{"id":11756,"date":"2021-12-17T16:02:56","date_gmt":"2021-12-17T15:02:56","guid":{"rendered":"https:\/\/wolfwetzel.de\/?p=11756"},"modified":"2021-12-17T18:09:17","modified_gmt":"2021-12-17T17:09:17","slug":"gerd-albartus-ist-tot-ein-rueckblick-auf-30-jahre-geschichtsdeutung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2021\/12\/17\/gerd-albartus-ist-tot-ein-rueckblick-auf-30-jahre-geschichtsdeutung\/","title":{"rendered":"Gerd Albartus ist tot. Ein R\u00fcckblick auf 30 Jahre Geschichtsdeutung. Von Markus Mohr"},"content":{"rendered":"<h1><strong><u>Schon wieder ein Anschlag auf den Wissenschaftsstandort Deutschland?<\/u><\/strong><\/h1>\n<p>Mitte Dezember j\u00e4hrt sich die Ver\u00f6ffentlichung einer wichtigen Erkl\u00e4rung der Gruppe Revolution\u00e4re Zellen (RZ) zum Tod von Gerd Albartus zum 30. Mal. Albartus hatte sich Mitte der 1970er in dieser Gruppierung organisiert und war im Dezember 1987 von seinen Genossen vermutlich irgendwo in Syrien\/Libanon unter dem Vorwurf des Verrats erschossen worden. Eine RZ hat dazu vier Jahre sp\u00e4ter eine lange Erkl\u00e4rung unter dem Titel \u201e<em>Gerd Albartus ist tot<\/em>\u201d verfasst. Sie wurde erstmals in der Berliner autonomen Zeitschrift INTERIM vollst\u00e4ndig publiziert und kurz danach in Ausz\u00fcgen in der TAZ. In dem besagten und gut geschriebenen Text finden sich zu dem politischen Engagement von Albartus einige Behauptungen, manches wird darin angedeutet und dar\u00fcber hinaus finden sich darin viele Anspielungen in Bezug auf die Geschichte der Organisation. Zentral hier die von den unbekannten VerfasserInnen prominent ins Spiel gebrachte Interpretation der Geschehnisse im Zusammenhang mit der Flugzeugentf\u00fchrung einer in Tel Aviv mit Ziel Paris gestarteten Air-France Maschine nach Entebbe (Uganda). Gerd Albartus war daran zwar nicht beteiligt, war aber im Jahre 1979 f\u00fcr einen Brandschlag gegen die Kinovorf\u00fchrung des diesbez\u00fcgliches mit prominenten Hollywood-Schauspielern besetzten Heldenepos Unternehmen Entebbe (1) vor dem OLG D\u00fcsseldorf zu einer mehrj\u00e4hrigen Haftstrafe verurteilt worden. Die anonymen Aktivistinnen dieser RZ benutzten hier den aus ganz anderen Gr\u00fcnden erfolgten Tod von Albartus ihrer eigenen Organisation in Bezug auf die Unterst\u00fctzung des pal\u00e4stinensischen Befreiungskampfes Antisemitismus zu unterschieben. Im interessierten Gestus einer Selbstkritik hefteten die VerfasserInnen den beiden RZ-Aktivistinnen der ersten Stunde Bonifatius B\u00f6se und Brigitte Kuhlmann der Begriff einer \u201eSelektion entlang v\u00f6lkischer Linien\u201d, an, die diese bei der Trennung der Geiseln in Entebbe in israelische und nicht-israelische Geiseln in Anschlag gebracht haben sollen. (2) Dem Begriff kann &#8211; wie es von Ilse Bindseil pointiert hervorgehoben wurde, &#8211; eine pr\u00e4positionale Eleganz nicht abgesprochen werden. (3) Der mit einem Gedicht des Revolution\u00e4rs Roque Dalton aus El Salvador er\u00f6ffnete Text war am Ende des Jahres 1991 in einem politisch-aktuellen Sinne gewieft platziert. Eben damit befeuerten diese Aktivistinnen der RZ einen damals nach dem durch die USA siegreich absolvierten Golf-Krieg und dem absehbaren Ende der Sowjetunion in der nach der Einvernahme der DDR durch die BRD im Aufwind befindlichen antideutschen Diskurs. Die im 91-Text platzierten Begriffe \u201eSelektion\u201d und \u201ev\u00f6lkische Linien\u201d zielten als Selbstkritik drapiert auf einen Common Sense mit intellektuellen linken Debatten jener Jahre und kamen doch mit einer, so Wolfgang Pohrt damals zutreffend, \u201ereum\u00fctig\u201d formulierten Bilanz daher. (4)\u00a0 Auch das passte in die Selbstabwicklungsstrategie des \u201ebewaffneten Kampfes\u201d der damaligen Zeit. Und das bietet bis heute die M\u00f6glichkeit, den Protagonisten den Vorwurf des Antisemitismus an das Bein zu binden.