{"id":13473,"date":"2023-07-25T16:23:22","date_gmt":"2023-07-25T14:23:22","guid":{"rendered":"https:\/\/wolfwetzel.de\/?p=13473"},"modified":"2023-08-11T15:59:06","modified_gmt":"2023-08-11T13:59:06","slug":"wenn-kabarettisten-von-bord-gehen-und-abtruennige-ueber-bord-geworfen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2023\/07\/25\/wenn-kabarettisten-von-bord-gehen-und-abtruennige-ueber-bord-geworfen-werden\/","title":{"rendered":"Wenn Kabarettisten von Bord gehen und Abtr\u00fcnnige \u00fcber Bord geworfen werden."},"content":{"rendered":"<h1><strong>Wenn Kabarettisten von Bord gehen und Abtr\u00fcnnige \u00fcber Bord geworfen werden.<\/strong><\/h1>\n<h3>Teil I<\/h3>\n<p><em>Zensur, Auftrittsverbote, Hetzkampagnen und Kriminalisierungen von st\u00f6renden bis oppositionellen Meinungen gab es schon immer \u2013 sagen einige. Das stimmt. Ist also das, was wir mit dem Corona-Ausnahmezustand erlebt haben und was sich mit dem Krieg gegen Russland verst\u00e4rkt hat, dasselbe?<\/em><\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-13476 size-medium\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Entfernung-Zensur-Adaption.jpg?resize=300%2C157&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"157\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Entfernung-Zensur-Adaption.jpg?resize=300%2C157&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Entfernung-Zensur-Adaption.jpg?resize=1024%2C537&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Entfernung-Zensur-Adaption.jpg?resize=768%2C403&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Entfernung-Zensur-Adaption.jpg?w=1125&amp;ssl=1 1125w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Meine These lautet: Nicht die Zensur ist das Besondere, auch nicht die angewandten Methoden, sondern der Personenkreis, der dadurch mundtot gemacht werden soll.<\/em><\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2><strong>Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie f\u00fchren kann<\/strong><\/h2>\n<p>Einige kennen diesen Roman von Heinrich B\u00f6ll als \u201eWeltliteratur\u201c. Wer in den 1970er Jahren die Welt entdeckt hatte, der hat neben dem Roman, vor allem das Geschrei um das Buch und seine Verfilmung in Erinnerung. Die \u00f6ffentlich-rechtlichen Laufstallmedien liefen Sturm gegen diese Art der Verarbeitung der \u201ebleiernen Zeit\u201c, die Mitte der 1970er Jahre in Deutschland herrschte. Damals hie\u00df das Virus nicht \u201eCovid 19\u201c, sondern \u201eRAF\u201c (Rote-Armee-Fraktion).<\/p>\n<p>Und so wenig zahlreiche einschneidende Ma\u00dfnahmen etwas mit Gesundheitspolitik zu tun hatten, so wenig galten zahlreiche staatliche Ma\u00dfnahmen nur der RAF. Man wollte alles darum \u201eaustrocknen\u201c, den sogenannten Sympathisantensumpf und wollte en passant all die zum Verstummen bringen, die dem Staat damals ein Dorn im Auge waren. Und das waren damals, in den 1970er Jahren, ziemlich viele. Es war die Zeit nach \u201e68\u201c. Die einen wollten die Rebellion auf der Stra\u00dfe in einem \u201eMarsch durch die Institutionen\u201c umlenken (was weniger die Institutionen, vielmehr die Marschteilnehmer ver\u00e4nderte). Und ein nicht unerheblicher Teil wollte die Rebellion fortsetzen, wobei die Wege und Ziele sehr unterschiedlich waren, aus den \u201eErm\u00fcdungserscheinungen\u201c der 68er Konsequenzen zu ziehen.