ESC – Spaß und Genozid … verderben. Mit Party-Ende
Am Samstag, den 16. Mai 2026 findet in Wien das Finale statt.
Aus diesem Grund wird es eine Großdemonstration unter dem Motto „No Stage For Genocide“ (Keine Bühne für Völkermord) geben.
Spanien, Niederlande, Irland, Slowenien und Island boykottieren den Eurovision Song Contest/ ESC. Ein Ausschluss Israels war gescheitert, nachdem unter anderem Deutschland sich stark für Israels Teilnahme einsetzte. Der ESC wird von den Rundfunkanstalten der jeweiligen Länder organisiert. Im Fall Deutschlands ist es das ARD.

Es ist also naheliegend, wenn gerade das Genozid-erfahrene Deutschland bis zum Ende daran festhält, dass sich Spaß und Genozid nicht ausschließen, sondern ergänzen.
Gendern und massakrieren, Queer/Trans/Divers tun und total stramm stehen, morden und sich nicht schämen und schon gar nicht den Spaß verderben lassen. Schon gar nicht, wenn „andere“ die Drecksarbeit machen – auch für „uns“.
- Damit wir von den Bildern verschont bleiben, wie man Gaza/Palästina in eine Steinwüste verwandelt.
- Damit wir von den Bildern verschont bleiben, wie israelische Siedler im Westjordanland plündern und brandschatzen.
- Damit wir jene nicht sehen und hören, die in dieser Hölle leben.
Dafür ist der Himmel des ESC da.
Überschattungen und Abschirmungen
Die staatsdevoten Medien taten alles, dass der ESC so aussieht wie immer: Bunt, glitzernd, aufgedonnert bis zum Abwinken, selbstverliebt, nazistisch. Da dufte auch ein Stefan Raab nicht fehlen. Er garantiert, dass das Niveau nicht über die Tischkante reicht.
Dafür schneidet, glitscht und manipuliert man sich durch die Wirklichkeit. Und der Kulturstaatsminister Wolfram Weimer klebte wieder „Antisemitismus“ überall drauf, wo noch Platz war:
„Der Geist des ESC ist friedliche Völkerverständigung und heitere Toleranz, Musik und Kultur sollen im Vordergrund stehen, nicht die Politik. In diesem Fall war deutlich spürbar, dass Antisemitismus eine Rolle spielte.“ (n-tv vom 13. Mai 2026)
Klar, dass auch er bis heute zu blöd dafür ist, zu kapieren, das die Ablehnung eines Genozids nicht davon abhängig ist, ob ihn Juden, Tempelritter oder Abergläubige begehen. Wenn jemand den Antisemitismus benutzt, dann er – nur völlig falsch herum.
So bekam man kaum etwas davon mit, dass sehr deutliche Proteste gegen den Genocide Contest in Wien stattgefunden haben. Auf die über 1.100 KünstlerInnen, die einen Boykott des diesjährigen ESC unterschrieben, wurden nur ganz knapp gestreift.
RTL schrieb sich ebenfalls ins Nirwana:
„Beim ersten ESC-Halbfinale am Dienstag (12. Mai) sind eigentlich alle in Partystimmung und feiern die bunten, lauten, leisen und schrillen Auftritte. Mit Spannung erwartet wird aber Noam Bettan aus Israel.“

Dann erwähnt sie ganz kurz die Party-Störer, um dann ungestört fortzufahren:
„Auf der Bühne lässt sich Noam Bettan nichts anmerken. Trotz der lauten Unterbrechungen bringt er seinen Song souverän zu Ende. Wie viel er durch seine In Ear Kopfhörer von dem Protest mitbekommt? Unklar. In einem früheren Interview mit dem finnischen ESC-Künstler Käärijä sagt dieser: „Ich konnte durch meine In Ear Kopfhörer die Leute am Anfang von ‘Cha Cha Cha’ hören. Eigentlich ist man ziemlich abgeschirmt, aber wenn die Zuschauer so laut schreien, dann hörst du das natürlich. (…) Nach dem Auftritt brandet Applaus in der Wiener Stadthalle auf. Die Zuschauer feiern die Performance, die sich gegen die schwierigen Umstände behauptet hat. Für viele gilt sie sogar als eine der stärksten des Abends.“ (RTL vom 13. Mai 2026)
No Stage For Genocide
Am Tag des Finales, am Samstag, den 16. Mai 2026 fand eine Großdemonstration unter dem Motto „No Stage For Genocide“ (Keine Bühne für Völkermord) geben.
