anschauen, beispielsweise ob und wie wir das Wort \u201eKrieg\u201c verwenden. Heute gibt es diese Hinweise und Bitten: <\/em><\/p>\n<p><strong><em>Wir sprechen weiterhin von \u201eAngriff\/en aus Gaza auf Israel\u201c oder \u201eTerrorangriff\/e auf Israel\u201c. Es kann aber auch \u201eKrieg gegen Israel\u201c verwendet werden. (&#8230;)<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Bitte passt auch auf, wie wir das Wort \u201eAngriff\u201c genau verwenden: In dieser Situation sind es \u201eGegenangriffe von Israel auf Gaza\u201c. Es ist verk\u00fcrzt zu sagen oder schreiben \u201eAngriffe auf Israel und Gaza\u201c.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Man will es also unbedingt festklopfen und in die K\u00f6pfe der Menschen h\u00e4mmern: Israel wird angegriffen, Israel ist dem Terror ausgeliefert. Was Israel jetzt (und immer) macht, sind \u201eGegenangriffe\u201c. Damit soll klargestellt werden, dass sich Israel nur verteidigt, selbst wenn fremdes Land okkupiert und dem Erdboden gleichgemacht wird. W\u00e4hrend also Israel nach diesem Sprachgebrauch alles Recht auf seiner Seite hat, muss die Gegenseite m\u00f6glichst vollkommen \u201erechtlos\u201c sein.<\/p>\n<p>Das w\u00fcrde aber in dem Wort von \u201e(militanten) Hamas-K\u00e4mpfern\u201c nicht durchscheinen. Im Gegenteil: Wenn es sich um \u201eK\u00e4mpfer\u201c handelt, dann k\u00f6nnte man auf den Gedanken kommen, dass diese ein Recht haben, zu k\u00e4mpfen. Die \u201eAG Sprache\u201c wei\u00df nat\u00fcrlich um dieses (international verbriefte) Recht: Wer in einem besetzten Land lebt, unter Besatzung leidet, der hat ein Recht, sich zu verteidigen, auch bewaffnet. Sie werden also nach UN-Recht als \u201eK\u00e4mpfer\u201c anerkannt und genie\u00dfen einen Kombattanten-Schutz. Aber genau diesen Gedanken-Gang will die \u201eAG-Sprache\u201c auf jeden Fall zumauern. Dabei wird sie sehr deutlich und ganz nebenbei verr\u00e4t sie, wie ihre \u201eEmpfehlungen\u201c gemeint sind:<\/p>\n<p><strong><em>Hamas-\u201eK\u00e4mpfer\u201c bitte vermeiden!<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Wie bereits von der Chefredaktion festgelegt, sollten wir nicht euphemistisch von Hamas\u201eK\u00e4mpfern\u201c, sondern von Terroristen schreiben und sprechen. Als Synonyme bieten sich \u201emilitante Islamisten\u201c, \u201emilitante Pal\u00e4stinenser\u201c. \u201eTerrormiliz\u201c oder \u00e4hnliches an. <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wahrscheinlich wird es den ARD-Mitarbeitern gar nicht aufgefallen sein, wenn sie diese \u201eEmpfehlungen\u201c lesen und wie Dienstanweisung devot umsetzen. Was eingangs explizit als freundlicher Service angeboten wird, ist im Kern eine Chefanweisung.<\/p>\n<p>Das ARD-Wording hat eine eindeutige Aussage: Man will aus \u201eK\u00e4mpfern\u201c unbedingt \u201eTerroristen\u201c machen, und sie damit vogelfrei machen.<\/p>\n<p>Dass \u201eK\u00e4mpfer\u201c auch Terror ver\u00fcben k\u00f6nnen (wozu auch die Geiselnahme von Zivilisten geh\u00f6rt), steht dabei au\u00dfer Frage. Das beweisen viele Armeen auf dieser Welt.