<\/p>\n<p>Dem \u201eMarsch durch die Institutionen\u201c sollte mit Berufsverboten der Zahn gezogen werden. Dem au\u00dferinstitutionellen Teil der Nach68er galt ein ganzes Arsenal an Repressionsma\u00dfnahmen, die man als Kampf gegen die RAF ausgab. Die innere Aufr\u00fcstung (der Polizei, der Geheimdienste, der Strafgesetzgebung) war die eine Seite. Aber es ging eben auch um die R\u00fcckeroberung der \u201eK\u00f6pfe\u201c, um das, was in ihnen vorging und wer dorthin Zugang bekommt.<\/p>\n<p>Die sich formierende \u201eNeue Linke\u201c wollte ganz viel wissen, wollte ganz viel Wissen wieder zug\u00e4nglich machen, was in den Jahrzehnten davor \u201everloren\u201c gegangen war. Linke Verlage schossen wie Pilze aus dem Boden. Zeitungen wurden gedruckt, Flugbl\u00e4tter verteilt, Schwarzdrucke hergestellt, also mit und ohne Impressum. Die \u201eBewusstseinsindustrie\u201c (Hans Magnus Enzensberger), in den H\u00e4nden staatlicher und privater Monopole, rang um ihre Vormachtstellung. Deshalb geh\u00f6rten damals Razzien gegen Buchl\u00e4den und Verlage zum Polizei-Alltag. Aus Buchladen- und Buchh\u00e4ndler-Betreibern wurden \u201e<em>geistige Brandstifter<\/em>\u201c oder einfach <em>\u201eHelfershelfer\u201c.<\/em><\/p>\n<p>Im Gro\u00dfen und Ganzen traf es Menschen, Gruppen, Initiativen und Bewegungen, die sich nicht abspeisen, nicht befrieden, sich nicht integrieren lassen wollten.<\/p>\n<p>Der Frage, wer macht mit, wer will das Erreichte aufs Spiel setzen und wer macht seinen Frieden mit dem, was 1977 in Form einer Krisenstab-Diktatur unter Helmut Schmidt (SPD) durchgesetzt werden sollte, mussten sich also auch jene stellen, die etwas zu verlieren hatten, die zum Staats-, Parteien- und Kulturensemble dazugeh\u00f6rten.<\/p>\n<p>Denn es war kaum zu \u00fcbersehen:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eUm Schmidts Handeln abzusichern, schuf die damalige Bundesregierung zwei Exekutivorgane, die von der Verfassung nicht vorgesehen und insofern weder legal noch legitim waren: Den<\/em> <em>kleinen und den gro\u00dfen Krisenstab, in denen w\u00e4hrend der Schleyer-Entf\u00fchrung alle Entscheidungen getroffen wurden<\/em>.\u201c (Wolfgang Kraushaar)<\/p>\n<p>Auch damals duckten sich viele kritische Geister weg. Man wollte nicht in die Schusslinie geraten und hielt sich raus. Denn wer das nicht tat, der lief Gefahr, in \u201egeistiger N\u00e4he\u201c zur RAF verortet zu werden.<\/p>\n<p>Dass ausgerechnet Heinrich B\u00f6ll, den man in den Arm geschlossen hatte, genau dies nicht tat, nahm man ihm sehr \u00fcbel.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>B\u00f6ll beschreibt in der Erz\u00e4hlung, wie eine bisher unbescholtene Frau, Katharina Blum, wegen ihrer Freundschaft zu einem Straft\u00e4ter Opfer der Sensationsgier der Boulevardpresse wird. Insbesondere geht es um die menschenverachtende Berichterstattung eines Blattes, das immer nur die ZEITUNG genannt wird. In einer Vorbemerkung erl\u00e4utert B\u00f6ll dazu:<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201ePersonen und Handlung dieser Erz\u00e4hlung sind frei erfunden. Sollten sich bei der Schilderung gewisser journalistischer Praktiken \u00c4hnlichkeiten mit den Praktiken der Bild-Zeitung ergeben haben, so sind diese \u00c4hnlichkeiten weder beabsichtigt noch zuf\u00e4llig, sondern unvermeidlich.\u201c (Wikipedia)<\/em><\/p>\n<p>\u201eDie Zeitung\u201c machte aus der Frau eine \u201eTerroristenbraut\u201c. Die Folgen waren vorhersehbar und gewollt. Sie bekommt anonyme Drohungen. Ihr gewohntes Umfeld bricht auseinander. Am Ende erschie\u00dft sie den Reporter.