<\/p>\n<p>Allerdings wurde die Interpretation, dass es in Entebbe eine \u201e<em>Selektion entlang v\u00f6lkischer Linien<\/em>\u201d gegeben haben soll, schon zeitgen\u00f6ssisch durch historisch informierte AktivistInnen des Kommunistischen Bundes in Frage gestellt. (5) Zwischenzeitlich haben die Historiker Freia Anders und Alexander Sedlmayer, gest\u00fctzt auf Akten der deutschen Botschaft in Uganda, herausgearbeitet, dass es evident erscheine, \u201e<em>dass die sogenannte Selektion von Entebbe nicht in der Weise stattfand, wie sie f\u00fcr gew\u00f6hnlich referiert wird<\/em>.\u201d Und weiter f\u00fchren sie aus, dass es zwar \u201eu<em>nzweifelhaft (sei), dass israelische Staatsb\u00fcrger, und damit auch Juden, festgehalten und mit dem Tode bedroht wurden.\u201d Allerdings seien auch \u201ezahlreiche Juden unter den \u00fcbrigen Passagieren (&#8230;) freigelassen\u201c worden<\/em>. (6)<\/p>\n<p>Nun hat sich der als \u201eHistoriker\u201d bezeichnete Vojin Sa\u0161a Vukadinovi\u0107 daran gemacht eine neue Lesart dieser Erkl\u00e4rung vorzuschlagen: \u201eAntiimperialismus als Vorspiel des Postkolonialismus\u201d hat er seinen Aufsatz \u00fcberschrieben und dieser wurde von dem langj\u00e4hrigen Beitr\u00e4ger der antideutschen Zeitschrift Bahamas Jan Gerber in den sogenannten \u201eHallischen Jahrb\u00fcchern\u201d herausgegeben. (7)<\/p>\n<p>Dabei l\u00e4sst es sich Vukadinovi\u0107 in seiner Abhandlung zun\u00e4chst nicht nehmen, ein paar Schriften seines eigenen Herausgebers Gerber zu preisen. Und das ganz frei von Humor! Gerber soll es gewesen sein, der in einem 2008 erschienenen Beitrag in der antideutschen Zeitschrift Bahamas \u201emit dem persistenten Mythos aufger\u00e4umt\u201d haben soll, \u201edass es sich bei den Revolution\u00e4ren Zellen (RZ) um \u201adie Guten\u2018 des \u201abewaffneten Kampfs\u2018 gehandelt habe.\u201d Wohl wahr, hier wird mit sehr viel Flavour ein Befund generiert, der, wenn man diese Aussage ein zweites Mal liest, ohne dabei b\u00f6se zu werden, in der Substanz einer T\u00fcte Luft gleichkommt. Aber mehr noch, so Vukadinovi\u0107: Ganz unbedingt w\u00e4re Gerbers \u201efast 15 Jahre zur\u00fcckliegende Demontage des RZ-Mythos aufzugreifen\u201d ruft er aus, die aber leider, \u201ebis heute keine umf\u00e4nglichere Kritik nach sich gezogen\u201d haben soll. Kann das angehen, fragt man sich da nat\u00fcrlich? Zu dem besagten Bahamas-Traktat von Gerber habe ich einmal eine kurze Anmerkung verfasst, in der zwei Falschbehauptungen allein in Bezug auf die Entebbe-Causa benannt wurden. Gerber war hier auf den Einfall gekommen, die zun\u00e4chst von der RZ mutma\u00dflich \u201e<em>gemeinsam mit Antisemiten der PFLP<\/em>\u201d durchgef\u00fchrte Selektion der \u201aj\u00fcdischen von den nicht-j\u00fcdischen Passagieren\u2018\u201d auf einen Zeitpunkt zu verlegen, der noch vor ihrem Flug \u201ezu Idi Amin nach Uganda\u201d liegt. Dar\u00fcber griff er bar jeder Quellenkritik einen Hinweis aus der RZ-Albartus-Erkl\u00e4rung auf, und lie\u00df in seinem Text die britisch-israelische Staatsb\u00fcrgerin Dora Bloch, als etwas sterben, was sie Zeit ihres Lebens, dass sie in der ersten H\u00e4lfte der 1940er Jahre im britischen Mandatsgebiet Pal\u00e4stina verbracht hat, gl\u00fccklicherweise niemals war: als \u201e<em>KZ-\u00dcberlebende<\/em>\u201d. (8)<\/p>\n<p>Warum soll man bitte sch\u00f6n etwas umf\u00e4nglicher zur Kenntnis nehmen, gar kritisieren, was schon bei der ersten fl\u00fcchtigen Lekt\u00fcre nicht stimmt? Ach: Weder Gerber noch seine von ihm an anderer Stelle in den Hallischen Jahrb\u00fcchern zu einem der \u201ewichtigsten Bl\u00e4tter der deutschen Linken\u201d hochgelobte Zeitschrift