<\/p>\n<p>Das \u00e4ndert jedoch nichts daran, dass ein (bewaffneter) Widerstand gegen eine Besatzungsmacht legitim ist und die Aufrechterhaltung einer Besatzung gegen internationales Recht verst\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>Dass es keine Mutma\u00dfung ist, wenn ich sage, dass die \u201eAG-Sprache\u201c gegen ihr eigenes Wissen handelt, beweist ein kleiner Absatz in der \u201eARD Begriffsdatenbank\u201c, unter der Rubrik \u201eHamas\u201c versteckt:<\/p>\n<p><em>Die UNO spricht nicht von Terroristen, sondern von &#8222;bewaffneten Gruppen&#8220;. Die Chefsprecherin des UNO-Menschenrechtsb\u00fcros, Ravina Shamdasani, sagte am 11.10.23 der Deutschen PresseAgentur in Genf: &#8222;Dies ist eine bewusste Wortwahl. Im Zusammenhang mit bewaffneten Konflikten definiert das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht den Begriff Terrorismus nicht. Wir sprechen deshalb von bewaffneten Gruppen. Bewaffnete Gruppen sind klar definiert, und sie haben die Verpflichtung, das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht einzuhalten. Die Gewalt zwischen Israel und Gaza passiert im Kontext eines bewaffneten Konflikts und in einer Besatzungssituation. Hamas f\u00e4llt unter das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht, weil es als bewaffnete Gruppe Teil des Konflikts ist.&#8220;<\/em><\/p>\n<h2><strong>Platzverweise<\/strong><\/h2>\n<p>Dass \u00f6ffentlich-rechtliche Anstalten einen \u201eBildungsauftrag\u201c haben, also f\u00fcr eine \u201emarkt-gerechte\u201c Wahrnehmung der Welt sorgen sollen, kann man gerade mit Blick auf diese \u201eAG-Sprache\u201c nicht in Abrede stellen. Ob sie dabei eher Orwell gerecht wird, als dem Prinzip der Aufkl\u00e4rung, darf hier ganz offen bleiben.<\/p>\n<p>Wie man an den kapitalgedeckten Medien sieht, funktioniert diese freiwillige Gleichschaltung. Denn was ich hier der \u201eAG-Sprache\u201c entgegenhalte, ist keine revolution\u00e4re Zumutung, sondern die Ber\u00fccksichtigung und Anwendung des UN-V\u00f6lkerrechts. In dem genannten ARD-Glossar taucht nicht einmal das Wort UN-Recht oder UN-Charta auf.<\/p>\n<p>Aber es gibt eben doch Ausrei\u00dfer, manchmal sogar prominente Ausrei\u00dfer. Dazu geh\u00f6ren auch Bundesligaspieler. Eigentlich Lieblinge von vielen Deutschen, wenn sie nur Fu\u00dfball spielen \u2026 und in diesem Fall Tore schie\u00dfen.<\/p>\n<p>Aber wenn sie sich nicht \u201emarktgerecht\u201c verhalten, dann h\u00f6rt der Spa\u00df auf. Wie im Fall des Mainzer-Fu\u00dfballspieler Anwar El Ghazi:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Fu\u00dfball-Bundesligist<\/em><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/thema\/mainz_05\/\"><em> FSV Mainz 05<\/em><\/a><em> hat den Vertrag mit Profi Anwar El Ghazi nach dessen antiisraelischen Beitr\u00e4gen in den sozialen Medien beendet. Dem Niederl\u00e4nder sei am Freitag \u00bbmit sofortiger Wirkung gek\u00fcndigt\u00ab worden, teilte der Klub am Freitagabend mit. Der Verein reagiere mit dieser Ma\u00dfnahme auf die \u00c4u\u00dferungen und Posts des Spielers in den sozialen Medien, hie\u00df es weiter.<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>Zuvor war bekannt geworden, dass die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz ein Ermittlungsverfahren gegen El Ghazi eingeleitet hatte. Das hatte die Generalstaatsanwaltschaft auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes best\u00e4tigt. \u00bbGegen den Beschuldigten besteht nach unserer Bewertung der Anfangsverdacht der St\u00f6rung des \u00f6ffentlichen Friedens durch Billigen von Straftaten in Tateinheit mit Volksverhetzung durch Verbreiten eines Inhalts\u00ab, teilte die Koblenzer Generalstaatsanwaltschaft mit. (spiegel.de vom 4.11.2023)<\/em><\/p>\n<p>Es gehe um \u201eantiisraelische\u201c \u00c4u\u00dferungen, in anderen Medien werden sie als \u201epropal\u00e4stinensische\u201c markiert. Meist bekommt man als \u201eBeweis\u201c nur Halbs\u00e4tze und ganz viel Ausdeutungen pr\u00e4sentiert. Man muss sich also halbwegs anstrengen, um herauszubekommen, was El Ghazi gesagt bzw. geschrieben hatte.