<\/p>\n<p>Hintergrund dieses Romans waren f\u00fcr Heinrich B\u00f6ll nicht nur eigene Erfahrungen, sondern auch die Treibjagd gegen den Professor Peter Br\u00fcckner, der unter anderem eine Kritik an der RAF nicht als Unterwerfungsgeste verstand, sondern als eine notwendige Form der Selbstreflexion dar\u00fcber, was wir selbst unter Protest und Widerstand verstehen.<\/p>\n<p>Die Reaktionen aus den politischen und medialen Machtzentren best\u00e4tigten auf be\u00e4ngstigende Weise den \u00e4u\u00dferst geringen fiktionalen Gehalt des Romans. Heinrich B\u00f6ll wurde quasi zum \u201eBandenmitglied\u201c der RAF gemacht:<\/p>\n<p><em>\u201eZweifellos hat B\u00f6ll zur Hoff\u00e4higmachung der Bande [gemeint war die RAF, d.V.] mehr beigetragen als irgend jemand. Und zu ihrer Ermutigung. Sein Buch schildert in der empfehlendsten Weise, wie ein \u201aBild\u2018-Reporter ermordet wird.\u201c (BILD)<\/em><\/p>\n<h2><strong>Documenta 15 in Kassel 2022 \u2013 Von Verh\u00fcllungen bis zum Verschwinden<\/strong><\/h2>\n<p>Eigentlich wollte man ziemlich liberal und offen sein. Man lud die indonesischen K\u00fcnstlergruppe <em>Ruangrupa<\/em> ein, die Documenta 15 mit zu gestalten. Dabei sollte das Thema Kolonialismus eigentlich nicht so das Problem sein. Schlie\u00dflich geh\u00f6rte es zum guten Ton, kritisch auf den (eigenen) Kolonialismus zur\u00fcckzublicken. Man gibt sogar ein bisschen Raubkunst zur\u00fcck und beweist, wie weit man es gebracht hat, wie lange das zur\u00fcckliegt. Das riesige Wandbild zeigt die Geschichte Indonesiens, vom Kolonialismus bis heute. Das war zu viel.<\/p>\n<p>Kaum war das gro\u00dfe Wandgem\u00e4lde aufgestellt, platzte die d\u00fcnne Blase des Liberalismus. Von unz\u00e4hligen Motiven hatte man sich an diesen gesto\u00dfen:<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-12606 size-medium\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Wandgemaelde-Documenta-II.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Wandgemaelde-Documenta-II.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Wandgemaelde-Documenta-II.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Wandgemaelde-Documenta-II.jpg?resize=120%2C80&amp;ssl=1 120w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Wandgemaelde-Documenta-II.jpg?w=800&amp;ssl=1 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es zeigt mehrere soldaten-\u00e4hnliche Wesen in Uniform. Hinter ihnen stehen oder fliegen Atomraketen. Die drei Soldaten tragen Helme und haben eine schweins\u00e4hnliche Nase.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Soldaten verk\u00f6rpern ganz offensichtlich die Einmischungen vom Ausland, die Unterst\u00fctzung f\u00fcr eine blutige Diktatur im Lande. Der erste Soldat tr\u00e4gt als Inschrift \u201e<em>Asia<\/em>\u201c, der zweite wird mit \u201e<em>Mossad<\/em>\u201c markiert und tr\u00e4gt ein Halstuch mit einem Davidstern darauf. Der dritte Soldat hat als Namenschild \u201e<em>Intel<\/em>\u201c, ziemlich leicht als Symbol f\u00fcr die wirtschaftliche Einmischung der USA zu dechiffrieren.<\/p>\n<p>Sofort erkannten die Experten, was daran anst\u00f6\u00dfig und untragbar ist: Ein angeblicher Antisemitismus. Dass es in dem Wandgem\u00e4lde um den Kolonialismus, um seine Profiteure, um seine Fortf\u00fchrung als Diktatur und seine Helfershelfer (wozu auch Israel und der israelische Geheimdienst z\u00e4hlten), also um die Kontinuit\u00e4t von Kolonialismus und \u201eEntkolonialisierung\u201c, sollte mit der Abdeckplane \u201eAntisemitismus\u201c zum Verschwinden gebracht werden. Wie zu allen Zeiten diskutierte man nicht