Bahamas sahen sich bis heute dazu veranlasst, diese seit Mitte 2016 \u00f6ffentlich markierten Falschbehauptungen wenigstens in der im Internet einsehbaren Version richtig zu stellen. (9)<\/p>\n<p>Fast ist man geneigt an Vukadinovi\u0107 die Frage zu richten, warum er einen so nonchalanten Umgang mit einem schon in schlichten Sachaussagen erkennbar problematisch konfigurierten Text wie den von Gerber pflegt. Trunkene Br\u00fcderschaft im politischen Geist einer antideutschen Glaubensgemeinschaft? Wenn ja, dann macht das die Sache bestimmt nicht besser. Auf der anderen Seite ist es der Verfasser selbst, der vor kurzem publizistisch dadurch hervorgetreten ist, dass er in einer Auseinandersetzung mit den Thesen des australischen Historikers Dirk Moses zum Verh\u00e4ltnis zwischen den Holocaust und den Kolonialverbrechen diesem einfach ein Zitat angedichtet hat, das dieser niemals gesagt, geschweige denn geschrieben hat. (10) Kurz: Sowohl mit der Empirie als auch mit der Quellenkritik scheint der Historiker Vukadinovi\u0107 auf Kriegsfu\u00df zu stehen.<\/p>\n<p>Auch so mag es Vukadinovi\u0107 leichter fallen, es gegen\u00fcber den RZ in seinem Text an rhetorischer Herablassung nicht fehlen zu lassen. Sie sollen sich von denjenigen \u201evieler konventioneller linker Zusammenschl\u00fcsse nicht wesentlich\u201d unterschieden haben gibt er sich \u00fcberzeugt, und die von den RZ ver\u00fcbten Anschl\u00e4ge sollen \u201ekeineswegs f\u00fcr politischen Nachdruck, sondern (&#8230;) vorwiegend f\u00fcr forcierte Einfallslosigkeit\u201d gestanden haben. Ihm schie\u00dft sogar ein, wie er formuliert, \u201elinkes Gesamturteil \u00fcber den \u201abewaffneten Kampf\u2018\u201d durch den Kopf, in dem \u201enach dem Ende der Blockkonfrontation weiterhin die RAF schlecht abgeschnitten\u201d, w\u00e4hrend \u201edie RZ kontinuierlich als \u201adie Guten\u2018\u201d firmiert haben sollen. Und dann wird auch noch der von Vukadinovi\u0107 als \u201eRZ-Gefallene\u201d markierte Gerd Albartus in Bezug auf den wie es hei\u00dft den \u201edeutschen Sehnsuchtsort Pal\u00e4stina\u201d assoziiert. Wie bitte, liest man das richtig: Die elenden Lebensbedingungen in den pal\u00e4stinensischen Fl\u00fcchtlingslagern als ein \u201edeutscher Sehnsuchtsort\u201c? Da wei\u00df man wirklich nicht viel, nur, dass es der Historiker selber ist, der ihn sich ausgedacht hat. Eben das seien sie ja wohl, so sagt es uns der von allem \u00dcberdruss befreite Historiker, die sich \u201eselbst progressiv w\u00e4hnenden Kreise in Deutschland, die qua Moral kommunizieren und (die) f\u00fcr das Argument nicht mehr empf\u00e4nglich\u201d seien. Keine Frage: Die historische wie die gegenw\u00e4rtige politische Wahrheit \u00fcber die Theorie wie Praxis der RZ als Teil der westdeutschen linken Fundamentalopposition in den 1970er und 1980er Jahren haben zwei Feinde: Einer davon ist m\u00e4chtig und der andere ist noch nicht so m\u00e4chtig: Die Regierung und Vojin Sa\u0161a Vukadinovi\u0107.<\/p>\n<p>Was l\u00e4sst Vukadinovi\u0107 denn nun die LeserInnen genauer zu dem von ihm prominent annoncierten Albartus-Text wissen? Hier f\u00e4llt er zun\u00e4chst die Entscheidung den ersten Satz aus der Erkl\u00e4rung direkt zu zitieren:<\/p>\n<p><em>\u201e(Albartus) wurde bereits im Dezember 1987 erschossen, nachdem er von einer Gruppierung, die sich dem pal\u00e4stinensischen Widerstand zurechnet und f\u00fcr die er gearbeitet hat, vor ein Tribunal gestellt und zum Tode verurteilt worden war.