\u00a0Was bis heute nicht in G\u00e4nze vorgelegt wurde, findet sich als Post von <em>Anwar El Ghazi <\/em>hier:<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-13750 size-post-thumbnail\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Mainz-05-Statement-2023.jpg?resize=700%2C435&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"435\" \/><\/p>\n<p>Haltloser kann diese Hexenjagd nicht sein.<\/p>\n<h2><strong>Wessen Existenzrecht wird in Frage gestellt?<\/strong><\/h2>\n<p>El Ghazi hatte Mitte Oktober in einem dann wieder gel\u00f6schten Instagram-Beitrag geschrieben: <em>\u201eVom Fluss bis zum Meer, Pal\u00e4stina wird frei sein.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die ZDF-Redaktion will dies so verstehen: \u201eGemeint ist, dass sich Pal\u00e4stina vom Jordan bis zum Mittelmeer ausdehnen sollte. Damit wird Israel gewisserma\u00dfen das Existenzrecht abgesprochen.\u201c (zdf.de vom 3.11.2023)<\/p>\n<p><strong>Gewisserma\u00dfen. Ach ja. Na klar!<\/strong><\/p>\n<p>Das wissen alle halb- und viertelgare medialen \u201eStaatsanw\u00e4lte\u201c in den Medien? Auf die Idee zu kommen, ihn zu fragen, wie er es gemeint hat, kommen die umherschweifenden Selfmade-Richter nicht. Und selbstverst\u00e4ndlich reicht der Hinweis auf ein generalstaatliches Ermittlungsverfahren wegen des \u201eAnfangsverdacht der St\u00f6rung des \u00f6ffentlichen Friedens durch Billigen von Straftaten in Tateinheit mit Volksverhetzung\u201c.<\/p>\n<p><em>\u201eVom Fluss bis zum Meer, Pal\u00e4stina wird frei sein.\u201c<\/em> Ich wei\u00df nicht, welche Bedeutung man diesem Spruch geben kann. Ich wei\u00df nur eines: Mit \u201egewisserma\u00dfen\u201c will man den Angeklagten gar nicht erst fragen, schon gar nicht zu Wort kommen lassen. Man betreibt Selbstjustiz.<\/p>\n<p>Dieselben, die gewisserma\u00dfen, also fabulieren, was diese Parole bedeutet, regen sich nicht, wenn es in der israelischen Regierung Koalitionspartner gibt, die Israel in \u201ebiblischen\u201c Grenzen verorten. Dieses \u201eGro\u00dfisrael\u201c (Eretz Israel) erstreckt sich \u201evom Euphrat bis zum Nil\u201c. Das hei\u00dft, dass es in diesem Selbstverst\u00e4ndnis gar kein Pal\u00e4stina (mehr) gibt.<\/p>\n<p>Was El Ghazi mit dem zitierten Spruch meint, wissen wir nicht. Aber wir wissen sehr genau, was die Netanjahu-Regierung seit Jahren betreibt. Sie kommt Jahr f\u00fcr Jahr diesem religi\u00f6sen Wahnsinn n\u00e4her, was in der Siedler-Politik (im Westjordanland) seinen Ausdruck findet. Wenn also jemand ideologisch und mithilfe nackter Gewalt ein Existenzrecht mit F\u00fcssen tritt, dann ist das Existenzrecht Pal\u00e4stinas. Und das muss man nicht gedanklich selbstsuggestiv ableiten, sondern anhand der Fakten als evident begreifen.<\/p>\n<h2><strong>Anfangsverdacht der Volksverhetzung<\/strong><\/h2>\n<p>Ich habe auch einen Anfangsverdacht, bei dem der Anfang lange, sehr lange zur\u00fcckliegt. Wenn man in Gaza mit \u00fcber zwei Millionen Menschen von \u201eHamas-Terroristen\u201c spricht, die man \u201eausl\u00f6schen\u201c will, dann erf\u00fcllt das nicht den Straftatbestand der Volksverhetzung?