Ein Ausschnitt daraus mit der spanischen Songwriterin, Sängerin, Gitarristin und Pianistin Maika Makovski … genocide is always genocide:
https://www.facebook.com/reel/1896422881059630
‚Wir haben den 15. Mai bewusst gewählt, um auf die anhaltende Vertreibung der Palästinenser aufmerksam zu machen‘, sagte die Organisatorin Irina Vana auf einer Pressekonferenz am Dienstag.
Unterstützung erhält die Initiative von breiten Teilen der Bevölkerung, sagte Dalia Sarig von „Not In Our Name“ (Nicht in unserem Namen).“ (Junge Welt vom 15. Mai 2026)
Finale ESC in Wien 2026
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- Platz: Genocide
- Platz: Erez Israel
- Platz: Drecksarbeit
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Wolf Wetzel | 16. Mai 2026
Quellen und Hinweise:
Doch der Künstler liefert unbeeindruckt ab. Randale beim ESC-Halbfinale – Israel-Hasser abgeführt, rtl.de vom 13. Mai 2026: https://www.rtl.de/unterhaltung/stars/esc-2026-in-wien-randale-beim-halbfinale-proteste-durch-israel-hasser-id30816993.html
Wolfram Weimer im Interview: „Wir lassen uns den ESC nicht kaputtmachen“, n-tv. de vom 12. Mai 2026: https://www.n-tv.de/leute/Wir-lassen-uns-den-ESC-nicht-kaputtmachen-id30814400.html
Der eliminatorische Nationalismus. Zwischen Krieg und Krieg in Gaza um Palästina, Wolf Wetzel, 2023: https://wolfwetzel.de/index.php/2023/11/29/der-eliminatorische-nationalismus-zwischen-krieg-und-krieg-in-gaza-um-palaestina/
Das israelische Kriegskabinett tut alles, dass sich Auschwitz wiederholt, Wolf Wetzel, 2025: https://wolfwetzel.de/index.php/2025/05/12/das-israelische-kriegskabinett-tut-alles-dass-sich-auschwitz-wiederholt/
Die Hind Rajab Foundation setzt sich dafür ein, den Kreislauf der israelischen Straflosigkeit zu durchbrechen und Gerechtigkeit für alle Opfer des Völkermords im Gazastreifen zu erreichen: https://www.hindrajabfoundation.org/
Finale-Collage: https://www.facebook.com/reel/923556224041595
ESC – Fun and Genocide … Ruin
2026 Eurovision Song Contest Final in Vienna
1st place: Genocide
2nd place: Erez Israel
3rd place: Drecksarbeit
Spain, the Netherlands, Ireland, Slovenia, and Iceland are boycotting the Eurovision Song Contest (ESC). An attempt to exclude Israel failed after Germany, among others, strongly advocated for Israel’s participation. The ESC is organized by the public broadcasters of the respective countries. In Germany’s case, it is ARD.
So it stands to reason that Germany, of all countries—having experienced genocide—would cling to the notion until the very end that fun and genocide are not mutually exclusive, but rather complementary.
To engage in gender politics and massacre, to act queer and stand at attention, to murder and feel no shame, and certainly not let anything spoil the fun.
So that we are spared the images of Gaza/Palestine being turned into a stone desert.
So that we are spared the images of Israeli settlers looting and pillaging in the West Bank.
So that we do not see or hear those who live in this hell.
That is what the ESC’s sky is for.
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