\u201d<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_11757\" aria-describedby=\"caption-attachment-11757\" style=\"width: 583px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-11757 size-full\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gerd-Albartus-RZ.jpg?resize=583%2C475&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"583\" height=\"475\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gerd-Albartus-RZ.jpg?w=583&amp;ssl=1 583w, https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gerd-Albartus-RZ.jpg?resize=300%2C244&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"(max-width: 583px) 100vw, 583px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11757\" class=\"wp-caption-text\">Aus der RZ-Erkl\u00e4rung &#8222;Gerd Albartus ist tot&#8220; 1991<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es ist diese Aussage die mit dem Urteil, dass in diesem RZ-Schreiben \u201everheimlicht\u201d worden sei, \u201edass Albartus nicht etwa von irgendeiner \u201aGruppe\u2018 aus dem \u201apal\u00e4stinensischen Widerstand\u2018, sondern von seinen eigenen OIR-Genossen ermordet worden war\u201d attackiert wird. Bei der OIR handelt es sich um die Gruppe Organisation Internationaler Revolution\u00e4re, die von Ilich Ram\u00edrez S\u00e1nchez im Arrangement mit dem syrischen Geheimdienst Ende der 1970er Jahre gegr\u00fcndet worden war. Auch wenn Vukadinovi\u0107 es nicht explizit benennt, so bezieht er sich f\u00fcr sein Urteil auf eine von ihm zitierte Gespr\u00e4chspassage aus einem Interview der Zeitschrift wildcat aus dem Jahre 2009 mit drei ehemaligen RZ-Mitgliedern, darunter Thomas Kram. Kram hatte sich in seinem Gerichtsverfahren vor dem OLG Stuttgart im Jahre 2009 in einer Einlassung dazu bekannt, einen \u201eEntwurf\u201d dieser besagten Erkl\u00e4rung verfasst zu haben. (11) In dem wildcat-Interview f\u00fchrt er unter anderem aus:<\/p>\n<p>\u201e<em>Anstatt das wenige, was wir tats\u00e4chlich (zu der Ermordung von Albartus) wussten und wissen, konkret zu benennen, ist beispielsweise vage die Rede von einer Gruppe aus dem pal\u00e4stinensischen Widerstand, die Gerd umgebracht hat. Wir hatten ja selbst nur Informationen aus zweiter Hand und standen vor dem Dilemma, Position zu beziehen, ohne Genaues zu wissen. (&#8230;) Faktisch haben Intifada und Carlos-Truppe, die f\u00fcr den Tod von Gerd verantwortlich ist, nat\u00fcrlich wenig miteinander zu tun<\/em>.\u201d (12)<\/p>\n<p>Was bedeutet es genau, wenn man die Entscheidung trifft, zu den als M\u00f6rder von Gerd Albartus angesehenen Personen eine &#8211; \u201ewir hatten ja selbst nur Informationen aus zweiter Hand (&#8230;), ohne Genaues zu wissen\u201d &#8211; falsche F\u00e4hrte zur Intifada und Pal\u00e4stina zu legen? Richtig: Die anonymen Verfasserinnen des Albartus-Textes haben mit ihren LeserInnen in einem zentralen Sachverhalt umgangssprachlich formuliert, blinde Kuh gespielt.<\/p>\n<p>Was macht der Historiker aber nun im Fortgang seiner Argumentation mit seinem wichtigen Befund in der Interpretation des Albartus-Textes? Quellenkritik bedeutet hier, danach zu fragen: Was daran ist Dichtung, was ist Wahrheit? Die Antwort ist leicht zu geben: Nichts. Im Gegenteil: Der in dem besagten Text etwas beil\u00e4ufig eingestreute Hinweis auf die mutma\u00dfliche Homosexualit\u00e4t von Albartus wird von Vukadinovi\u0107 dahingehend aufgegriffen und apodiktisch in die Tatsachenbehauptung umgewandelt, dass eben das \u201eoffenbar ein Grund f\u00fcr seine Hinrichtung gewesen\u201d sein soll. Von dem Historiker wird das, &#8211; die nicht Benennung eines \u201eschwulenfeindlichen Mord(es) an einem Mitstreiter\u201d &#8211; als einer \u201eder absoluten, (&#8230;) Tief punkte aus terroristischen Zeiten\u201d kommentiert. In der \u00dcberschrift zu seinem Text hatte Vukadinovi\u0107 angek\u00fcndigt den Albartus-Text f\u00fcr eine neue Lesart heranzuziehen, und zwar diesen als ein \u201eVorspiel des Postkolonialismus\u201d zu betrachten.