Das „deutsche Gesicht“ der israelischen Armee (IDF) – und „spannende Einblicke“

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Das „deutsche Gesicht“ der israelischen Armee (IDF)

 

Der Ex-Militärsprecher Arye Sharuz Shalicar kommt am 9. Oktober 2025 zu Besuch nach Düsseldorf.

Dort möchte er sein „Kriegstagebuch“ vorstellen, das den Titel trägt:

Überlebenskampf

 

 

Er sieht sympathisch aus, ist in Berlin aufgewachsen und spricht folglich fließend deutsch. Gerne wird er von allen Genozidfreunden und –leugnern in Deutschland herumgereicht. Auch Umarmungen sind drin, wie die von Chefredakteur der Jüdischen Allgemeinen Philipp Peyman Engel und besagtem Shalicar.

 

 

Wenn er mal nicht erklärt, dass die Hamas an allem schuld ist und dass alles am 7. Oktober 2023 begann und wie sein Chef Netanjahu angekündigt hat, mit Sparta-Plus enden soll, macht er gerne in der Freizeit Jagd auf Journalisten. Das machen seine Kameraden auch. Doch er erschießt sie nicht, hier in Deutschland, sondern erstellt „Feindeslisten“.

 

Am 26. Februar 2025 veröffentlichte der IDF-Militärsprecher Shalicar eine TOP-10 Liste von

„Verbreitern von Judenhass auf X in Deutschland: https://x.com/aryeshalicar/status/1894732297460441412/photo/1

Noch am 19. Januar 2025 postete er auf X: GESTERN:

 

„Völkermord!!! Hungersnot!!! Genoooozid!!!! HEUTE: Feiern als hätten sie Amerika entdeckt. Wer sich immer noch von der palästinensischen Terrorpropaganda veräppelt lässt, dem ist echt nicht mehr zu helfen.“

Der gut genährte Mann versteht ganz besonders etwas von Hungersnot. Und er versteht es, den Palästinensern, so en passant, die Kolonialisierung Amerikas in die Schuhe zu schieben.

Und doch verrät er auch geschultes koloniales Bewusstsein: Die „Entdeckung“ Amerikas, also der Genozid an denen, die nicht entdeckt werden wollten, entspricht der israelischen Erzählung, dass sie in Palästina nur Wüste vorfanden .. und sie diese aufopferungsvoll  fruchtbar machten.

 

In jedem Fall nicht unschuldig

 

Die Jüdische Allgemeine umarmt nicht nur das deutsche Gesicht für den israelischen Genozid.

 

 

Sie liefert ausdauernd und unerschütterlich furchtbare und eloquente Rechtfertigungen für Genozid und Kriegsverbrechen, für Besatzung und Annexion.

Sie dienen als Sänfte all für all die, die im Namen des Holocaust gerne Krieg führen – wie im Jugoslawien-Krieg 1999 – und den Genozid in Gaza für eine antisemitische Erscheinung halten.

Sie streichelt das Gewissen derer, die sich immer „schwer“ tun und dabei Sparta als Endpunkt setzen.

Freies Geleit für Genozid-Freunde

Sie wissen, dass sie politisch in der Defensive sind. Ihr Tränengas-Argument „Antisemitismus“ wirkt nicht mehr.

Also müssen sie nachlegen, nachlegen, wiederholen und wiederholen.

Nun reiht sich auch die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden in die Reihe der Genozid-Propagandisten ein.

 

Die Jüdische Gemeinde Wiesbaden will uns unbedingt den IDF-Militärsprecher Shalicar anbieten und lockt mit „spannende Einblicke“.

Dazu schreibt der Vorsitzende des Vereins „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ dazu:

 

 

„Wie ist es möglich? Während diejenigen von uns, die unsere Menschlichkeit noch nicht verloren haben, von den Bildern aus Gaza gequält werden, lädt in Wiesbaden die Jüdische Gemeinde einen IDF-Sprecher ein, einen notorischen Propagandisten, der diese Verbrechen verteidigt und propagiert. „Spannende Einblicke“ werden versprochen – es ist aber in Wahrheit ein erschütternder Einblick in den Abgrund, an dem sich das organisierte Judentum befindet. Schande über diese Gemeinde, was für eine Schande.“

Auch der Verweis auf den „7. Oktober“ reicht offensichtlich nicht mehr. Jetzt lockt man mit „spannende Einblicke in seine Arbeit und spricht über die m aktuelle Lage in Israel.“

 

Wolf Wetzel

Quellen und Hinweise:

Das Portal „A-Watch“ hat eine Foto publiziert, wo es der Frage bildlich nachgeht, wer mit wem zusammen ist, zu welchem Preis: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=pfbid0VaYpHPhmriFZQ9tZpcuh4zq5QUsoMQhi8bDpBvH5njEN6oXV8hFrV6yVrzJxNgHkl&id=61577627924038

https://www.facebook.com/photo?fbid=122122747502920930&set=a.122110069640920930

Militärsprecher Shalicar erstellt mediale ‚Feindesliste‘. Arye Sharuz Shalicar gilt als deutsches Gesicht der israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF). In Berlin aufgewachsen fungierte der inzwischen in Israel lebende Major lange Zeit als einer ihrer offiziellen Sprecher, bevor er 2017 in die Reserve ging. Am 7. Oktober 2023 wurde Shalicar erneut einberufen. Bis Ende Dezember sei er im Dienst gewesen, seitdem ‚immer mal wieder, wenn ich gebraucht werde‘, sagte er dem nd. Die IDF bestätigt diese Angaben.“ (nd vom 03.03.2025)

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1189386.naher-osten-militaersprecher-shalicar-erstellt-mediale-feindesliste.html

Ein Grund zu töten – findet sich immer, Wolf Wetzel, 2025: https://wolfwetzel.de/index.php/2025/09/04/ein-grund-zu-toeten-findet-sich-immer/

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