Sie kommen – wieder einmal. Die Russen.

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Sie kommen — wieder einmal

Am 8. Mai 2026 feierte man in Russland den Sieg der Roten Armee über den Faschismus — deutsche Offizielle blieben der Feier fern, sie rüsten das Land für die Revanche auf.

Wenn die Russen etwas beherrschen — außer Bortschtsch-Suppe kochen und Matrjoschka-Püppchen ineinander schachteln —, dann ist es dies: Russen kommen. Immer wieder haben sie das in der Geschichte unter Beweis gestellt, etwa bei ihren Angriffen auf Frankreich 1812 oder auf Nazi-Deutschland 1941. Wen würde es insofern wundern, wenn sie diesen beiden aggressiven Akten bald einen dritten folgen lassen würden: gegen das Deutschland des kriegstüchtigen Kanzlers Friedrich Merz. Nur unverbesserliche Russlandversteher erheben Einwände gegen dieses Geschichtsbild. Sie geben zu bedenken: Russland hat „uns“ 1945 eben nicht versklavt, sondern tatsächlich vom Faschismus befreit. Die Russen feiern aus diesem Anlass jedes Jahr am 8. Mai. Deutschland feiert das Datum nie — so als hätten „wir“ Hitler damals lieber noch behalten. Heute in der Ära Putin ist es sowieso vorbei mit dem kurzen Frühling der Entspannung, in dem Deutschland Russland den Zweiten Weltkrieg verziehen zu haben schien. Heute sind die Fronten wieder klar. Friedrich, der große Sprücheklopfer bastelt an der größten konventionellen Armee Westeuropas, und junge Menschen sollen wieder strammstehen und schießen lernen. Der Autor quittiert diese Art des höchst selektiven Geschichtsbewusstseins mit grimmigem Humor.“ (Manova)

publizieret im Magazin Manova am 15. Mai 2026: https://www.manova.news/artikel/sie-kommen-wieder-einmal

 

Wie wir seit ein paar Jahren wissen, kommen die Russen ganz bald. Versprochen.

Deshalb müssen wir aufrüsten, uns kriegstauglich machen.

Mehr arbeiten und früher sterben.

Auf die eine oder andere Weise.

 

Schon zwei Mal haben uns die „Russen“ angegriffen:

Sie erinnern sich: 1914 und 1941!

 

 

Mit dieser unheilbaren Angst können wir D. wieder ganz groß machen.

Mit Braun, mit Schwarz bis Rot und Grün!

 

 

 

 

 

Daran erinnert auch ein furchtbares Bild:

Ein Russe hisst auf dem Reichstag Berlin 1945

unerlaubt die sowjetische Flagge.

Soweit darf man die Russen nicht kommen lassen.

Deshalb kommen wir ihnen weit entgegen. Das nennt man „Osterweiterung“.

Gerade dadurch kommen uns die Russen bedrohlich nahe.

 

Darauf müssen wir mit allen Mitteln vorbereitet sein.

 

 

Am 8. und 9. Mai ist es in Berlin wieder verboten, die Flagge der Sowjetunion und das Georgsband, ein russisches Militärabzeichen, öffentlich zu zeigen.

 

 

Denn das wäre ein klares Signal an Russland, uns ein drittes Mal zu überfallen.

Es bleibt nur noch eine Frage zu beantworten:

Selektives Nicht-Vergessen

Wie eingangs erwähnt, schützt die Polizei ganz besonders das Leugnen eines Genozids, die Beihilfe zum Genozid in Gaza/Palästina und die staatsdevote Erinnerung an den Sieg über Nazideutschland. Letztes Jahr beschlagnahmte sie im Zuge dieser Zangenbewegung Zeitungen der „Junge Welt“, in der die sowjetische Flagge zu sehen war.

Auch dieses Jahr galt es, das antifaschistische Gedenken blitzsauber zu halten. Dazu lernten Polizisten auch lesen oder sie taten so: Sie machten sich über den Stand der „Junge Welt“ her und hielten dabei die Zeitung zumindest richtig herum:

Neu gewonnene Leser der jW in Berlin 2026

 

Wolf Wetzel | 9. Mai 2026

Quellen und Hinweise:

Wir haben uns den 3. Weltkrieg verdient, Wolf Wetzel, 2024: https://wolfwetzel.de/index.php/2024/09/03/wir-haben-uns-den-3-weltkrieg-verdient-teil-ii/

BPK zum Tag der Befreiung/Videoausschnitt: https://www.facebook.com/reel/997832269352329

 

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