<\/p>\n<p>Wenn deutsche Politiker unentwegt eine Regierung unterst\u00fctzen, die seit Jahrzehnten das V\u00f6lkerrecht bricht, besetzte Gebiete nicht r\u00e4umt, sondern ausbaut, also unbelehrbar ist und als Wiederholungst\u00e4ter in Erscheinung tritt, dann st\u00f6ren doch deutsche Politiker den \u201e\u00f6ffentlichen Frieden\u201c in massiver Form? Oder gibt es bereits eine Rechtsprechung A und B?<\/p>\n<p>El Ghazi hat sich nach dem Rausschmiss kurz und knapp ge\u00e4u\u00dfert:<\/p>\n<p><em>\u201eStehe f\u00fcr das ein, was richtig ist, auch wenn du alleine dastehst\u201c, meinte El Ghazi auf Instagram: \u201eDer Verlust meines Lebensunterhalts ist nichts im Vergleich zu der H\u00f6lle, der die Unschuldigen und Schutzbed\u00fcrftigen im Gaza ausgesetzt wurden.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Ich habe gro\u00dfen Respekt vor dieser Haltung.<\/p>\n<h2><strong>Keine Macht f\u00fcr niemand<\/strong><\/h2>\n<p>Inmitten dieser dystopischen Zeiten, die eigentlich keine Zukunft kennt und hat, sondern nur verschiedene Vergangenheitsformen, ist die Ank\u00fcndigung der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) ein Lichtstrahl durch vernagelte Fester und K\u00f6pfe.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend viele schweigen und sich in die Schutzbunker der kleinen Lebenswelten zur\u00fcckziehen, andere dar\u00fcber streiten, ob eine Karikatur von Partei, das \u201eB\u00fcndnis Sahra Wagenknecht \u2013 f\u00fcr Vernunft und Gerechtigkeit\u201c der neue und letzte Parteientypus sein wird, bevor man das Parteiensystem ganz aufl\u00f6st, will die RLS \u00fcber neue Formen gesellschaftlicher Teilhabe bzw. Selbstorganisation diskutieren: \u00dcber die Idee der R\u00e4te und ihre praktische Umsetzung:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eDie Idee der R\u00e4te als eine viel demokratischere Form der politischen Partizipation wieder in die Debatte zu bringen, das ist der Hintergedanke der Konferenz,\u201c sagte Krunoslav Stojakovi\u0107 vom Europareferat der RLS dazu.<\/em><\/p>\n<p>Anstatt also zu diskutieren, wie rechts man sein muss, um rechts zu verhindern, verlassen die RLS-Organisatoren dieses Rennen in den Abgrund und werfen wieder eine Utopie in den Raum. Das genau in dieser Zeit zu tun, geb\u00fchrt gro\u00dfen Respekt.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eDabei soll der urlinke Ansatz der R\u00e4te-Demokratie aber nicht nur in der Theorie im \u00fcblichen Panel-Format besprochen, sondern gleich durch ein Rollenspiel in die Praxis umgesetzt werden. \u201aDer Donnerstagabend wird der Mittelpunkt der sein\u2018, so Stojakovi\u0107. \u201aDaf\u00fcr haben wir mit dem Theaterregisseur Alexander Karschnia zusammengearbeitet, der den Abend unter dem Schlagwort Keine Macht f\u00fcr niemanden oder alle Macht den R\u00e4ten? kuratiert. (ND vom 07.11.2023)<\/em><\/p>\n<h2><strong>Kein Schuss, eine Platzpatrone<\/strong><\/h2>\n<p>Doch bevor der Theaterregisseur Alexander Karschnia sein St\u00fcck in Szene setzen kann, toppt ihn ein geradezu surrealistisches Theater \u2013 ohne Vorhang und B\u00fchne. Zu den vielen Panels rund um die Frage der \u201eR\u00e4te\u201c wurde unter anderen der ehemalige Labor-Chef Jeremy Corbyn eingeladen.<\/p>\n<p>Aber dann gr\u00e4tschte Lena Fuchs, Pressesprecherin f\u00fcr den Veranstaltungsort, <em>die Volksb\u00fchne<\/em> dazwischen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eAufgrund der Haltung, die Jeremy Corbyn aktuell zum Nahost-Konflikt vertritt, haben wir entschieden, ihm keine \u00d6ffentlichkeit in der Volksb\u00fchne zu bieten.