Ben Gevir. Die Nazis übertrumpfen ist nicht einfach

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Ben Gvir. Die Nazis übertrumpfen ist nicht einfach

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Ben  Gvir, israelischer Polizeichef und Postfaschist feierte seinen 50. Geburtstag. Seine Frau schenkte ihm kein Knuddeltier oder einen Wanderstock, sondern eine Torte, die mit einem „goldenen Galgen“ verziert war. Das fand sie total passend und lustig und ihr Ehemann, der keine Gelegenheit auslässt, dem NS-Regime alle Ehre zu machen, freute sich über diesen Gag. Was für ein Eheglück.

 

 

Der „goldene Galgen“ hat eine ekelerregende Bedeutung:

Das israelische Parlament, die Knesset, hat am 1. April 2026 einen Gesetzentwurf zur Einführung der Todesstrafe für Palästinenser verabschiedet. Der Beschluss fiel mit 62 zu 48 Stimmen. Das Gesetz sieht die Todesstrafe als zwingende Strafe für Palästinenser vor, die von Militärgerichten in der besetzten Westbank wegen einer tödlichen „terroristischen“ Attacke verurteilt werden. Die Vollstreckung soll innerhalb von 90 Tagen durch Erhängen erfolgen, Begnadigungen sind ausgeschlossen.

Die ‚Rechtsprechung‘ am Galgen des israelischen Kriegskabinetts

In einem besetzten Gebiet die Todesstrafe zu verhängen, die jüdische Siedler oder israelische Soldaten explizit ausschließt, damit sie fortgesetzt plündern, enteignen, foltern, ermorden können, hat nichts mit Recht zu tun, sondern mit einem Apartheidsystem, das sich gar nicht mehr versteckt, sondern ausgelassen mit Sekt diese „demokratische“ Entscheidung feiert.

Es gibt vieles, das an diktatorische und faschistische Regime erinnert, was den Finanzminister Smotrich, bekennender Faschist, gar nichts stören würde.

Es gibt aber auch Besonderheiten:

Nicht einmal die Nazis waren so ausgelassen und stolz und haben Gaskammer-Sticker verteilt bzw. stolz am Revers getragen. Das geht in Israel ganz anders:

 

Der Goldene- Galgen-Pin wird vom faschistischen Polizeiminister Ben-Gvir direkt beworben und wird bereits online auf verschiedenen Plattformen verkauft. Die Anstecknadel ist zwischen 5,00 und 20,00 Euro erhältlich.

 

 

Wenig später sieht man den israelischen Polizeichef mit einer großen israelischen Flagge durch die Reihe von Gefangenen gehen.

 

Die Gefangenen sind Mitglieder der Flotilla, die Hilfsgüter ins besetzte Gaza/Palästina bringen wollten.

 

Deren Hände sind auf dem Rücken gefesselt und sie sitzen nach vorne gebeugt auf den Knien, während der Polizeichef seinen Mann steht – beschützt von bewaffneten Polizisten.

 

 

Man stelle sich in diesem Zusammenhang vor, Nazis wären in die Gefängnisse gegangen, um dort für die Wochenschau zu posen: Sie halten die Reichsfahne in der Hand, und zeigen sich gegenüber gefesselten Gefangenen wie richtige Herrenmenschen. Bei der Gelegenheit erklären Goebbels oder Göring den Gefangenen, dass das hier Deutschland ist.

Genau dies tat Ben Gvir in diesen Tagen, um den gekidnappten Flotilla-Mitgliedern zu zeigen, wer Herr im Haus ist, also überall dort, wo man sich gewaltsam Zugang verschafft. Es gibt dazu einen Videofilm. Man könnte davon ausgehen, dass dies einer Indiskretion geschuldet ist. Weit verfehlt. Ben Gvir höchstpersönlich wollte sich so präsentieren. Nichts daran findet er beschämend oder gar widerlich.

