„We’ll be having coffee on your beach soon.“
Die israelische Besatzungsarmee warfen nach den Ostertagen 2026 Flugblätter über die fast gänzlich zerstörte Gaza City ab.

Wenn die Hunderttausend Ermordete verscharrt sind, der Geruch der Leichen verschwunden ist, Kushner und & co aus dem Gazastreifen die Riviera des Nahen Ostens gemacht haben, dann sollen die Toten und Vertriebenen bereits heute wissen:
„We’ll be having coffee on your beach soon.“
Dabei dokumentierten sie unfreiwillig, dass sie genau wissen, dass der Gazastreifen/Palästina („your beach“) nicht zu Israel gehört, weder mit religiösen noch mit völkerrechtlichen Begründungen.
Sie brauchen dazu weder die Tora, noch den Verweis auf eine fiktives Selbstverteidigungsrecht. Sie brauchen dafür nur genug Mörder in Uniform, eine große Unterstützung in der israelischen Bevölkerung und genug imperiale Mächte, die den Genozid in Gaza leugnen und die Besatzung bereits seit Jahrzehnten militärisch und machtpolitisch ermöglichen.
All das hat eine sehr lange Vorgeschichte, die bekannt ist, die man in Israel seit Jahrzehnten verfolgt. Was manchmal nur ein „irritierender“ Zwischenton wahrgenommen werden wollte, ist heute der alles dominierenden Ton, der in Israel vom Kriegskabinett Netanjahus bis hin zur parlamentarischer Opposition geteilt wird.
„Ich fühle mich auf einer historischen und spirituellen Mission, ich bin tief verbunden mit der Vision vom Gelobten Land und eines Groß-Israels.“
Diesen Satz formulierte Wladimir Jabotinsky 1939, einer der führenden Zionisten der damaligen Zeit.
85 Jahre später erklärte der israelische Ministerpräsident Netanjahu, auf den Trümmern von Gaza, inmitten von Kriegen gegen Gaza/Palästina, Libanon, Syrien und dem Iran:
„Ich fühle mich auf einer historischen und spirituellen Mission, ich bin tief verbunden mit der Vision vom Gelobten Land und eines Groß-Israels.“ (Benjamin Netanyahu in einem Interview vom August 2025)
Wolf Wetzel | 13.4.2026
English version:
„We’ll be having coffee on your beach soon.“
After Easter 2026, the Israeli occupation army dropped leaflets over the almost completely destroyed city of Gaza.
In doing so, they inadvertently revealed that they are fully aware that the Gaza Strip/Palestine (“your beach”) does not belong to Israel, neither on religious grounds nor under international law.
They need neither the Torah nor a reference to a fictitious right to self-defense. All they need are enough murderers in uniform, bombs, broad support among the Israeli population, and enough imperial powers, that deny the genocide in Gaza and have been enabling the occupation militarily and through power politics for decades.
All of this has a very long history, one that is well known and has been followed in Israel for decades. What was sometimes perceived—or was meant to be perceived—as merely an “irritating” undertone is today the all-dominating tone shared in Israel by everyone from Netanyahu’s war cabinet to the parliamentary opposition.
“I feel I am on a historical and spiritual mission; I am deeply connected to the vision of the Promised Land and a Greater Israel.”
This sentence was formulated in 1939 by Vladimir Jabotinsky, one of the leading Zionists of the time.
85 years later, Israeli Prime Minister Netanyahu declared, standing on the ruins of Gaza, in the midst of wars against Gaza/Palestine, Lebanon, Syria, and Iran:
“I feel I am on a historic and spiritual mission; I am deeply connected with the vision of the Promised Land and a Greater Israel.” (Benjamin Netanyahu in an interview in August 2025)
Anmerkungen und Hinweise:
Videoclip über den Abwurf von Flugblättern: https://t.me/pal_Online9/62004
Der eliminatorische Nationalismus. Zwischen Krieg und Krieg in Gaza um Palästina, Wolf Wetzel, 2023: https://wolfwetzel.de/index.php/2023/11/29/der-eliminatorische-nationalismus-zwischen-krieg-und-krieg-in-gaza-um-palaestina/
Das israelische Kriegskabinett tut alles, dass sich Auschwitz wiederholt, Wolf Wetzel, 2025: https://wolfwetzel.de/index.php/2025/05/12/das-israelische-kriegskabinett-tut-alles-dass-sich-auschwitz-wiederholt/
Die Zivilisten in Gaza sind nicht unschuldig, Tobias Huch, Jüdische Allgemeine vom 18. Januar 2024: https://wolfwetzel.de/index.php/2025/05/22/es-gibt-keine-unschuldigen/
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