mit der Gruppe, schon gar nicht \u00f6ffentlich, sondern im Post-Kolonialstiel: Das Bild wurde erst verh\u00fcllt. Dann gab es den Vorschlag an die K\u00fcnstlergruppe Taring Padi, es \u201enachzuarbeiten\u201c, in Form einer freiwilligen Teilverh\u00fcllung. M\u00f6glicherweise erkannten die Anweiser, dass man dadurch noch mehr den unversch\u00e4mten Eingriff erkennen w\u00fcrde. Damit war diese Idee schnell vom Tisch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-12609 size-medium\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Wandgemaelde-documenta-IV.jpg?resize=300%2C150&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Wandgemaelde-documenta-IV.jpg?resize=300%2C150&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Wandgemaelde-documenta-IV.jpg?resize=768%2C384&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Wandgemaelde-documenta-IV.jpg?w=1024&amp;ssl=1 1024w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenig sp\u00e4ter verschwand das Gem\u00e4lde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Danach rollte noch der Kopf der Generaldirektorin:<\/p>\n<p>\u201e<em>Nach dem Antisemitismus-Skandal bei der documenta hat die Generaldirektorin der Ausstellung, Sabine Schormann, ihr Amt niedergelegt. Aufsichtsrat und Gesellschafter haben sich mit ihr verst\u00e4ndigt, den Dienstvertrag kurzfristig aufzul\u00f6sen, wie das Kontrollgremium in Kassel mitteilte<\/em>.\u201c (zdf.de vom 16.7.2022)<\/p>\n<p>Der schwachsinnige Vorwurf, das Wandbild verbreite antisemitische Stereotype deckte keine antisemitische Denk- und Handlungsweisen auf \u2013 er deckte vielmehr die postkoloniale und imperiale Gegenwart in Indonesien zu, sch\u00fctzte nicht die Opfer von Verfolgung und Diktaturen, sondern die Mit-T\u00e4ter und Mitl\u00e4ufer, in Indonesien \u2026 und in Deutschland.<\/p>\n<h2><strong>Ein\/e Lanz\/e f\u00fcr den Krieg<\/strong><\/h2>\n<p>Nachdem Russland mit dem Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 das gemacht hat, was eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit im Werte-Westen ist, \u00fcberboten sich deutsche Politiker mit Superlativen. Es war von \u201eZeitenwende\u201c (SPD-Bundeskanzler Scholz) die Rede, die der SPD-Bundesvorsitzende Lars Klingbeil mit einem neuen Geschichtsbewusstsein einkleidete: Die 80-j\u00e4hrige \u201eZur\u00fcckhaltung\u201c Deutschlands (in Sachen Krieg gegen Russland) w\u00e4re vorbei. Da alle \u00f6ffentlich-rechtlich-privaten Anstalten sofort verstanden, wohin es geht, machten sie selbst gleichgeschaltet an vorderster Medien-Front mit. Die Bandbreite der jetzt noch geh\u00f6rten Meinungen und Positionen reichten von 5 bis 155 mm Kaliber. Die Talk-Show \u201eLanz\u201c am 2. Juni 2022 kann man als Feuertaufe der uranummantelten Demokratie verstehen. Sie hatte Modellcharakter f\u00fcr all das Kommende.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt seiner Talk\u201cshow\u201c stand der Ukraine Krieg, also der ab dem 24. Februar 2022, als russische Truppen in die Ukraine einmarschierten. Die G\u00e4st*innen waren alle halb bis voll daf\u00fcr, \u201eSolidarit\u00e4t\u201c, also Waffenbr\u00fcderschaft mit der ukrainischen Armee zu \u00fcben. Lanz w\u00e4re nicht Lanz, wenn er nicht eine Person eingeladen h\u00e4tte, die f\u00fcr die Vielfalt und Diversit\u00e4t der gepflegten Debattenkultur stehen soll. Man erkannte diese Person sofort unter den Raubtieren. Es war die Politikwissenschaftlerin Ulrike Gu\u00e9rot. Das rot markierte schwarze Schaf.