\u00a0 Daf\u00fcr benutzt er ein bislang brach gebliebenes Interpretationsfeld der RZ-Erkl\u00e4rung, in dem insinuiert wurde, dass Albartus wegen seiner Homosexualit\u00e4t die t\u00f6dliche Feindschaft seiner M\u00f6rder auf sich gezogen h\u00e4tte. Auch hier war die Erkl\u00e4rung \u00e4u\u00dferst vage. Sie konnte aber mit diesem Hinweis auf die hedonistisch-unangepasste Seite des vermutlich \u00fcber enge GenossInnenkreise kaum bekannten Genossen sicherlich bis weit ins gr\u00fcn-alternative Milieu Sympathie und Zustimmung f\u00fcr diesen generieren. Nun ist es f\u00fcr Vukadinovi\u0107 angezeigt den Vorwurf der Homophobie aufzugreifen &#8211; und gegen den \u00dcberbringer der vagen Botschaft in Anschlag zu bringen. Schwulenverachtung will er in einigen wenigen Textfetzen und Interviewsequenzen der vornehmlich selbstkritischen RZ ausgemacht wissen. Daf\u00fcr beruft sich Vukadinovi\u0107 auf eine diesbez\u00fcgliche Aussage von Kram aus einem Interview mit der TAZ aus dem Oktober 2010. (13) Allein das von Kram in dem Interview auch darauf hingewiesen wurde, dass Albartus der OIR-Gruppe wegen mutma\u00dflicher Kontakte zur DDR-Staatssicherheit als Verr\u00e4ter galt, l\u00e4sst der Historiker aus. Doch der von Kram notierte \u201eenervierte Ausruf\u201d &#8211; \u201eUnd dann noch seine Homosexualit\u00e4t!\u201d &#8211;\u00a0 der \u201edie Abscheu vor den Gepflogenheiten des schwulen Genossen paternalistisch als Sorge um ihn tarnte(n)\u201d &#8211; so die Unterstellung Vukadinovi\u0107 &#8211; \u201everbindet das Weltbild der militanten \u00c4ra mit den postkolonial informierten \u00dcberzeugungen von heute\u201d.<\/p>\n<p>Auf nichts als Unterstellung gr\u00fcndet sich also die Verbindung von RZ-Antiimperialismus und der postkolonialen Theorieschule. Beiden wird widersinnig ein \u201eresolutes Desinteresse\u201d an der Situation von \u201esexuellen und religi\u00f6sen Minderheiten, Ungl\u00e4ubigen wie Zweifelnden im heute \u201aGlobalen S\u00fcden\u2018\u201d unterstellt. Der politische Sinn dieser Konstruktionen wird schnell deutlich: Vukadinovi\u0107 verurteilt immer genau jene Sequenzen, in denen sich Protagonisten noch als \u201eantikapitalistisch\u201d oder als Gegner des Neoliberalismus pr\u00e4sentieren, denn, so die ideologisierte und westlich-orientalistisch \u00fcberw\u00f6lbte Grundannahme des Historikers: Die Interessen sexueller und religi\u00f6ser Minderheiten seien am besten im kapitalistischen Westen, vielleicht auch im Neoliberalismus aufgehoben. Was sind das nur f\u00fcr haneb\u00fcchene Interpretationsbem\u00fchungen des Albartus-Textes, mit denen Vukadinovi\u0107 versucht, mit den LeserInnen blinde Kuh zu spielen. (14)<\/p>\n<p>Der \u00dcberschrift zu diesem Beitrag, die der Bef\u00fcrchtung \u00fcber einen erneuten \u201eAnschlag auf den Wissenschaftsstandort Deutschland\u201d Ausdruck verleiht, ist nat\u00fcrlich ein Qu\u00e4ntchen Humor beigemengt. Er annonciert aber die Intentionen des als Angestellter des Leipziger Simon-Dubnow-Institut auf professoral-akademische Ambitionen setzenden Jan Gerber und seines Sch\u00fctzlings Vukadinovi\u0107. Doch Humor hin oder her: In der Interpretation des von Vukadinovi\u0107 quellenkritisch im Grunde nicht eigentlich zur Kenntnis genommenen RZ-Textes zum Tod von Albartus hat sich ein ger\u00fcttelt Ma\u00df an politisch interessierten antideutschen Autismus hinein vermengt. Und das kann niemanden fr\u00f6hlich stimmen. Wahr hier: Man sollte bitte doch das lesen \u00fcber das was man versucht zu schreiben. Auch das trompeten einer auf laut gestellten Staatsr\u00e4son gegen das was man versucht sowohl in den Antiimperialismus wie auch in den Postkolonialismus hinein zu lesen, kann eine sorgf\u00e4ltige Textlekt\u00fcre nicht ersetzen. Begr\u00fcndet zu bef\u00fcrchten steht nun, dass Vukadinovi\u0107 in seiner derzeit f\u00fcr April 2023 angek\u00fcndigten Ver\u00f6ffentlichung seiner Dissertation zu den Revolution\u00e4ren Zellen eben diese in der Interpretation auf das geringe Ma\u00df versucht herunter zu spielen, dass er mit seinem Text in den Hallischen Jahrb\u00fcchern offenbart hat. (15)<\/p>\n<p><strong>Was noch?