Manche benutzen Hammer, andere Fäuste
Man darf es bestimmt dem Street-Art-Künstler „Banksy“ zuschreiben, der an einer Wand des Royal Courts of Justice in London diesen Kommentar zurückgelassen hatte.
Ein Richter, der mit dem Hammer auf einen „Angeklagten“ einschlägt.

Man muss wissen, dass das abgehalfterte Empire und die Ex-Kolonialmacht mit fast jeder anderen Kolonialmacht sympathisiert und diese unterstützt. Dazu gehörte das Apartheid-Regime in Südafrika und aktuell das israelische Kriegskabinett in Israel, das explizite Faschisten und Noch-Nicht-Faschisten vereint.
Großbritannien bewahrt zwar, was ihre Polizei angeht, geradezu bobbyhafte, behutsame Formen der Repression, wenn man dies mit den Polizeischlägern in Deutschland vergleicht.
Doch die Justiz schlägt dafür genauso hart zu – gerade wenn es um die Strafverfolgung von Menschen geht, die den Genozid in Gaza und die Beihilfe der britischen Regierung stören.
Dabei geht sie noch ein klein wenig weiter als die deutsche Justiz, die die „Hamas“ als Terrororganisation einstuft – im Gegensatz zur der terroristischen Vereinigung, die den Genozid seit fast zwei Jahren exekutiert und deckt.
Die Szene nimmt sicherlich auch Bezug auf die Hunderte Festnahmen im Zuge von propalästinensischen Solidaritätsdemonstrationen für die Gruppe Palestine Action, die man zum Schutz der Genozid-Gemeinschaft in eine „Terrororganisation“ umgerüstet hat. Erst am vergangenen Samstag waren dabei 890 Menschen festgenommen worden.
Genau dies illustriert diese Street-Art-Kunst aufs Feinste.
Das sahen die Bediensteten des Royal Courts of Justice in London auch so. Eilfertig wurde dieser Justizkommentar mit weißer Farbe überstrichen, auch wenn das verwendete Weiß eine hohe Deckungskraft vermissen lässt.
Man kann die Komplizenschaft eben nicht mehr ganz aus der Welt schaffen.
Wolf Wetzel
Quellen und Hinweise:
Zwischen Hanoi/Vietnam und Gaza/Palästina liegen keine Welten. Und ein roter Luftballon, 2023, Wolf Wetzel: https://wolfwetzel.de/index.php/2023/12/28/zwischen-hanoi-vietnam-und-gaza-palaestina-liegen-keine-welten/
Views: 189