<\/p>\n<p>Bisher war Ulrike Gu\u00e9rot den Anwesenden als gesch\u00e4tzte und kenntnisreiche Kollegin bekannt. Sie machte sich f\u00fcr ein demokratisches Europa stark und war auch in den oberen Etagen des Politikbetriebes eine gern gesehene Expertin. Aber nat\u00fcrlich waren die Anwesenden auch \u00fcber ihren \u201eS\u00fcndenfall\u201c informiert, das, was sie nun zur Auss\u00e4tzigen machen sollte, erst recht, wenn sie mal eine von \u201eihnen\u201c war.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend alle anderen sich nur im Tempo der Kriegsteilnahme unterschieden, erinnerte die Politikwissenschaftlerin an die vielen M\u00f6glichkeiten, einen Krieg zu beenden und daran, einen Krieg in seinem Zustandekommen einzuordnen.<\/p>\n<p>Sie stellte u.a. fest, dass man es hier mit einem <em>B\u00fcrgerkrieg<\/em> (vor Beginn der russischen Invasion), einen russischen <em>Angriffskrieg<\/em>, einem <em>Stellvertreterkrieg <\/em>und einem <em>Informationskrieg<\/em> zu tun habe.<\/p>\n<p>Das war den dressierten und gut abgerichteten Raubtieren zu viel. Sie fielen \u00fcber sie her, als h\u00e4tte man ihnen Tage nichts zu fressen gegeben.<\/p>\n<p>Danach ging die Hetzjagd so richtig los bzw. weiter. Die Studentenvertretung an der Uni Bonn wollte sich auch unbedingt von ihrer neuen Professorin distanzieren. Und die Unileitung leitete eine K\u00fcndigung ihres Arbeitsvertrages ein. Man kann schon sagen, dass man alles tut, um sie pers\u00f6nlich und existenziell zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n<h2><strong>Das (fliegende) Schwein, die Stadt, der M\u00fcll und die Endreinigung<\/strong><\/h2>\n<p>Auf seiner wahrscheinlich letzten Konzertreihe wollte der Pink-Floyd-Mitbegr\u00fcnder Roger Waters unter anderem am 28. Mai 2023 in Frankfurt auftreten. Eigentlich m\u00f6gen alle Pink Floyd. Diese Band geh\u00f6rt schon fast zum Weltkulturerbe. Die, die Fans von Pink Floyd sind, freuten sich riesig darauf. Und das, was Roger Waters seit Jahren auf die B\u00fchne bringt, war kein Skandal, keinen Aufreger wert. Doch die Zeiten haben sich ge\u00e4ndert \u2013 nicht Roger Waters. Und das hat der alte Mann nicht kapiert. Sp\u00e4ter wird man ihm Halsstarrigkeit vorwerfen \u2013 im Gegensatz zu den Wendeh\u00e4lsen, die wie Pilze aus dem Boden schie\u00dfen.<\/p>\n<p><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-13332 size-medium\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Roger-Waters-Schwein.jpg?resize=300%2C169&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Roger-Waters-Schwein.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Roger-Waters-Schwein.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Roger-Waters-Schwein.jpg?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/Roger-Waters-Schwein.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Wieder ist es ein Schwein. Dieses Mal ein fliegendes Schwein, das seit Jahrzehnten die Musik-Show begleitet und jeweils mit verschiedenen Graphities und Symbolen verziert wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte also als Stein des Ansto\u00dfes auch die Parole: \u201e<em>steal from the poor, give to the rich<\/em>\u201c oder \u201e<em>torture shames us all<\/em>\u201c, also: Folter besch\u00e4mt uns alle \u2026 nehmen. Aber nein, dar\u00fcber wollen die Profi-Emp\u00f6rten nicht reden.