Panzer rollen durch Tel Aviv und Haifa Teil I (6. September 2024)

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Panzer rollen durch Tel Aviv und Haifa

Teil I (6. September 2024)

Die israelischen Raketen, Panzer und Soldaten haben Gaza bereits zum x-ten Mal durchkämmt, nach Steinen, die noch übereinanderstehen.

Nach zehn Monaten unaufhaltsamer Zerstörung liegt 90 Prozent von Gaza in Schutt und Asche.

Schulen, Krankenhäuser, Wohnhäuser, soziale Einrichtungen und Infrastruktur.

Schulen, Krankenhäuser, Wohnhäuser, soziale Einrichtungen und Infrastruktur.

Schulen, Krankenhäuser, Wohnhäuser, soziale Einrichtungen und Infrastruktur.

Schulen, Krankenhäuser, Wohnhäuser, soziale Einrichtungen und Infrastruktur.

 

Seit vier Tagen ist die israelische Armee erleichtert. Denn sie muss nicht länger Schuttberge bombardieren,

durchkämmen,

in der Hoffnung, etwas Lebendes zu finden,

um es ganz tot zu machen.

 

Jetzt kann die israelische Armee dasselbe im Westjordanland machen. Das israelische Kriegskabinett will die Soldaten nicht in einer Endlosschleife irremachen.

Also darf die israelische Armee alles, was sie schon in Gaza durfte und …

Straßen und Wege gezielt unpassierbar machen.

Das begründet man nicht mit Hamas, sondern gar nicht (mehr).

 

Seit vier Tagen ziehen Militär-Bulldozer wie in einem dystopischen Science-Fiction durch Städte in Westjordanland und zerstören Straßen, reißen Beton auf, zerstören Wasserleitungen und Abwassersysteme.

Jetzt haben sie dort, im besetzten Westjordanland, fast alles in eine Wüste verwandelt.

Also so, wie viele Israelis ihr gelobten Land vorgefunden haben wollen, als Wüste.

 

Es gibt die Befürchtung, dass dieser Vernichtungskrieg kein Ende finden wird.

Aber jetzt gibt es Hoffnung.

Israelische Panzer, Soldaten und Bulldozer fahren Richtung Tel Aviv und Haifa.

Sie müssen es zuende bringen.

Sie müssen das zerstören, was sie schon lange nicht mehr verteidigen.

Das kann niemand außer sie.

Sie können den Traum nicht länger aushalten,

dass jüdische, muslimische, religiöse und nicht-religiöse Menschen zusammen leben können.

Er

ist der größte Feind.

Und den muss man auslöschen, ausradieren,

erst recht dort,

wo das gelobte Land keine Grenze, kein Halten mehr kennt.

Wolf Wetzel | 6.9.2024

 

15.9.2025

Dieser Text ist jetzt über ein Jahr alt. Und der Krieg in Gaza, im Westjordanland, gegen Katar und den Rest der Welt geht weiter.

Seit ein paar Wochen bombardiert das israelische Militär Gaza … also leere Hochhäuser. Die noch am Leben befindlichen PalästinenserInnen versuchen an der Küste Schutz zu suchen- zum x-ten Mal.

Währenddessen besucht der U-SA-Außenminister Rubio Israel und versteckt mediengerecht irgendwelche Zettelchen in der Klagemauer in Jerusalem – mit dem Kriegsverbrecher Netanjahu zusammen. Auf einem steht sicherlich die Gaza-Adresse mit Blick auf den Strand, wenn US-Immobilienfirmen die US-Waffenindustrie ablösen, um Luxusresorts dort errichten, wo jetzt nur Blut und Steine übrig sind.

 

Ilan Volkov, ein israelischer Dirigent hat am 13.September 2025 bei seinem Auftritt in der Royal Albert Hall in London, Mut und Herz zusammengeworfen, um sein geliebtes Land Israel, seine wunderbare Kunst nicht mit Schweigen zu erkaufen, was ihm sichtbar schwerfiel. Umso bewegender sind seine Worte:

„Ich weiß, dass viele von uns sich vor ihm völlig hilflos fühlen. Unschuldige Palästinenser werden von Tausenden getötet, wiederholt vertrieben, ohne Krankenhäuser und Schulen, ohne zu wissen, wann die nächste Mahlzeit kommt. Israelische Geiseln, die seit fast zwei Jahren unter schrecklichen Bedingungen festgehalten wurden, und politische Gefangene schmachten in israelischen Gefängnissen.

Israelis-Juden und Palästinenser werden es nicht alleine aufhalten können. Ich flehe euch an, ich flehe euch an, alles zu tun, um diesen Wahnsinn zu stoppen. Jede kleine Aktion zählt, während die Regierungen zögern und warten. Wir können das nicht mehr lange so weitergehen lassen, mit jedem Moment, der vergeht, sind Millionen gefährdet.“

 

Wolf Wetzel | 15. September 2025

 

Quellen und Hinweise:

Ilan Volkov, Facebook: https://www.facebook.com/ilan.volkov.5

Rede in der Albert Hall in London vom 13. September 2025: https://www.facebook.com/watch/?v=1327722795739918&ref=sharing

 

Der eliminatorische Nationalismus, Wolf Wetzel, 2023: https://overton-magazin.de/kolumnen/kohlhaas-unchained/der-eliminatorische-nationalismus/

Wer hat zum x-ten Mal angefangen? Gaza – ein Gefängnis ohne Wärter, Wolf Wetzel, 2023: https://overton-magazin.de/kolumnen/kohlhaas-unchained/wer-hat-zum-x-ten-mal-angefangen-gaza-ein-gefaengnis-ohne-waerter/

 

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