<\/strong><\/p>\n<p>In einer Besprechung des Hallischen Jahrbuches hebt Rolf Suhrmann als die \u201eGrundthese der Herausgeber\u201c hervor, dass es \u201eeinen inneren Zusammenhang (&#8230;) zwischen antisemitischem Denken und postkolonialem Diskurs\u201c geben soll. Surmann ruft hier aus: \u201eDas Jahrbuch ist zweifellos ein wichtiger Beitrag zum Erkennen und Pr\u00e4zisieren des Falschen.\u201c\u00a0 (16) Wie das immer so ist mit den \u201einneren Zusammenh\u00e4ngen\u201c, die sich ohne weiteres nicht immer sofort erkennen lassen. Es gilt aber auch die Einsicht: Niemals kann ein Leser dazu gezwungen werden mit irgendwelchen postulierten \u201einneren Zusammenh\u00e4ngen\u201c konform zu gehen, gerade auch weil man damit droht, schnell in die Gefahr zu laufen, das Falsche zu pr\u00e4zisieren. An dem Beitrag von Vukanovic l\u00e4sst sich exemplarisch aufzeigen, das die entfaltete Argumentation schon nach dem ersten \u00e4u\u00dferen Anschein einer quellenkritischen Betrachtung nicht stand h\u00e4lt. Richtig auf jeden Fall die etwas k\u00e4ltere Beobachtung, dass es sich bei dem Hallischen Jahrbuch um das neueste Produkt der Geschichtspolitik der Antideutschen in akademischer Fa\u00e7on handelt. Die hier verfolgte politische Messsage ist eindeutig: Eine k\u00fchl kalkulierte Abwehr postkolonialer Erinnerungspolitik verkn\u00fcpft sich mit einer Verschr\u00e4nkung des Gedenkens des Holocaust in Bezug auf eine unmissverst\u00e4ndliche Pro-Israel-Haltung. Dazu geh\u00f6rt dann eine konsequente Ausblendung imperialistischer, lebensraumkolonialistischer und kriegs\u00f6konomischer Elemente der NS-Vernichtungspolitik, und ihre Reduktion alleine auf: Antisemitismus. Und dieser wird noch dazu scharf vom Rassismus abgegrenzt, obwohl man wissen kann, dass der NS-Vernichtungsantisemitismus ein Rasseantisemitismus war. Traurig aber wahr.<\/p>\n<p>Markus Mohr\u00a0 | 2021<\/p>\n<p>Ich danke Klaus Wernecke und Gerhard Hanloser f\u00fcr einige Anregungen zu diesem Beitrag<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(1) Film Unternehmen Entebbe, Eintrag auf Wikipedia, URL: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unternehmen_Entebbe\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unternehmen_Entebbe<\/a><\/p>\n<p>(2) RZ, Gerd Albartus ist tot (Erkl\u00e4rung vom Dezember 1991), zitiert nach: INTERIM Nr. 174 vom 19.12.1991, S. 3 &#8211; 14, URL: http:\/\/www.freilassung.de\/div\/texte\/rz\/zorn\/Zorn04.htm<\/p>\n<p>(3) Ilse Bindseil, Gerd Albartus ist tot. Zur Selbstkritik der Revolution\u00e4ren Zellen, in: I. Bindseil, Streitschriften, Freiburg 1993, S. 102\u2212110, 103f.<\/p>\n<p>(4) Wolfgang Pohrt\u00a0 Heim ins Reich?, in: konkret Nr. 2 vom Februar 1992, S. 28<\/p>\n<p>(5) Vgl. GenossInnen aus der Mehrheit, Fragen und Anmerkungen zum RZ-Papier, in: ak, Nr. 338 vom\u00a0 13.1.1992, S. 30<\/p>\n<p>(6)\u00a0 Vgl. Alexander Sedlmaier \/ Freia Anders, \u00bbUnternehmen Entebbe\u00ab 1976: Quellenkritische Perspektiven auf eine Flugzeugentf\u00fchrung, in: Jahrbuch f\u00fcr Antisemitismusforschung 22 (2013), S. 267\u2013289, hier S. 288\/89, URL: http:\/\/www.isb.rub.de\/mam\/content\/publikationen\/sedlmaier__anders_entebbe.pdf<\/p>\n<p>(7) Vojin Sa\u0161a Vukadinovi\u0107, Antiimperialismus als Vorspiel des Postkolonialismus. Zum 30. Jahrestag der RZ-Erkl\u00e4rung &gt;Gerd Albartus ist tot&lt;, in: Jan Gerber (Hg) Die Untiefen des Postkolonialismus \/ Hallische Jahrb\u00fccher, Berlin 2021, S. 230 \u2013 242<\/p>\n<p>(8) Jan Gerber, Sie waren die Guten. Waren