<\/p>\n<p>Ihnen reicht der Davidstern auf einem rosa Plastikschwein. Da die Affekte mittlerweile ge\u00fcbt und trainiert sind, lie\u00df man die B\u00fcrger wissen, was nun aller h\u00f6chste Zeit ist: Das Konzert muss verboten werden, denn hinter dem S\u00e4nger verbirgt sich in Wahrheit einer der \u201e<em>reichweitenst\u00e4rksten Antisemiten der Welt<\/em>\u201c (Frankfurter B\u00fcrgermeisterin Nargess Eskandari-Gr\u00fcnberg\/Gr\u00fcne).<\/p>\n<h2><strong>Schwein gehabt<\/strong><\/h2>\n<p>Dass es gar nicht um das Schwein geht, ist offensichtlich. Denn Roger Waters ist es eben nicht nur ein ber\u00fchmter S\u00e4nger, der die beschissenen Verh\u00e4ltnisse f\u00fcr einen Abend vergessen l\u00e4sst. F\u00fcr gew\u00f6hnlich sind ja solche Superstars reich (geworden) und wollen in Ruhe ihr luxuri\u00f6sen Leben genie\u00dfen. Also kein Streit, der das vorgezeichnete Diskursfeld \u00fcberschreitet.<\/p>\n<p>Im weltb\u00fcrgerlichen kulturellen Establishment darf man f\u00fcr oder gegen Trump, f\u00fcr oder gegen Rassismus, f\u00fcr Krieg oder gegen den (laufenden und kommenden) Krieg sein. Aber in diesem Diskurskorridor gibt es keinen prominenten Platz f\u00fcr Kritik gegen die Staatspolitik in Israel, also eine Kritik, die \u00fcber das Beklagen von Missst\u00e4nden hinausgeht. Dazu geh\u00f6rt auch seine Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Kampagne \u201e<em>Boycott, Divestment and Sanctions<\/em>\u201c (BDS).<\/p>\n<p>Sich damit \u00f6ffentlich auseinanderzusetzen, w\u00fcrde ja eine Diskussion bedeuten, also eine offene Auseinandersetzung mit der Politik Israels, mit der Besatzungspolitik, mit Angriffskriegen wie dem sogenannten \u201eSechs-Tage-Krieg\u201c 1967 und all denen, die die Staatspolitik in Israel unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Stattdessen zeigte man auf das Schwein und die Hunde schnappten und bellten, was das Zeug hergab. Die liberale Frankfurter Rundschau (FR) wusste, was jetzt zu tun ist: Man muss alles zusammenkratzen, was ein Konzertverbot m\u00f6glich machen w\u00fcrde. Dazu geh\u00f6rt zu aller erst: keine Diskussion mit dem \u201eAngeklagten\u201c! Man h\u00e4tte ein Interview mit ihm f\u00fchren k\u00f6nnen, was er \u00fcber das Schwein denkt, wie er zur Boykottkampagne steht. Aber genau das w\u00fcrde die Denunziationsmaschine nur ins Stocken bringen. Stattdessen kratzte die FR alle Stimmen f\u00fcr den \u201eheftigen Gegenwind\u201c zusammen, die echt emp\u00f6rt und entt\u00e4uscht sind:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eHeftigen Gegenwind erhielt Waters zuletzt auch von David Gilmour (76), seinem einstigen Bandkollegen bei Pink Floyd (\u201eThe Wall\u201c). Gilmours Frau, die Songwriterin Polly Samson (60), schrieb in einem Tweet an Waters gerichtet: \u201eLeider bist du antisemitisch bis ins Mark.\u201c Waters sei ein Putin-Apologet und ein \u201el\u00fcgender, diebischer, heuchlerischer, steuervermeidender, Playback singender, frauenfeindlicher, neidzerfressener Gr\u00f6\u00dfenwahnsinniger\u201c. Gilmour teilte den Post und schrieb: \u201eJedes Wort nachweislich wahr.\u201c. (FR vom 10.02.2023)<\/em><\/p>\n<p>Die Stadt Frankfurt und das Land Hessen klagten vor dem Verwaltungsgereicht in Frankfurt, um zu erwirken, dass der Vertrag gek\u00fcndigt wird. Dass man daf\u00fcr keine rechtlichen Grundlagen hatte, wusste man und nahm es in Kauf. Denn das inkriminierte \u201eSchwein\u201c flog schon seit Jahren durch die Luft und war also auch zu Vertragsschluss eine \u2026 Luftnummer, mehr nicht.<\/p>\n<p>Immerhin gab es ein wenig Protest gegen dieses Vorgehen. Eine Petition wurde aufgesetzt, die sich gegen das Konzertverbot aussprach. \u00dcber 38.000 Menschen unterschrieben diese.