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Jeremy Corbyn l\u00e4sst in seinen letzten \u00c4u\u00dferungen zum Gaza-Pal\u00e4stina-Krieg keine Zweifel daran, dass Kriegsverbrechen Kriegsverbrechen sind, <em>egal<\/em>, wer sie begeht. Aber genau das ist zu viel in der Kriegsverbrecherszene. Und nat\u00fcrlich darf es in Deutschland \u201ekeine \u00d6ffentlichkeit\u201c dazu geben, dass der Staat Israel seit seiner Gr\u00fcndung alle UN-Resolutionen missachtet, die die Aufgabe der besetzten Gebiete fordert \u2013 und das im Schutz des Welthegemons und seiner Verb\u00fcndeten.<\/p>\n<p>Und was sagt die RLS-Kongressleitung dazu:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eEr wird \u201aaufgrund der aktuellen Ereignisse im Nahen Osten leider nicht teilnehmen\u2018, erkl\u00e4rte Krunoslav Stojakovi\u0107. Die pro-pal\u00e4stinensischen Positionen seien aufgrund des aktuellen Krieges zwischen Israel und Gaza zu einem Problem geworden, wie Stojakovi\u0107 weiter erl\u00e4uterte.\u201c (ND, s.o.)<\/em><\/p>\n<p>Verwaschener und wachsweicher kann eine Reaktion nicht sein. Abgesehen davon, dass Jeremy Corbyn m\u00f6glicherweise mehr Zustimmung in Israel erh\u00e4lt, als in Gaza, w\u00e4re es doch Aufgabe einer Stiftung, die den Namen Rosa Luxemburg tr\u00e4gt, \u00fcber eine Antikriegsposition nachzudenken, die den Namen der Stiftung verdient:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eSieg oder Niederlage kommt unter diesen Umst\u00e4nden (imperiale, reaktion\u00e4re Kriegsparteien auf beiden Seiten im Ersten Weltkrieg, d.V.) f\u00fcr die europ\u00e4ische Arbeiterklasse in politischer genau wie in \u00f6konomischer Beziehung auf die hoffnungslose Wahl zwischen zwei Trachten Pr\u00fcgel hinaus. Es ist deshalb nichts als ein verh\u00e4ngnisvoller Wahn, wenn die franz\u00f6sischen Sozialisten vermeinen, durch milit\u00e4rische Niederwerfung Deutschlands dem Militarismus oder gar dem Imperialismus aufs Haupt zu schlagen und der friedlichen Demokratie die Bahn in der Welt zu brechen. Der Imperialismus und in seinem Dienste der Militarismus kommen vielmehr bei jedem Siege und bei jeder Niederlage in diesem Kriege vollauf auf ihre Rechnung, ausgenommen den einzigen Fall: wenn das internationale Proletariat durch seine revolution\u00e4re Intervention einen dicken Strich durch jene Rechnung macht.\u201c (\u201eJunius-Brosch\u00fcre\u201c, 1915)<\/em><\/p>\n<p>Stattdessen macht sich die RLS indirekt zur F\u00fcrsprecherin der \u201epro-israelischen\u201c Seite, die anscheinend kein \u201eProblem\u201c darstellt.<\/p>\n<p>Alle Macht der Feigheit.<\/p>\n<h2><strong>\u201eSp\u00e4ter war es zu sp\u00e4t.\u201c (Erich K\u00e4stner)<\/strong><\/h2>\n<p>Ich ordnete ganz lang Erich K\u00e4stner als beliebten Kinderbuchautor ein. Da ich aber als Kind keine Kinderb\u00fccher las, blieb er mir weitgehend unbekannt. So auch seine ber\u00fchmten Kinderb\u00fccher \u201eEmil und die Detektive\u201c und \u201eDas doppelte Lottchen\u201c. Dass er auch zu den wenigen geh\u00f6rte, die \u00fcber die 1920 und 1930er Jahren nachdachten und sich und seinesgleichen fragte, warum sie damals still und stumm geblieben waren, ist ein gro\u00dfer Verdient.