Olympische Winterspiele: Ohne Schnee – dafür mit ICE-Paramilitärs

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Olympische Winterspiele.

Ohne Schnee – dafür mit ICE-Paramilitärs

Die Olympischen Winterspiele wurden in Italien eröffnet, mit US-Vizepräsident Vance, ohne Schnee. Den gibt es schon lange nicht mehr an den Wettkampforten. Es gibt nur noch ganz viel Kunstschnee. Das entspricht in etwa dem Demokratiegehalt des Olympischen Gedankens und der Länder, die sich selbst daran teilnehmen lassen.

Die Olympischen Winterspiele in Italien sind keine Auszeit, sondern die „spielerische“ Variante des Wahnsinnes.

In den staatdevoten Medien sieht man nur schnee-weiße Landschaften. Das ist wahrscheinlich die größte Herausforderung der gut bezahlten Bildschaffenden: Man muss zeigen, was es gar nicht gibt. Darin haben sie mittlerweile enorm viel Übung.

Selbstverständlich sieht man so gut wie nichts von den Protesten gegen den „Ehrengast“ US-Vizepräsident Vance bei der Eröffnungsfeier.

Und noch wichtiger ist, keine Zusammenhänge zwischen Trump, Meloni, Epstein und ICE herzustellen.

„Heimat“ ist fürs US-Empire dort, wo man gerade ist.

Die ICE-Paramilitärs des US-Heimatschutzministeriums sind jetzt auch in Italien während der Olympischen Winterspiele aktiv. Selbstverständlich sind sie für die Meloni-Regierung herzlich willkommen, denn Rassismus und eine Internierungspolitik für Unerwünschte teilen sich beide Regierungen und machen damit einmal mehr deutlich, wie nahe sich postfaschistische Parteien und imperiale Anmaßungen bereits gekommen sind.

Doch es gibt auch politischen Widerspruch: Giuseppe Sala, Bürgermeister von Mailand, qualifizierte den Einsatz von ICE-Beamten während der Olympischen Winterspiele 2026 als „eine Miliz, die tötet“, als „eine Polizei, die völlig illegal agiert und tötet“.

 

 

Was man in staatsdevoten Medien nicht zu sehen bekommt, sind die Proteste gegen die Anwesenheit dieser US-Miliz in Italien. Darauf antwortete Meloni auf trumpistische Weise: Es handele sich dabei um „Feinde Italiens und der Italiener“.

 

Der Olympische Gedanke im Hafen angekommen

Parallel zu den Olympischen Spielen fand ein Waffenlieferungsboykott statt, der der israelischen (und imperialen) Kriegsmaschinerie gilt – vor allem mit Blick auf den Genozid in Gaza/Palästina:

Hafenarbeiter und Aktivisten in über 21 Mittelmeerhäfen führten am 6. Februar eine koordinierte Aktion durch, um Waffenlieferungen nach Israel zu blockieren.

Gewerkschaften und Hafenarbeiter in Italien, Griechenland, der Türkei, Marokko und dem Baskenland weigerten sich, Militärgüter für israelische Häfen, darunter Ashdod und Haifa, zu laden, zu entladen oder zu transportieren.

Die Aktionen richteten sich vor allem gegen die Abfertigung von Waffentransporten, die Militarisierung der Häfen und die Teilnahme an einer Kriegswirtschaft, die von der EU und den USA unterstützt wird.

 

Gleichzeitig wurden Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen, Sicherheit, Arbeitszeit und Löhnen erhoben.  In Italien wurde ein landesweiter 24-Stunden-Streik im Hafen- und Seeverkehrssektor ausgerufen. Betroffen waren unter anderem die Häfen Genua, Triest, Livorno, Bari und Palermo.

Wenn dieser Genozid in Gaza/Palästina, die Kriegswirtschaft in Europa, die schlechten Lebensbedingungen, die rasante Zerschlagung bürgerlicher Schutzrechte, aber auch das Anwachsen des Widerstandes zusammendenkt, dann entsteht ein Weltbewusstsein.

Wolf Wetzel

 

Quellen und Hinweise:

AmeriKKKa first, Wolf Wetzel, 2020: https://wolfwetzel.de/index.php/2020/06/01/amerikkka-first/

Das psychotische Imperium, Wolf Wetzel, 2026: https://wolfwetzel.de/index.php/2026/01/08/das-psychotische-imperium/

Der Mord an Alex Pretti durch ICE-Agenten. Wenn ein externer Faktenprüfer für Facebook viel zu gut ist, Wolf Wetzel, 2026: https://wolfwetzel.de/index.php/2026/01/31/der-mord-an-alex-pretti-durch-ice-agenten-wenn-ein-externer-faktenpruefer-fuer-facebook-zu-gut-ist/

Der US-Krieg im Inneren geht weiter, Wolf Wetzel, 2026: https://wolfwetzel.de/index.php/2026/01/26/der-us-krieg-im-inneren-geht-weiter/

 

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