<\/p>\n<p>Am 24. April 2023 wies das angerufene Gericht das Ansinnen von Stadt und Land zur\u00fcck. Im Urteil steht unter anderem:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><em>\u201eNach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts h\u00e4tten Amtstr\u00e4ger, die am politischen Diskurs teilnehmen, ihre \u00c4u\u00dferungen am Gebot eines rationalen und sachlichen Diskurses auszurichten. Staatliche Amtstr\u00e4ger d\u00fcrften daher die Ebene argumentativer Auseinandersetzung nicht verlassen und d\u00fcrften in der \u00f6ffentlichen Diskussion Vertreter anderer Meinungen weder ausgrenzen noch gezielt diskreditieren, solange deren Positionen nicht die allgemeinen Strafgesetze verletzten.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Wenig sp\u00e4ter verzichteten beide Kl\u00e4ger, gegen das Urteil Widerspruch einzulegen.<\/p>\n<p>Von Israel lernen, scheint das Motto von Stadt Frankfurt und Land Hessen zu sein. Wenn die Justiz nicht mitmacht, dann schalten wir sie einfach aus. In Israel gehen seit Monaten Hunderttausende gegen die Selbstzerst\u00f6rung des Staates Israel auf die Stra\u00dfe, gegen die Absicht der gegenw\u00e4rtigen Regierung, mithilfe einer \u201eJustizreform\u201c l\u00e4stige Gerichtsurteile einfach zu ignorieren.<\/p>\n<p>In Frankfurt und Wiesbaden backt man noch kleine Br\u00f6tchen: Man will eine \u201eUmwidmung\u201c der Messehalle auf dem Verwaltungsweg erreichen, um Konzerte wie die von Roger Waters gar nicht erst zuzulassen.<\/p>\n<p>Wolf Wetzel<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"m3txK6ON9u\"><p><a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kolumnen\/kohlhaas-unchained\/wenn-kabarettisten-von-bord-gehen-und-abtruennige-ueber-bord-geworfen-werden\/\">Wenn Kabarettisten von Bord gehen und Abtr\u00fcnnige \u00fcber Bord geworfen werden<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Wenn Kabarettisten von Bord gehen und Abtr\u00fcnnige \u00fcber Bord geworfen werden&#8220; &#8212; \" src=\"https:\/\/overton-magazin.de\/kolumnen\/kohlhaas-unchained\/wenn-kabarettisten-von-bord-gehen-und-abtruennige-ueber-bord-geworfen-werden\/embed\/#?secret=mLPQ2h3DNN#?secret=m3txK6ON9u\" data-secret=\"m3txK6ON9u\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong><u>Quellen und Hinweise:<\/u><\/strong><\/p>\n<p><em>Der Proteststurm gegen die Documenta 15 \u2013 Ein Dokument \u201eprogressiven\u201c Herrenmenschentums, <\/em>Wolf Wetzel: <a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2022\/07\/20\/der-proteststurm-gegen-die-documenta-15-ein-dokument-progressiven-herrenmenschentums\/\">https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2022\/07\/20\/der-proteststurm-gegen-die-documenta-15-ein-dokument-progressiven-herrenmenschentums\/<\/a><\/p>\n<p><em>Offener Brief an Markus Lanz<\/em>, Wolf Wetzel: <a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2022\/06\/14\/offener-brief-an-markus-lanz\">https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2022\/06\/14\/offener-brief-an-markus-lanz<\/a><\/p>\n<p><em>Die Stadt, der M\u00fcll und die Abfuhr | vorl\u00e4ufiger Schlussakt<\/em>, Wolf Wetzel: <a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2023\/05\/16\/die-stadt-der-muell-und-die-abfuhr-vorlaeufiger-schlussakt\/\">https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2023\/05\/16\/die-stadt-der-muell-und-die-abfuhr-vorlaeufiger-schlussakt\/<\/a><\/p>\n<p><em>Malteser unterbinden Veranstaltung mit Gu\u00e9rot und Krone-Schmalz im Mainzer Haus der Kulturen<\/em>, NDS vom 14. Juli 