Remmo zu Diensten. Über Ober- und Unterwelten
Infotour durch das Clan-Wesen Teil II
Kurzer Rückblick:
Die Partei DIE LINKE hat 2026 Berlin (mit Wahlen) erobert und ist den „Russen“ folglich zuvorgekommen. Das muss ihnen heimgezahlt werden. Die Masche ist dabei uralt: Entweder sind es die „Russen“ oder/und die „Roten“. Die „Juden“ fallen spielbedingt aus.
Also tauchte ein mediengesicherter „Clanchef“, Issa Remmo, auf der Wahlparty der LINKEN in Berlin Neukölln auf. Er war nicht eingeladen, ließ sich mehrmals ablichten und wurde dann gebeten, die Party zu verlassen.
Damit hatte man den erwünschten „Skandal“ im Kasten. Und sofort lief die Denunziationsmaschinerie auf Hochtouren. Die LINKE und „Clankriminalität“, das geht doch nun gar nicht und muss doch als Stolperstein für eine Regierungskoalition reichen.
Natürlich kann ich zur Motivlage von Issa Remmo nichts sagen. Bemerkenswert ist jedoch, dass keine dieser Untergangsmedien schreiben, dass sie mit Remmo ein Interview führen wollten bzw. um eine Stellungnahme gebeten hatten – und beides abgelehnt wurde. Warum herrscht diesbezüglich Schweigen?
Aber dann meldete sich doch jemand zu Wort. Ausgerechnet Firas, der Sohn von Issa Remmo. Warum sollte dieser in dieser heiklen Situation für seinen Vater reden? Funktioniert der Clan nicht? Wo bleibt die knallharte Hierarchie?
Macht der Sohn so etwas ungefragt oder abgesprochen?
Der Sohn veröffentlichte noch am selben Abend Chat-Gespräche zwischen dem LINKEN-Abgeordneten Ferat Kocak und ihm. Sofort wurde er gut orchestriert als mutmaßlicher Sympathisant der palästinensische Befreiungsorganisation PFLP markiert, die in der Werte-EU als „Terrororganisation“ bezeichnet wird, im UN-Völkerrecht hingegen eine Organisation ist, die das Recht hat, gegen eine Besatzung zu kämpfen – auch bewaffnet.
Damit hatte man über drei Ecken „Clankriminalität“ und „Terrorismus“ zu einem Paket zusammengeschnürt.

Aber jetzt kommt die entscheidende Frage:
Warum liefert der Sohn von Remmo diesen „Stoff“? Warum gießt er Öl ins Feuer? Warum mischt er sich ein, während seiner Vater schweigt? Warum bringt er nicht nur seinen Vater in Bedrängnis, sondern vor allem die Partei DIE LINKE?
Jetzt kommt das Clankonstrukt ins Spiel. Wenn es einen solchen Clan gäbe, dann würde der Sohn das Maul halten und das ganz seinem Vater, dem Boss überlassen.
Warum spielt er hingegen den Polizeibehörden und den Laufstallmedien in die Hände?
Auch der Sohn war bereits im Blickfeld der Polizei und des Verfassungsschutzes. Das darf man erwarten, wenn der „Remmo-Clan“ ein so dicker, krimineller Brocken ist. So wurde Firas Remmo buchstäblich auf frischer Tat geschnappt, als er mit anderen zusammen im Januar 2026 einen Geldautoamten knacken wollte. Das Besondere daran ist das „Ergebnis“: Das Verfahren wurde laut der Berliner Morgenpost eingestellt.
Man stelle sich da einmal vor: Da werden mehrere Personen festgenommen, als sie einen Geldautomaten knacken wollten. Die Einbruchspuren sind eindeutig und das Einbrecherwerkzeug befindet sich in einem Auto der Festgenommenen. Sie werden in Haft genommen. Die Personen sind polizeibekannt, vorbestraft. Man ermittelt und kommt zu dem Ergebnis: Kann doch jedem einmal passieren. Alles nicht so wild. Vergessen wir die Sache. Tschüss.
Wer sich in Polizei- und Geheimdienstmethoden nur halbwegs auskennt oder ein paar Tatortfilme geschaut hat, der weiß, dass diese Situation ein hohes Erpressungspotenzial enthält. Denn selbstverständlich kann, also müsste man eine solche Straftat verfolgen … oder der Fall wird als „Konzessionsangebot“ – so nennt man das in Geheimdienstkreisen – dem Festgenommenen gegenüber genutzt. Da die Polizei an das Legalitätsprinzip gebunden ist (also in den Vorschriften), wäre das ein gefundenes Fressen für den Berliner Verfassungsschutz, der ans Legalitätsprinzip nicht gebunden ist!
Dieses „Konzessionsangebot“ besteht zum Beispiel darin, der Polizei/dem Geheimdienst einen kleinen Gefallen zu tun, wenn man darauf zurückgreifen will.
Ganz häufig wurde (wird) das mit Neonazis so gehandhabt: Man nimmt sie wegen einer Straftat fest, droht mit (hohen) Strafen, um ihnen dann das Angebot zu machen, für den Verfassungsschutz als V-Mann zu arbeiten.

Das führte unter anderem dazu, dass im neonazistischen NSU-Umfeld über 45 V-Leute platziert werden konnten. Kein einziger V-Mann hat zur Verhinderung der Mordserie beigetragen. Im Gegenteil.
