Der „Krieg gegen die Drogen“ oder die gedopte Lüge

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Der „Krieg gegen die Drogen“ oder die gedopte Lüge

Für den Krieg gegen Vietnam benutzte die US-Regierung einen inszenierten Vorwand, um die französische Kolonialmacht abzulösen und Millionen von Menschen abzuschlachten, um sie vor dem „Kommunismus“ zu schützen.

Jetzt will die US-Administration unter dem Paten Trump doch tatsächlich den Kampf gegen Drogen aufnehmen, nicht zuhause, sondern in Venezuela.

Das hat zwar nichts mit Drogen zu tun, dafür umso mehr mit einer Regierung, die nicht nach der US-Pfeife tanzt.

Um die Maduro-Regierung zur „freiwilligen“ Aufgabe zu zwingen, mordet man an der Küste Venezuelas und hat zwischenzeitlich über 70 Menschen getötet, die sich in Booten befanden, die man als „Drogenschiffe“ deklarierte.

 

 

Dass all das Kriegsverbrechen sind, juckt den Paten Trump nicht. Denn er hat nach wie vor Verbündete in Europa und in der EU. Sie räuspern sich zu diesen Kriegsakten und winken sie durch.

Jetzt hat der US-Verteidigungsminister eine Klage am Hals, als er den Befehl gab, ein „Drogenboot“ nochmals zu bombardieren, weil dort noch zwei Menschen am Leben waren. Das hat etwas mit Killerpolitik zu tun und widerspricht nicht nur internationalem Recht, sondern auch US-Recht.

Als der US-Verteidigungsminister erst leugnete, dann erklärte, dass all das im „Neben des Krieges“ geschehe (für den man selbst sorgt), saß ein leicht abgedrehter US-Präsident neben ihm, um dabei die Tischplatte zu durchschauen.

Genau dieser US-Pate hat zeitgleich einen Drogenboss aus Honduras „begnadigt“, der bis dahin für besonders gefährlich gehalten wurde: Der ehemalige Präsident von Honduras, Juan Orlando Hernández, der in den USA wegen Drogenhandels im großen Stil zu 45 Jahren Haft verurteilt worden war, ist nach einer Begnadigung durch US-Präsident Donald Trump aus der Haft entlassen worden.

Jetzt ist die „Begnadigung“ ein Geschenk für den reaktionären Regierungskandidaten, der unbedingt „gewinnen“ muss. Andernfalls werde wieder einmal die Hölle bemüht – wie in Gaza/Palästina.

 

Die US-Administrationen führen keinen „Krieg gegen die Drogen“.

Sie benutzen sie selbst

und für staatsterroristische Aktivitäten,

die sie mit dem Handel von Drogen finanzieren.

*

Wenn man all die „Drogenschiffe“ bombardieren würde,

die im Auftrag des CIA (Stichwort Iran-Contra-Affäre) unterwegs waren und sind,

mit denen man die schwarzen Ghettos in den USA überschwemmte,

die mit Drogen für Epstein & Co. in die USA gebracht werden,

dann würde der „Krieg gegen die Drogen“ dort stattfinden,

wo er hingehört.

*

In die USA,

in die teuersten Villengegenden in den USA

in den gate communities.

*

Dorthin

wo in der Gewissheit

guter, reiner Stoff konsumiert wird,

weil dort die rechtsfreien Räume

zum selbstverständlichen Lebensgefühl gehörten.

 

Wolf Wetzel

 

Quellen und Hinweise:

„Die ‚Iran-Contra-Affäre‘ bezeichnet das Vorgehen der CIA in den 80er Jahren, mit illegalen Waffenverkäufen an den Iran einen brutalen Guerilla-Krieg in Nicaragua zu finanzieren. (…) Mit den Erlösen aus diesen Geschäften unterstützte die CIA dann die so genannten Contras in Nicaragua. Diese Gruppe führte ab 1981 einen Guerilla-Krieg gegen die sozialistisch-sandinistische Regierung Nicaraguas mit grausamen Folgen für die Bevölkerung. (…) Im Zuge der Aufklärung der Affäre kam in den Anhörungen im US-Kongress heraus, dass die Contras zusätzlich mehrere Tonnen Kokain in die USA geschmuggelt hatten – mit Duldung der CIA. Auch diese Einnahmen wurden für den Kampf gegen die sozialistische Regierung verwendet. Der internationale Gerichtshof in Den Haag verurteilte später die USA wegen der (para-)militärischen Aktivitäten in Nicaragua.“ (Iran-Contra-Affäre (CIA/ USA) |1985 – 1987: https://www.daserste.de/unterhaltung/film/themenabend-grundrechte-terror/chronologie/geheimdienst-ueberwachung-116.html)

Die Allianz aus Putschisten und Putsch-Willigen, Wolf Wetzel, 2019: https://wolfwetzel.de/index.php/2019/02/14/die-allianz-aus-putschisten-und-putsch-willigen/

»Chávez, Chávez, tritt nicht zurück«. Die Venezuela-Reisegruppe 2004. Eine durchaus repräsentative Bestandsaufnahme der internationalistischen Linken in Deutschland: https://wolfwetzel.de/index.php/2007/08/01/chavez-chavez-tritt-nicht-zuruck/

US-Admiral will keinen Befehl zu Tötung Überlebender erhalten haben, DIE ZEIT vom 4.12.2025: https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-12/us-angriff-boot-karibik-admiral-bestreitet-toetungsbefehl?dicbo=v2-BLgchay

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