Schützen statt zuschauen

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Schützen statt zuschauen

Man ist es seit fast zwei Jahren gewohnt, dass jene, die gegen den Vernichtungskrieg in Gaza und den Genozid sind, bestenfalls ignoriert, um Normalfall denunziert und kriminalisiert werden.

Diejenigen, die bis heute diesen Vernichtungskrieg befürworten, ermöglichen und dulden, ringen sich ein paar Worte ab, die an Bedeutungslosigkeit und Verlogenheit kaum zu überbieten sind.

Das hat Routine. Ob ein Krankhaus bombardiert wird oder eine Zelt, ob Journalisten gezielt ermordet werden oder Menschen beim Verhungern umgebracht werden.

Das Schweigen und Mittun setzt sich auch bei der Berichterstattung über die Global Sumud Flotilla fort, die Hilfslieferungen nach Gaza bringen will.

Diese wird mit Drohen angegriffen, während das israelischen Kriegskabinett den Mitgliedern androht, sie wie Terroristen in den Knast zu stecken.

Scheinbar „hilflos“ schaut die Welt, also die Regerungen zu. Wenn eine Drohe irgendwo und irgendwie im NATO-Luftraum gesichtet wird, sind sie waffenstarrend zur Stelle und erklären laut und breitbeinig, dass man jeden Zentimeter Nato-Gebiet verteidigen werde und dass man alle Antworten erwägt und ins Spiel bringt.

Wenn jedoch 50 Kleinstschiffe, „bewaffnet“ mit Lebensmittel, die Israel nicht nach Gaza lässt, von Drohen angegriffen werden, dann schweigt man oder weiß nicht, woher sie kommen.

 

Auf die einfachste Idee, diese Schiffe zu schützen, kommen sie nicht nicht. Wenn jedes Land, das die Existenz eine Staates Palästina begrüßt, nur ein Kriegsschiff oder Flugzeug schickt, dann wäre das der erste Militäreinsatz, der nicht dem Kolonialismus und Imperialismus dient, sondern sich in den Weg stellt.

 

Und ganz still wird es, wenn jemand wie der kolumbianische Präsident Gustavo Petro in der UN-Generalversammlung den Vorschlag macht, dass man nicht länger Ohnmacht vortäuschen soll, sondern den Genozid, also seine Fortsetzung und die Vertreibung der Menschen aus Gaza (und dem Westjordanland) verhindern muss.

 

Wolf Wetzel | 25.9.2025

Quellen und Hinweise:

„Wir können das nicht mehr lange so weitergehen lassen.“ Wolf Wetzel, 2025: https://wolfwetzel.de/index.php/2025/09/20/wir-koennen-das-nicht-mehr-lange-so-weitergehen-lassen-ilan-volkov/

Gefährliches Fahrwasser, Wolf Wetzel, 2025: https://wolfwetzel.de/index.php/2025/09/16/gefaehrliches-fahrwasser-ueber-gaza-bis-katar/

Man kann ein Segelboot stoppen, zwanzig, aber keine Tausend(e), Wolf Wetzel, 2025: https://wolfwetzel.de/index.php/2025/09/09/man-kann-ein-segelboot-stoppen-zwanzig-aber-keine-tausende/

Der eliminatorische Nationalismus. Zwischen Krieg und Krieg in Gaza um Palästina, Wolf Wetzel, 2023: https://wolfwetzel.de/index.php/2023/11/29/der-eliminatorische-nationalismus-zwischen-krieg-und-krieg-in-gaza-um-palaestina/

Das israelische Kriegskabinett tut alles, dass sich Auschwitz wiederholt, Wolf Wetzel, 2025: https://wolfwetzel.de/index.php/2025/05/12/das-israelische-kriegskabinett-tut-alles-dass-sich-auschwitz-wiederholt/

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