Fidel Castro hielt am 12. Oktober 1979 vor der UN-Vollversammlung zu Palästina eine Rede

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Fidel Castro hielt am 12. Oktober 1979 vor der UN-Vollversammlung  zu Palästina eine Rede

 

„Für die blockfreien Länder stellt die Palästinafrage den Kern der Nahostprobleme dar. Sie bilden ein integrales Ganzes und können nicht isoliert voneinander gelöst werden.

In der Region kann kein gerechter Frieden geschaffen werden, wenn er nicht auf dem vollständigen und bedingungslosen Rückzug Israels aus allen besetzten arabischen Gebieten sowie der Rückgabe aller besetzten Gebiete an das palästinensische Volk und der Wiederherstellung seiner unveräußerlichen nationalen Rechte beruht, einschließlich seines Rechts auf Rückkehr in seine Heimat, auf Selbstbestimmung und auf die Gründung eines unabhängigen Staates in Palästina gemäß der Resolution 3236 der UN-Generalversammlung [22. November 1974].

Alle Maßnahmen Israels in den besetzten palästinensischen und anderen arabischen Gebieten, einschließlich der Errichtung von Kolonien oder Siedlungen auf palästinensischem Land oder in anderen arabischen Gebieten – deren sofortige Auflösung eine Voraussetzung für eine Lösung des Problems ist – sind illegal, null und nichtig.

 

Wie ich in meiner Ansprache anlässlich des Sechsten Gipfels erklärte:

Wir sind keine Fanatiker. Die revolutionäre Bewegung hat gelernt, Rassendiskriminierung und Pogrome jeglicher Art zu hassen.

 

 

Aus tiefstem Herzen verurteilen wir die gnadenlose Verfolgung und den Völkermord, den die Nazis einst an den Juden verübten. Doch nichts in der jüngeren Geschichte ähnelt dem stärker als die Enteignung, Verfolgung und der Völkermord, die Imperialismus und Zionismus derzeit am palästinensischen Volk verüben.

Von ihrem Land vertrieben, aus ihrem eigenen Land vertrieben, über die ganze Welt verstreut, verfolgt und ermordet, sind die heldenhaften Palästinenser ein lebendiges Beispiel für Opferbereitschaft und Patriotismus, lebende Symbole des schrecklichsten Verbrechens unserer Zeit.“

 

Seitdem sind fast 50 Jahre vergangen.

Um diese schlichten Einsichten zu leugnen, werden von Israel und seinen Verbündeten Zehntausende Palästinenser enteignet, vertrieben, ermordet, zahlreiche und endlose Kriege geführt, das größte „Freiluftgefängnis“ der Welt errichtet, alle Gesetze gebrochen und das Leben von PalästinenserInnen zur Hölle auf Erden gemacht.

Wenn man sich nur diese eine Rede vergegenwärtigt, dann wird der Aberwitz hoffentlich augenscheinlich, wie irre man sein muss, alles mit dem 7. Oktober 2023 zu erklären.

Wolf Wetzel

Quelle und Hinweise:

UN-Rede von Fidel Castro im Jahr 1979: https://www.youtube.com/watch?v=ax_Yz8ZFNr8

Der eliminatorische Nationalismus. Zwischen Krieg und Krieg in Gaza um Palästina, Wolf Wetzel, 2023: https://wolfwetzel.de/index.php/2023/11/29/der-eliminatorische-nationalismus-zwischen-krieg-und-krieg-in-gaza-um-palaestina/

Das größte KZ der Welt, Wolf Wetzel, 2025: https://wolfwetzel.de/index.php/2025/07/09/das-groesste-kz-der-welt/

Es gibt viele Gründe für den „7.Oktober“ 2023.Teil I: https://wolfwetzel.de/index.php/2025/02/15/hattem-hamdan-war-22-jahre-geisel-in-israelischen-gefaengnissen/

Es gibt viele Gründe für den „7.Oktober“ 2023. Teil IIhttps://wolfwetzel.de/index.php/2025/03/03/es-gibt-viele-gruende-fuer-den-7-oktober-2023/

Es gibt viele Gründe für den „7.Oktober“ 2023. Teil III: Es gibt viele Gründe für den „7.Oktober“ (2023) Teil III: https://wolfwetzel.de/index.php/2025/04/04/es-gibt-viele-gruende-fuer-den-7-oktober-2023-teil-iii/

Es gibt viele Gründe für den „7.Oktober“ 2023. Teil IV: https://wolfwetzel.de/index.php/2025/04/11/es-gibt-viele-gruende-fuer-den-7-oktober-teil-iv/

 

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