Wenn der Krieg der Höllenmeisterei verloren geht
Die US-Regierungen führen seit Jahrzehnten Krieg gegen den Iran. Immer dann, wenn der Slave „Iran“ nicht mehr mitmacht, wenn er zum Beispiel die Erdölvorkommen nationalisiert (1951) oder das faschistische Schahregime 1979 gestürzt wurde. Dabei ging es den US-Kriegsherren weder um den Schah, noch um Mullas, sondern um ergebene Vasallen der US-Ordnung.
Da etwa 45 Jahre eine sehr lange Zeit sind, um gegen den US-Willen an der Macht zu bleiben, sollte ein direkter und offener Krieg gegen den Iran das Land wieder zur Beute der USA machen.
Man bombardierte, mordete und zerstörte. Man griff gezielt die zivile Infrastruktur an und forderte Iran zur Kapitulation auf. Ansonsten werde man die „iranische Zivilisation auslöschen“.
Stattdessen breitete sich der Krieg in eine Richtung aus, die weder die USA (und seine ergebenen Verbündeten), noch Israel auf der Rechnung hatten. Es wurden Ziele in Israel angegriffen und US-Basen in arabischen Golfstaaten. Und dann blockierte man auch noch die Straße von Hormus, eine zentrale Nervenader des Welthandels.
Offensichtlich schien ein militärischer Sieg in immer weitere Ferne gerückt zu sein.
Der Krieg sicherte keine Profite mehr, sondern gefährdete sie in erheblichem Maße.
Und statt einen Regime-Change zugunsten der US-Schah-Willigen konsolidierte sich die iranische Regierung – auch mit Blick auf die eigene Bevölkerung.
Schon sehr früh hatte die iranische Regierung deutlich gemacht, dass sie weder vor Trumps Höllengeschwafel Angst hat, noch vor seinem Golfschläger.
Ganz ruhig und sachlich nannte sie die Bedingungen für das Ende des US-Krieges gegen den Iran.
- Sofortiges Ende der Bombardierung des Irans, also das Ende ihres Angriffskrieges.
- Reparationszahlungen an den Iran
- Internationale Garantien, dass Iran nicht wieder mit schwachsinnigen Vorwürfen bedroht und angegriffen wird.
Illusorisch
Viele sahen diese „Forderungen“ als illusorisch und weltfremd an. Jetzt kann man beobachten, dass Weltfremdheit (manchmal) besser ist als Unterwerfung – im materiellen und geistigen Sinne.
Die USA und der Iran haben einen 14-Punkte-Plan als Rahmenabkommen zur Beendigung des US-Krieges gegen den Iran vereinbart, der am 17. Juni 2026 durch die US-Regierung offiziell bestätigt wurde. Der Entwurf sieht eine sofortige und dauerhafte Waffenruhe an allen Fronten, einschließlich des Libanon, sowie den Abzug der US-Streitkräfte aus der Region innerhalb von 30 Tagen nach einem endgültigen Abkommen vor. Außerdem verpflichten sich die USA zur vollständigen Aufhebung aller primären und sekundären Sanktionen, einschließlich UN- und IAEA-Resolutionen.
Das ist weitaus mehr, als die iranische Regierung zu Beginn des Krieges formulierte.
Wer den 14-Punkte-Plan liest, wird dort sogar etwas noch illusorischeres schwarz auf weiß finden:
Das Ende des israelischen Krieges im Libanon als Bestandteil des Abkommens.
Ein Land, das selbst seit über40 Jahren angegriffen wird, macht zur Bedingung eines Friedens, dass auch im Libanon der Krieg Israels beendet werden muss. Das ist nicht nur besonders, sondern eben auch eine Form des Antiimperialismus, den man eher nicht im islamischen Staat vermutet hatte.
Auf einmal sind die Vertreter der iranischen Regierung keine Teufel mehr, sondern vernünftige und verlässliche „Verhandlungspartner“.
Wenn sich Genozid-Könner und Kriegswillige gegenseitig belügen
Auf dem G7-Gipfel im abgeriegelten Évian-les-Bains/Frankreich gab es zwei bemerkenswerte Gesten. Die erste war ohne Protokoll: Der US-Präsident Donald Trump kam zu spät zum Konferenzraum. Als er ihn betrat, hielt er mutig den Daumen hoch und begrüßte die Wartenden mit: „Ich bin der Boss“.