die Revolution\u00e4ren Zellen die bessere RAF? In: Bahamas, Nr. 54 vom Winter 2008, S. 55\u221260 , hier S. 55, URL: <a href=\"http:\/\/redaktion-bahamas.org\/auswahl\/web54-3.html\">http:\/\/redaktion-bahamas.org\/auswahl\/web54-3.html<\/a> Die Zeitschrift konkret hat in der Dokumentation der Albartus-Erkl\u00e4rung den Satz: \u201eDa\u00df die einzige Geisel , die nicht \u00fcberlebte, eine ehemalige KZ-Inhaftierte war, lag in der Logik der Aktion\u201c grafisch hervorgehoben. Siehe O.N., \u201e&#8230; sondern auch die schlimmsten Kr\u00e4fte\u201c, in konkret Nr. 2 vom Februar 1992, S. 26<\/p>\n<p>(9) M. Mohr, Legenden um Entebbe \/ Ein Akt der Luftpiraterie und seine Dimensionen in der politischen Diskussion, M\u00fcnster 2016, S. 336, URL: https:\/\/www.unrast-verlag.de\/neuerscheinungen\/legenden-um-entebbe-detail<\/p>\n<p>(10) Vojin Sa\u0161a Vukadinovi\u0107, Ali Tongu\u00e7 Ertu\u011frul, Sabri Deniz Martin, Linkspaternalistischer Rassismus \/ Die Debatte \u00fcber Dirk Moses\u2019 &gt;Katechismus der Deutschen&lt;, in: Jungle World Nr. 28 vom 15.7.2021, (Richtigstellung v. 20.7.2021: Dirk Moses hat die Formulierung \u201cGenozid gegen die Pal\u00e4stinenser in Gaza\u201d nicht verwendet. \/ ** Passage ge\u00e4ndert am 26.7.2021), URL: <a href=\"https:\/\/jungle.world\/artikel\/2021\/28\/linkspaternalistischer-rassismus\">https:\/\/jungle.world\/artikel\/2021\/28\/linkspaternalistischer-rassismus<\/a><\/p>\n<p>Gerhard Hanloser hat dazu noch darauf aufmerksam gemacht, das der gesamte auch von Vukadinovi\u0107 verfasste Text gegen\u00fcber Moses mit Invektiven gespickt sei, \u201edie dazu dienen, dem Historiker seine akademische und politische W\u00fcrde im Geiste des deutschen Provinzialismus zu nehmen.\u201d Vukadinovi\u0107 scheint es angezeigt zu sein, so Hanloser, \u201eMoses in die Kloake der Wiener Identit\u00e4ren um Martin Sellner, des AfD-Politikers Wolfgang Gedeon und sogar der Nazi-Skinhead-Gruppe \u201eB\u00f6hse Onkelz\u201c zu sto\u00dfen.\u201c Siehe G. Hanloser, Die F\u00e4lscherwerkst\u00e4tten der Berliner Republik \/ Zum aktuellen \u201eHistorikerstreit\u201c um Dirk Moses, dem der Begriff des \u201eSchuldkults\u201c in den Mund gelegt wird, auf: freitag-blog vom 21.7.2021, URL: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/ghanloser\/die-faelscherwerkstaetten-der-berliner-republik\">https:\/\/www.freitag.de\/a<\/a><a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/ghanloser\/die-faelscherwerkstaetten-der-berliner-republik\">utoren\/ghanloser\/die-faelscherwerkstaetten-der-berliner-republik<\/a><\/p>\n<p>(11) Thomas Kram, Einlassung vom 22.1.2009 (in dem Strafverfahren wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor dem OLG Stuttgart, Az. 5\u20132St-E 2\/07 ), URL: http:\/\/www.freilassung.de\/prozess\/thomas\/einlass_tk_220109.htm<\/p>\n<p>(12) O.N., &gt;Unsere Konzepte waren nicht mehr ad\u00e4quat\u2026&lt; \/ Gespr\u00e4ch mit Ex-Militanten der RZ, in: wildcat Nr. 84 vom Sommer 2009, S. 38 &#8211; 43, hier S. 41 URL: <a href=\"http:\/\/ww.wildcat-www.de\/wildcat\/84\/w84_interview_rz.htm\">http:\/\/ww.wildcat-www.de\/wildcat\/84\/w84_interview_rz.htm<\/a><\/p>\n<p>(13) Andreas Fanizadeh, Christoph Villiger, \u201eGibt man jemanden eine Waffe, den man umbringen will?