2023: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101037\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101037<\/a><\/p>\n<p><em>Serdar Somuncu verabschiedet sich von der B\u00fchne: \u201eEy, ich hab\u2019 keinen Bock mehr\u201c<\/em>, RND vom 10.05.2023: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/kultur\/serdar-somuncu-verkuendet-abschied-von-der-buehne-ey-ich-hab-keinen-bock-mehr-BEZ4TTFP5RCN3FVTLY5MH2K7HI.html\">https:\/\/www.rnd.de\/kultur\/serdar-somuncu-verkuendet-abschied-von-der-buehne-ey-ich-hab-keinen-bock-mehr-BEZ4TTFP5RCN3FVTLY5MH2K7HI.html<\/a><\/p>\n<p><em>Birte spielt nicht mehr mit<\/em>, Kontext-Interview mit Christine Prayon vom 28.06.2023: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/639\/birte-spielt-nicht-mehr-mit-8943.html\">https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/639\/birte-spielt-nicht-mehr-mit-8943.html<\/a><\/p>\n<p><em>Facebook zerschlagen<\/em>, Wolf Wetzel: <a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2019\/05\/01\/facebook-zerschlagen\/\">https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2019\/05\/01\/facebook-zerschlagen\/<\/a><\/p>\n<p><em>Krone-Schmalz: \u201eOffenbar reicht bei vielen weder die Bildung noch die Fantasie aus, um sich die Schrecken des Krieges vorzustellen\u201c,<\/em> NDS vom 10. Februar 2022: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80630\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=80630<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Views: 677<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zensur, Auftrittsverbote und Kriminalisierungen gab es schon immer \u2013 sagen einige. Das stimmt. Ist also das, was wir mit dem Corona-Ausnahmezustand erlebt haben und was sich mit dem Krieg gegen Russland verst\u00e4rkt hat, dasselbe? Nein.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":13476,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[5,8,34,37,41],"tags":[6234,180,6141,2863,6270,3814,3821,6268,4021,4786,6285,6284,5196,6271,5503,1561,6286,3765,6101,2030,6100,2134,6269,5820,5657,2766],"class_list":["post-13473","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-04-texte","category-antifaschismus","category-politik","category-repression","category-verfassungs-bruch-schutz","tag-1968er-revolte","tag-angriffskrieg","tag-auftrittsverbot","tag-bds","tag-christine-prayon","tag-corona-ausnahmezustand","tag-covid-19","tag-die-verlorene-ehre-der-k","tag-heinrich-boell","tag-kabarettist-volker-pispers","tag-katharina-blum","tag-krisenstab","tag-krisenstab-diktatur","tag-krone-schmalz","tag-markus-lanz","tag-marsch-durch-die-institutionen","tag-nargess-eskandari-gruenberg","tag-pandemie","tag-pink-floyd","tag-raf","tag-roger-waters","tag-rote-armee-fraktion","tag-serdar-somuncu","tag-taring-padi","tag-ulrike-guerot","tag-zensur"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Entfernung-Zensur-Adaption.jpg?fit=1125%2C590&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13473","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13473"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13473\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13494,"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13473\/revisions\/13494"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13476"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13473"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13473"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13473"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}