<\/p>\n<p>Er musste dabei zwei hohe H\u00fcrden \u00fcberspringen: Zum einen die Tatsache, dass er zwar Gegner der Nazis war, aber sich v\u00f6llig ohnm\u00e4chtig f\u00fchlte, dagegen aufzubegehren. Er blieb sitzen, im wahrsten Sinne des Wortes, w\u00e4hrend alle um ihn herum aufstanden und im Zuge einer Boxveranstaltung Nazilieder br\u00fcllten.<\/p>\n<p>Auch als in Berlin, am 10. Mai 1933 in aller \u00d6ffentlichkeit B\u00fccher verbrannt wurden, darunter auch seine, tat er nichts, um dies zu verhindern: \u201eIch war nur passiv geblieben. [&#8230;] Ich hatte angesichts der Scheiterhaufen nicht aufgeschrien. Ich hatte nicht mit der Faust gedroht. Ich hatte sie nur in der Tasche geballt.\u201c<\/p>\n<p>Er blieb stumm, als viele tausend Menschen als Schaulustige und Claqueure die \u201eFeuerspr\u00fcche\u201c bejubelten, bevor dann die B\u00fccher verbrannt wurden:<\/p>\n<ul>\n<li><em>\u201eGegen Klassenkampf und Materialismus, f\u00fcr Volksgemeinschaft und idealistische Lebensauffassung. Ich \u00fcbergebe dem Feuer die Schriften von Karl Marx und Kautsky.\u201c<\/em><\/li>\n<li><em>\u201eGegen Dekadenz und moralischen Verfall! F\u00fcr Zucht und Sitte in Familie und Staat! Ich \u00fcbergebe dem Feuer die Schriften von Heinrich Mann, Ernst Glaeser und Erich K\u00e4stner.\u201c<\/em><\/li>\n<li><em>\u201eGegen literarischen Verrat am Soldaten des Weltkrieges, f\u00fcr Erziehung des Volkes im Geiste der Wehrhaftigkeit! Ich \u00fcbergebe dem Feuer die Schriften des Erich Maria Remarque.\u201c<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Er stahl sich davon.<\/p>\n<p>Die zweite H\u00fcrde, die nicht ganz so hoch war wie die 1933, befindet sich im Nachkriegsdeutschland. Schweigt man weiterhin \u00fcber diese Ohnmacht, die eigene Schmach? Schreibt man dar\u00fcber, dass man kein Held war, kein Widerstandsk\u00e4mpfer, obwohl man die Nazis hasste? Schreibt man dar\u00fcber, was man tun kann und muss, um so etwas zu verhindern?<\/p>\n<p>Erich K\u00e4stner tat dies \u2013 mit einer eindrucksvollen Klarheit, die einen besch\u00e4men, ber\u00fchren muss \u2026 sollte. Denn man sp\u00fcrt aus seinen Worten heraus, dass sie f\u00fcr die Gegenwart bestimmt sind, f\u00fcr unsere Gegenwart, mit Blick auf das, was wir nicht tun, was wir tun.<\/p>\n<p>Am 10. Mai 1958 sprach Erich K\u00e4stner in einer Gedenkrede in Hamburg bei der Tagung des PEN Deutschland anl\u00e4sslich des 25. Jahrestages der B\u00fccherverbrennung genau dar\u00fcber:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eDie Ereignisse von 1933 bis 1945 h\u00e4tten sp\u00e4testens 1928 bek\u00e4mpft werden m\u00fcssen. Sp\u00e4ter war es zu sp\u00e4t. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist. Man muss den rollenden Schneeball zertreten. Die Lawine h\u00e4lt keiner mehr auf. Sie ruht erst, wenn sie alles unter sich begraben hat. Das ist die Lehre, das ist das Fazit dessen, was uns 1933 widerfuhr. Das ist der Schluss, den wir aus unseren Erfahrungen ziehen m\u00fcssen, und es ist der Schluss meiner Rede. Drohende Diktaturen lassen sich nur bek\u00e4mpfen, ehe sie die Macht \u00fcbernommen haben.