Er scheint so, als müsse der Bürger mittlerweile darum betteln, bei Gerichtsverfahren, die mit ihm zu tun haben, vorstellig werden zu dürfen. Grüße von Kafka, Kohlhaas und Wolf Wetzel.
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Er scheint so, als müsse der Bürger mittlerweile darum betteln, bei Gerichtsverfahren, die mit ihm zu tun haben, vorstellig werden zu dürfen. Grüße von Kafka, Kohlhaas und Wolf Wetzel.
Sind die großen Themen wie Corona und Krieg nur schwierig und komplex – oder sind sie gerade deshalb so explosiv, weil das (gemeinsame) Wissen, das wir seit 20, 30, 40 Jahren angesammelt haben, auf dem Spiel steht?
Dass auch der Staat Morde begeht bzw. in Auftrag gibt und man das nicht nachweisen kann und will, ist kein großes Geheimnis. Für gewöhnlich gibt es dann keine Stellungnahmen und massive Bemühungen im Hintergrund, weitere Ermittlungen zu verhindern. Aber es ist etwas ganz Anderes, wenn in einer Gesellschaft eine Staatskultur des Mordes gepflegt und gefeiert wird.
Im ersten Teil ging es darum, das imperiale Kriegsumfeld zu betrachten, also all das, was man wissen könnte oder gar müsste, bevor „der erste Schuss“ in einem Krieg fällt. Dieser zweite Teil nähert sich dem Schauplatz des Krieges und geht den Fragen nach: Was verteidigen, was beschützen die UkrainerInnen? Was haben die UkrainerInnen mit ihren Kriegsherren gemein?
Wenn man sie weder für die eine Kriegspartei, noch die andere entscheidet, dann ist man nicht neutral, sondern schafft die Bedingung dafür, über die russisch-ukrainische Kriegsfront hinauszuschauen.
Der Kampf gegen den Antisemitismus als Regierungsformat bekämpft nicht den Judenhass, sondern schützt imperiale und postkoloniale Verhältnisse
Wenn es nicht so niederschmetternd wäre, müsste man dankbar sein, über das, was ein Wandbild auf der Documenta 15 in Kassel im Jahre 2022 ausgelöst hat und die VIP-Lounge dahinter zum Toben bringt.
Der SPD-Parteivorsitzende Lars Klingbeil legte vor Genoss**innen auf die „Zeitenwende“ von Genosse Scholz noch was drauf. Deutschland habe „nach knapp 80 Jahren der Zurückhaltung heute eine neue Rolle im internationalen Koordinatensystem“.
Schon das Wort „Zurückhaltung“ ist eine Zumutung. Aber was ist mit den 80 Jahren?
Wem summt dieses Wort nicht in den Ohren. Es ist zum Schlagwort des Jahres geworden. Das Wort füllt jede Lücke, jede Leerstelle, jeden Hohlkopf. In diesem Beitrag geht es darum, wie man aus Putin eine Matroschka-Puppe macht, die man selbst an- und auszieht.
Ich möchte euch die neue Rubrik im neuen Online-Magazin „Overton“ im Westendverlag vorstellen.
Der Name für diese Rubrik setzt sich aus „Michael Kohlhaas“ (Heinrich von Kleist) und „Django unchained“ (Quentin Tarantino) zusammen. Eine feine teuflische Paarung.
Ich bin durch Zufall dazu gestoßen. Der wesentliche Grund ist merkwürdig, emotional oder gar bizarr. Mir gefallen die Verschiedenheiten, die unterschiedlichen Biografien, die sich nicht totschweigen, sondern in und mit diesem Projekt zusammenkommen. Also genau das Gegenteil von dem, was ich in den letzten Jahren erlebe – Abgrenzung, Diffamierungen, die epidemische Ausbreitung von „Corona“ – Tabu-Zonen. Ich nenne es Affekt-Praktiken.