In den 1970er und 1980er Jahren war dies eine oft gerufene Parole: „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“
Ein Grundverständnis, das von der Anti-AKW-Bewegung bis zur Friedensbewegung reichte.
Aber was heißt das (heute)?
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In den 1970er und 1980er Jahren war dies eine oft gerufene Parole: „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“
Ein Grundverständnis, das von der Anti-AKW-Bewegung bis zur Friedensbewegung reichte.
Aber was heißt das (heute)?
Die Verteidigung liest aus einem Beschluss des Internationalen Gerichtshofes (IGH) in Den Haag vor, dass der Krieg der IDF in Gaza wesentliche Kriterien der Völkermord-Konvention erfüllt. Das war der Richterin dann zuviel Rechtskunde für Anfänger. Sie unterbrach die Verteidigung und verwies darauf, dass in deutschen Gerichten deutsch gesprochen wird.
Keine Angst? Genau diese spielt eine zentrale Rolle.
Wenn „ULM5“ eine Fabrik in Ulm zur Herstellung von Drohnen für Gaza attackiert, dann hat das am allerwenigsten etwas mit Terrorismus zu tun, sondern mit der Pflicht, einem Genozid nicht tatenlos zuzusehen. With english version.
Ganz oft wird der Einwand erhoben, dass man zwar mit dem Ansinnen von ULM5 übereinstimme, aber nicht mit den Mitteln. Schließlich handele es sich bei dieser Aktionsform um „Gewalt gegen Sachen“.
Dann werden die betagten Zeitzeugen und die kerngesunden Soldaten innehalten, kurz nachdenken und zusammen den Kopf schütteln: Nein, das kann man nicht vergleichen. Niemals. Bloß nicht.
Es geht um die deutschen Politiker, die die „Drecksarbeit“, die Israel im Gaza/Palästina macht, loben und mit ermöglichen.
Jetzt, wo an allen Ecken und Enden für den Krieg getrommelt, bezahlt, eingespart und ertüchtigt wird, wo es nicht im Ansatz eine Massenbewegung gibt, wie in den 1980er Jahren gegen die erfundene „Raketenlücke“ kam mir der Liedtext der Ina Deter Band doch näher.
In der Satire-Sendung Die Anstalt sollten Pianist Levit und Rapper Danger Dan das neue Lied „Keine Angst“ aufführen. Im Zentrum steht die Angst vor Faschismus und Neonazismus und wie man mit dieser berechtigten Angst umgehen kann – ohne zu verstummen.
Bisher waren Schwule im Kolonialsmus unsichtbar und unerwünscht. Jetzt dürfen sie mitmachen. Der ehemalige CDU-„Gesundheits“-Minister Jens Spahn kauft sich – zusammen mit seinem Partner – in den ach so christlich aufgemotzten USA – eine „Leihmutter“ – für schlappe 100.000 US-Dollar aufwärts.