Die anderen G7-Teilnehmer lächelten bestenfalls gequält und die protokoll-gerechte Show konnte losgehen:
Donald Trump unterzeichnete den „Deal“ (das Rahmenabkommen) mit dem Iran vor aller Augen. Der neben ihm sitzenden französische Präsident Macron klopfte ihm demonstrativ auf die Schultern und dann durften alle anderen klatschen.
Alle wissen, dass das kein Deal war, für den man Krieg führen musste. Selbst die EU-Skeptiker wünschten sich, dass sich die US-Kriegsverbrechen gegen den Iran auszahlen. Auch für sie. Das Gegenteil ist der Fall.
Zum ersten Mal in der Geschichte der USA musste die Regierung ein Abkommen unterschrieben, das sie schlechter dastehen lässt, als vor dem Krieg.
Der G-7-Chor klatschte nicht aus Unwissenheit, sondern als scharf kalkulierende Geschäftsleute. Denn für diese inszenierte Farce bekam die EU im Gegenzug ihren Krieg gegen Russland, auf dem Boden der Ukraine boniert. Die US-Kriegsmaschinerie bleibt an Bord. Denn noch geht der Krieg gegen Russland nicht ohne die USA.
Eine sehr kluge Stimme aus revolutionären Zeiten sagte einmal:
Man sollte bewaffnet sein, um sie nicht benutzen zu müssen.
Wolf Wetzel |18. Juni 2026
Quellen und Hinweise:
Iran-Deal fertig: Das steht im offiziellen 14-Punkte-Plan der USA, Hamburger Abendblatt vom 18. Juni 2026: https://www.abendblatt.de/politik/article412313557/iran-deal-fertig-das-soll-im-14-punkte-plan-der-usa-stehen.html
Der Sarkophag der US-Weltherrschaft. Wenn man die VR China nicht mit Kapitalismus und auch nicht mit Krieg besiegen kann, Wolf Wetzel, 2026: https://wolfwetzel.de/index.php/2026/05/24/der-sarkophag-der-us-weltherrschaft/
Dem Dritten Weltkrieg immer näher – Jeder Weltkrieg fing damit an, dass man sich „verteidigen“ müsse. Statt einem Krieg zuvorzukommen, wurde ein Weltkrieg daraus, Wolf Wetzel, 2026:
Wir haben uns den 3. Weltkrieg verdient, Wolf Wetzel, 2024: https://wolfwetzel.de/index.php/2024/09/03/wir-haben-uns-den-3-weltkrieg-verdient-teil-ii/
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Nicht auszuhalten, jetzt auch noch das! Mit dem gleichen Text wie von OT gewohnt „Dein Kommentar wartet auf Freischaltung …“ werde ich jetzt auch bei DubeljuhDubbeljuh traktiert. Hat den WW noch nicht mitbekommen, dass auf OT jetzt längst die nächste Stufe der Garotte geschaltet is, „man“ bzw. das Abgesandte verglüht eine Zehntelsekunde oder weniger nach Betätigen des Sendeknopfes einfach der Umlaufbahn. Frei nach der 1. Allgemeinen Veunsicherung: Rumpel-di-pump-weg ist der Lump!
Bin ich jetzt enttäuscht? Nein, wieso auch? Heutzutage bis zum Ende aller Tage ist alles möglich. Schließlich heißt es ja auch „Eyes wide shut!“ Alternativ schlage ich ‚La-le-lu‘ vor. Da gibt es was auf Youtube, eine ganze Stunde lang, die herzallerliebsten Schäfchen!
Jetzt habe ich nur nicht verstanden, was du eigentlich meinst..
Gestern durfte ich vernehmen – ausgerechnet auf Overton – dass der dort vertriebene Wolf W. jetzt doch tatsächlich seinen eigenen blog pflegen würde. Eben dort angekommen, was muß ich erblicken? Einen Hinweis auf ein Interview mit RdL. Darf’s wahr sein? Tja, das war’s dann wohl! Wünsche weiterhin frohes Verrichten!
Was stört dich? Was ist einem Interview falsch? Wer ist RdL? Schreibe doch bitte so, dass andere, also auch ich verstehen können, worum es geht.