\u201d<\/em><\/p>\n<p>Wolf Wetzel\u00a0 14.11.2023<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"eV3MXv806V\"><p><a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kolumnen\/kohlhaas-unchained\/wege-in-den-krieg\/\">Wege in den Krieg<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Wege in den Krieg&#8220; &#8212; \" src=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kolumnen\/kohlhaas-unchained\/wege-in-den-krieg\/embed\/#?secret=X0oqVVGndY#?secret=eV3MXv806V\" data-secret=\"eV3MXv806V\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong><u>Quellen und Hinweise:<\/u><\/strong><\/p>\n<p><em>44 Seiten Sprachregelung der ARD zum Nahostkonflikt \u2013 ein unglaublicher Skandal<\/em>, Albrecht M\u00fcller\/NDS vom 27. Oktober 2023: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105894\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=105894<\/a><\/p>\n<p><em>RLS-Konferenz: Alle Macht den R\u00e4ten. Die Konferenz \u201aEuropa den R\u00e4ten\u2018 der Rosa-Luxemburg-Stiftung will Europa radikal neu denken \u2013 ohne Jeremy Corbyn<\/em>: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1177558.eu-wahlen-rls-konferenz-alle-macht-den-raeten.html\">https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1177558.eu-wahlen-rls-konferenz-alle-macht-den-raeten.html<\/a><\/p>\n<p><em>Volksb\u00fchne l\u00e4dt den ehemaligen Labour-Chef Jeremy Corbyn aus \u2013 der helle Wahnsinn<\/em>, NDS vom 7. November 2023: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106312#more-106312\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=106312#more-106312<\/a><\/p>\n<p><em>\u201eIch verurteile die Gewalt gegen alle Zivilisten\u201c<\/em>, Jeremy Corbyn 2023: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/jeremy-corbyn-ich-verurteile-die-gewalt-gegen-alle-zivilisten\">https:\/\/jacobin.de\/artikel\/jeremy-corbyn-ich-verurteile-die-gewalt-gegen-alle-zivilisten<\/a><\/p>\n<p><em>\u201eJeremy Corbyn wurde vom &#8222;Europa der R\u00e4te&#8220;-Kongress ausgeladen. Dagegen haben Ines Schwerdtner, Raul Zelik und ich ein Statement geschrieben. Ines und Raul werden unsere Kritik in den Kongress tragen, ich aber sage meine Teilnahme aus Protest komplett ab: <\/em><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/permalink.php?story_fbid=pfbid0319ss8vKSPpG5fhriRJM8hV4WjynJA5ktwc535XGRVBGV2zLbKhHRhj2uUzGoXmT1l&amp;id=100009892711258&amp;notif_id=1699615344415487&amp;notif_t=feedback_reaction_generic&amp;ref=notif\"><em>https:\/\/www.facebook.com\/permalink.php?story_fbid=pfbid0319ss8vKSPpG5fhriRJM8hV4WjynJA5ktwc535XGRVBGV2zLbKhHRhj2uUzGoXmT1l&amp;id=100009892711258&amp;notif_id=1699615344415487&amp;notif_t=feedback_reaction_generic&amp;ref=notif<\/em><\/a><\/p>\n<p><em>\u00dcber das Verbrennen von B\u00fcchern, <\/em>Erich K\u00e4stner<em>, <\/em>Atrium Verlag AG, Z\u00fcrich, 2013<\/p>\n<p><em>Der eliminatorische Nationalismus<\/em>, Wolf Wetzel, 2023: <a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2023\/10\/23\/der-eliminatorische-nationalismus\/\">https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2023\/10\/23\/der-eliminatorische-nationalismus\/<\/a><\/p>\n<p><em>Die verlorene Unschuld \u2013 zum Teufel mit den Opfern. Eine Auseinandersetzung mit linken Positionen zu Israel<\/em>, Wolf Wetzel, 2001: <a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2001\/04\/09\/die-verlorene-unschuld-zum-teufel-mit-den-opfern\/\">https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2001\/04\/09\/die-verlorene-unschuld-zum-teufel-mit-den-opfern\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Views: 385<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man verbrennt heute keine B\u00fccher mehr. Das ist \u201eaus der Zeit gefallen\u201c \u2013 wie der Pazifismus, wenn man den SPD-F\u00fchrern Glauben schenken will. \u201eShadow Banning\u201c ist heute effektiver als \u00f6ffentliche B\u00fccherverbrennungen. 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