Dieser Fakt ist besonders widerlich, gerade auch in diesem Zusammenhang, wenn man Teilen der Partei DIE LINKE Antisemitismus unterstellt.
Der Fall „Remmo“ – ein Anwerbungsfall?
Der Sohn hatte nicht den geringsten Anlass, sich auf eine – auch für den Vater nachteilige Weise – in diese Gelegenheit einzumischen und private Chat-Verläufe weiterzugeben.
Denn selbstverständlich weiß der Sohn, dass diese Preisgabe eventuell einigen Schaden anrichten kann. Wenn sich Papa angeblich über den Wahlsieg der LINKEN gefreut hat und dies mit seinem Besuch bei der Wahlparty unterstreichen wollte, dann ist es völlig unglaubwürdig, wenn ihn der Sohn in die Pfanne haut.
Warum sollte der Sohn der abgewählten und ins Nirwana geschickten schwarzroten Regierung helfen – während Papa den Sieg der LINKEN feiert?
Und nicht zuletzt und nicht ganz unerheblich: Warum bringt er den Linken-Abgeordneten Ferat Kocak ins Spiel?
Wenn der Sohn aber zu einer solchen „Gegenleistung“ verpflichtet wurde, dann würden sich die Ungereimtheiten auflösen, die sich bei der offiziellen Erzählung ergeben.
Claudia Wangerin schreibt für die Tageszeitung Junge Welt und ist einer ähnlichen Spur nachgegangen: Während die Laufstallmedien und der abgewählte S-R-Regierungsclan Ferat Kocak zum Bindeglied zwischen „Terrorismus“ und „Clankriminalität“ umfrisieren wollen, schreibt Claudia Wangerin folgendes zu diesem LINKEN-Abgeordneten:
„Angesichts der aktuellen Hetzkampagne geht es nicht darum, ob Ferat Kocak ein Heiliger ist, der immer alles richtig gemacht hat. Um gegen diese scheinheilige, neoliberal-rassistische Phalanx verteidigt zu werden, muss er das nicht sein. Fakt ist: Er setzt sich seit vielen Jahren glaubwürdig für die Belange der multiethnischen Arbeiterklasse m/w/d ein, der die Hauptakteure dieser Kampagne nicht einmal bezahlbaren Wohnraum gönnen. Er war Ziel eines rechtsextremen Brandanschlags, bei dem seine Eltern hätten sterben können, Polizisten hatten vorab Erkenntnisse dazu gehabt und ihn nicht gewarnt. Er kämpfte danach mit Angstzuständen und versuchte, einen Umgang damit zu finden, ohne sich einschüchtern zu lassen, machte manchmal auch provokant seinem Frust über die Polizei Luft – und muss angesichts dieser Kampagne erneut um seine persönliche Sicherheit fürchten.“
In einem späteren Beitrag folgt sie einem interessanten Gedanken:
„Und bevor ich Ferat Kocak unterstelle, dass er das nicht ehrlich meint, würde ich eher den Remmos unterstellen, dass sie erpressbar sind und sich (bewusst oder unbewusst) für Intrigen vom rechten Flügel der ‚Sicherheitskreise‘ einspannen lassen.“
Es gäbe also ganz viele Gründe, diesen „Skandal“ auf die Füße zu stellen und ihn den politischen Kreisen, die mit Genozid und Kriegsverbrechen nicht das geringste Problem haben, um die Ohren zu hauen.
Wolf Wetzel |28.9.2026
Quellen und Hinweise:
Nach dem Sieg – bei den Berlin-Wahlen – wird es erst richtig schwierig, Wolf Wetzel, 22.9.2026: https://wolfwetzel.de/index.php/2026/09/22/nach-dem-sieg-bei-den-berlin-wahlen-wir-es-erst-richtig-schwierig/
„Die perfideste Form der Ausländerfeindlichkeit ist Antisemitismus.“ Über „Clankriminelle“ und Drecksarbeit-Clans, Wolf Wetzel, 23.9.2026: https://wolfwetzel.de/index.php/2026/09/23/die-perfideste-form-der-auslaenderfeindlichkeit-ist-antisemitismus-ueber-clankriminelle-und-drecksarbeit-clans/
Kommentar von Claudia Wangerin auf Facebook vom 23. und 25.9.2026: https://www.facebook.com/claudia.wangerin
Mit Einbruchswerkzeug gefasst. Remmos wollten Geldautomat im Blackout-Gebiet knacken, Berliner Zeitung vom 7.1.2026: https://www.bz-berlin.de/polizei/remmos-blackout-geldautomaten
Eine Infotour durch das Clan-Wesen, Wolf Wetzel, 2026: https://wolfwetzel.de/index.php/2026/09/27/eine-infotour-durch-das-clan-wesen/
Das Schlagwort „Antisemitismus“ hat die Substanz eines Hohlkörpers, Wolf Wetzel, 2025: https://wolfwetzel.de/index.php/2025/03/26/das-schlagwort-antisemitismus-hat-die-substanz-eines-hohlkoerpers/
Der NSU-VS-Komplex. Wo beginnt der Nationalsozialistische Untergrund/NSU – wo hört der Staat auf? Wolf Wetzel, Unrast Verlag, 2015, 3. Auflage: https://wolfwetzel.de/index.php/2020/01/03/buchvorstellung-der-nsu-vs-komplex-wo-beginnt-der-nationalsozialistische-untergrund-nsu-wo-hoert-der-staat-auf/
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