Kann es sein, dass es gar nicht um den Kampf gegen rechts geht, sondern um den Schutz des Bekannten, des Gewohnten?
Kann es sein, dass sehr viel rechts ist und sein kann, wenn man sich darauf verlassen kann?
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Kann es sein, dass es gar nicht um den Kampf gegen rechts geht, sondern um den Schutz des Bekannten, des Gewohnten?
Kann es sein, dass sehr viel rechts ist und sein kann, wenn man sich darauf verlassen kann?
Wenn von ganz oben bis Mitte rechts vom „Kampf gegen rechts“ geredet wird, dann hat man genug davon – wenn man etwas von Anti-Faschismus versteht.
Dieses Buch muss mit einer limitierten „Zeichenanzahl“ auskommen, zu wenig, um alle Zeichen (der Zeit/enwende) zu berücksichtigen. In diesem Buch geht es also darum, einen Grundriss zu zeichnen, der es den Leserinnen und Lesern ermöglicht, sich zu orientieren, anstatt sich zu verlaufen.
Wenn der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) als Polizeizelle wiederauftaucht
Eigentlich sollte mit dem Ende des NSU-Prozesses in München das leidige Thema begraben werden. Dann tauchte 2018 ein NSU 2.0 auf – nicht in Thüringen, sondern in Hessen, in Kreisen der Polizei.
Wenn der Geheimdienst an der Bettkante des „NSU“ saß und bis heute jede Aufklärung verhindert, dann kommt man an den Fragen nicht vorbei: Wofür und für wen ist der „NSU“ nützlich? Oder ist es gar so, dass der „NSU“ ein „Staatskonstrukt“ ist?
Die Geschichte eines V-Mannes im Netzwerk des NSU, den es nicht geben sollte, erzählt mehr als die Geschichte eines Spitzels. Sie erzählt, wie der Verfassungsschutz am NSU-Netzwerk dran war und wie echte Nazis dabei geschützt wurden und werden.
Ein Teil der Linken kämpfte nicht gegen das „Querdenken“, sondern gegen ihr eigenes Selbstverständnis. Daran ändert auch das Ende der Pandemie nichts!
Jetzt müssen auch „Linke“ auf den Zug aufspringen, wollen sie in der Zeitenwende noch dabei sein. Neuer Gast im Zug an die Front ist Bodo Ramelow, Ministerpräsident in Thüringen.
Der Geschichtsrevisionismus ist mit dem Krieg gegen Russland in Fahrt gekommen.
Eigentlich sollte das Verbot eines Konzertes von Roger Waters im Mai in der Messehalle Frankfurt lautlos über die Bühne gehen. Das Gegenteil passiert: Über 22.000 Menschen (Stand: 25.3.2023) haben eine Petition unterschrieben und die Rechtsanwälte von Rogers nehmen die Denunziationen nicht hin.
Es spricht nicht viel dafür, dass die politische und ökonomische Klasse auf eine faschistische Option setzt. So verrückt sich das angehört, aber ein sehr gewichtiger Grund ist die Niederlage der Faschismen in den 1940er Jahren.