\u201c\u00a0 (&#8230;.) Thomas Kram, fr\u00fcheres Mitglied der deutschen Revolution\u00e4ren Zellen (RZ), spricht erstmals mit der taz \u00fcber die Zusammenarbeit mit der Carlos-Gruppe in den 1970er Jahren, in: taz vom 23.10.2010,\u00a0 S. 22-23\u00a0 (Von der taz wurde das Interview mit Thomas Kram als ein \u201ewichtiges Dokument der Zeitgeschichte\u201c bezeichnet, und im Netz unter einem anderen Titel ver\u00f6ffentlicht unter) URL: https:\/\/taz.de\/Augenzeugenbericht-eines-Ex-Guerilleros\/!5726548\/<\/p>\n<p>(14) Schon zeitgen\u00f6ssisch war in der Zeitschrift arbeiterkampf\u00a0 deutlich Gegenposition zu dem in dem Albartus-Papier in Bezug auf dessen Homosexualit\u00e4t erhobenen \u201eallgemeinsten Verd\u00e4chtigungen\u201c bezogen worden: \u201e\u00c4rgerlich wird es da, wo dann trotz der Feststellung, man wolle keine Spekulationen \u00fcber die Beweggr\u00fcnde anstellen, genau dieses in extenso und v\u00f6llig unbelegt getan wird: von den Ma\u00dfst\u00e4ben aus zweierlei Welten ist die Rede, von Ansichten und Verhaltensweisen, die nicht mit den gewohnten Mustern \u00fcbereinstimmen, und von der schwulen Identit\u00e4t von Gerd Albartus, die in der &gt;M\u00e4nnerwelt&lt; der pal\u00e4stinensischen Gruppe &gt;per se auf Argwohn&lt; gesto\u00dfen sei. Wie daraus ein Grund f\u00fcr die Ermordung des Genossen werden konnte, wird im konkreten nicht einmal angedeutet. Stattdessen werden allgemeinste Verd\u00e4chtigungen ins Feld gef\u00fchrt.\u201c Vgl. GenossInnen aus der Mehrheit, Fragen und Anmerkungen zum RZ-Papier, in: ak, Nr. 338 vom\u00a0 13.1.1992, S. 30<\/p>\n<p>(15) Vojin Sa\u0161a Vukadinovi\u0107, Revolution\u00e4re Zellen, Rote Zora, OIR \/ Die Geschichte der \u201eAnderen\u201c des deutschen Linksterrorismus, Berlin (derzeit angek\u00fcndigt f\u00fcr April 2023), URL: <a href=\"https:\/\/portal.dnb.de\/opac.htm?method=simpleSearch&amp;cqlMode=true&amp;query=idn%3D1220642770\">https:\/\/portal.dnb.de\/opac.htm?method=simpleSearch&amp;cqlMode=true&amp;query=idn%3D1220642770<\/a><\/p>\n<p>(16) Rolf Surmann, \u00bbIndex des Richtigen\u00ab \/ Der erste Band der Hallischen Jahrb\u00fccher setzt sich mit der postkolonialen Theoriebildung zum Holocaust auseinander, in: konkret Nr. 10 vom September 2021<\/p>\n<p>Views: 945<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerd Albartus, Mitglied der Revolution\u00e4ren Zellen (RZ) ist seit \u00fcber 30 Jahren tot. 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Der sehr genau Umgang damit h\u00e4tte Zukunft.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":11757,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[8,14,24,25,30,34],"tags":[5037,5038,204,208,5040,5041,5036,1002,3799,3586,5042,1184,5044,1271,5039,3036,1869,1871,1916,2105,2149,5035,5043,5034],"class_list":["post-11756","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-antifaschismus","category-autonome-theorie-praxis","category-imperialismus","category-kapitalis-mus-s","category-militante-geschichte","category-politik","tag-alexander-sedlmayer","tag-antideutsche-zeitschrift-bahamas","tag-antiimperialismus","tag-antisemitismus","tag-dora-bloch","tag-entebbe-causa","tag-freia-anders","tag-gerd-albartus","tag-gerd-albartus-ist-tot","tag-gerhard-hanloser","tag-hallische-jahrbuecher","tag-holocaust","tag-intifada","tag-jan-gerber","tag-kz-ueberlebende","tag-markus-mohr","tag-palastina","tag-palastinensische-widerstand","tag-pflp","tag-revolutionare-zellen","tag-rz","tag-selektion-entlang-voelkischer-linien","tag-thomas-kram","tag-vojin-sasa-vukadinovic"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/wolfwetzel.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gerd-Albartus-RZ.jpg?fit=583%2C475&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11756","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11756"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11756\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11760,"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11756\/revisions\/11760"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11757"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11756"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11756"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11756"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}