 

Wolf Wetzel | 27. Mai 2026

Quellen und Anmerkungen:

Am Galgen, Wolf Wetze, 2026: https://wolfwetzel.de/index.php/2026/05/05/am-galgen/

Goldener Strick: Ben-Gvirs neue Anstecknadel zur Förderung der Todesstrafe für Terroristen, fokus-jerusalem.tv vom 9.12.2025: https://www.fokus-jerusalem.tv/2025/12/09/goldener-strick-ben-gvirs-neue-anstecknadel-zur-foerderung-der-todesstrafe-fuer-terroristen/

Kurzvideo von Geburtstagsfeier des Galgen-Ehepaares Ben-Gvirs:
https://t.me/MediaGuerillaBerlin/21477

Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte werfen Israel Misshandlungen vor, DER SPIEGEL vom 23.5.2026: https://www.spiegel.de/ausland/global-sumud-flotilla-aktivisten-von-gaza-hilfsflotte-werfen-israel-misshandlungen-vor-a-09ea2d00-e933-4164-b89d-bd75466fb203

„Welcome to Israel“, Post von Ben-Gvir auf X vom 20.5.2026: https://x.com/itamarbengvir/status/2057046925417824697?s=20

Ben Gvir. It’s not easy to outdo the Nazis

Ben Gvir, Israeli police chief and post-fascist, celebrated his 50th birthday. His wife didn’t give him a stuffed animal or a hiking stick, but a cake decorated with a “golden gallows.” She thought it was totally fitting and funny, and her husband—who never misses an opportunity to pay homage to the Nazi regime—was delighted with this joke. What a happy marriage.

The “golden gallows” has a repulsive meaning:

On April 1, 2026, the Israeli parliament, the Knesset, passed a bill introducing the death penalty for Palestinians. The resolution passed by a vote of 62 to 48. The law mandates the death penalty for Palestinians convicted by military courts in the occupied West Bank of a deadly “terrorist” attack. The sentence is to be carried out within 90 days by hanging; pardons are excluded.

The “jurisprudence” at the gallows of the Israeli war cabinet

Imposing the death penalty in an occupied territory—a penalty that explicitly excludes Jewish settlers or Israeli soldiers so that they may continue to plunder, expropriate, torture, and murder—has nothing to do with justice, but rather with an apartheid system that no longer even hides itself, but instead exuberantly celebrates this “democratic” decision with champagne.

There is much that is reminiscent of dictatorial and fascist regimes, which Finance Minister Smotrich, a self-confessed fascist, does not care about at all.

But there are also some peculiarities:

Not even the Nazis were that exuberant and proud—they didn’t hand out gas chamber stickers or wear them proudly on their lapels. Things are quite different in Israel:

The Golden Gallows pin is being promoted directly by the fascist Minister of Police, Ben-Gvir, and is already being sold online on various platforms. The pin is available for between 5.00 and 20.00 euros.

Shortly thereafter, the Israeli police chief is seen walking through the line of prisoners carrying a large Israeli flag. The prisoners are members of the flotilla that sought to deliver aid supplies to occupied Gaza/Palestine.

Their hands are tied behind their backs, and they sit on their knees, bent forward, while the police chief stands tall—protected by armed officers.

Imagine, in this context, if Nazis had gone into prisons to pose for the newsreels: they hold the Reich flag in their hands and act like true masters in front of the bound prisoners. On this occasion, Goebbels or Göring explain to the prisoners that this is Germany.

This is exactly what Ben Gvir did recently to show the kidnapped flotilla members who is master of the house—that is, wherever one gains access by force. There is a video of this. One might assume that this was due to an indiscretion. Far from it. Ben Gvir himself wanted to present himself this way. He finds nothing about it shameful or even repulsive.

Wolf Wetzel | May 27, 2026:

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2 Kommentare

  1. Schon ein, zwei Sätze aus deinem trefflichen Betrag hier reichten aus, um als Nutzer bei bei „Overton“ vollumfänglich gesperrt zu werden.
    Mittlerweile haben die schon schwarze Listen unbotmäßiger Nutzer angelegt.
    Da kommt null Kommentar mehr durch.
    Danke für deine Seite hier
    und allerbeste Grüße
    Phineas

    1. Ich danke dir und würde die Befürchtungen teilen. Bei diesem Text würden alle dümmlichen Affekt-Alarmglocken läuten.

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