Wann beginnt ein Krieg? Und wann der Vorkrieg?
In Christa Wolfs Buch „Kassandra“ aus dem Jahr 1983 schreibt sie:
„Wann der Krieg beginnt, das kann man wissen, aber wann beginnt der Vorkrieg? Falls es da Regeln gäbe, müsste man sie weitersagen. In Ton, in Stein eingraben, überliefern. Was stünde da? Da stünde unter anderen Sätzen: Lasst euch nicht von den eigenen täuschen.“
Über den „Vorkrieg“ kennt sich James Harff, Chef der PR-Agentur Ruder Finn, aus. Man kann auch sagen, dass das sein Job ist
„Unser Handwerk besteht darin, Nachrichten auszustreuen, sie so schnell wie möglich in Umlauf zu bringen (…) Die Schnelligkeit ist entscheidend. Denn wir wissen genau, dass die erste Nachricht von Bedeutung ist. Ein Dementi hat keine Wirkung mehr.“ (Mira Beham: Kriegstrommeln. Medien, Krieg und Politik. 1996. S.172 ff)
Denken Sie an die Brutkasten-Geschichte, an das KZ in Pristina, an die geköpften Babys in Israel.
Sie sind alle erlogen. Aber es geht dabei nicht um die Wahrheit, sondern um die Geschwindigkeit ihrer Verbreitung.
Dass die USA 1964 nicht angegriffen wurden, sondern der Vorfall (die „Tonkin“-Lüge) erfunden wurde, um in den Krieg gegen Vietnam einzusteigen, spielt bis heute keine Rolle. Niemand von all denen, die diesen mörderischen Krieg über Jahre geführt und protegiert hatten, wurden strafrechtlich für diese Kriegsverbrechen zur Verantwortung gezogen.
Für sie gibt also keinen Grund, an dieser Methode etwas zu ändern. Aber es gibt auch nicht einen Grund, ihnen zu glauben.
So schnell sie lügen, so viel Zeit können wir uns nehmen, es zu beweisen.
Dazu gehört auch die monströse Behauptung, die „Hamas“ habe am 7. Oktober 2023 auf israelischem Terrain 40 Babys geköpft.
Geköpfte Babys als Beweis für „Tiermenschen“ in Gaza
Dazu gehören auch die 40 geköpften Babys am 7. Oktober 2023 in Israel. Glenn Greenwald ist den vielen Berichten nachgegangen:
„Berichte vom 7. Oktober implodieren: Geköpfte Babys, NY Times-Skandal & mehr
In diesem Video, das exklusiv in deutscher Sprache auf unserem Kanal veröffentlicht wird, untersucht der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Journalist Glenn Greenwald die Verbreitung von erfundenen Geschichten und Fehlinformationen bei der Analyse und Entlarvung von Propaganda in Zeiten des Israel Krieges. Greenwald hebt einen konkreten Vorfall vom 7. Oktober während des Konflikts zwischen Israel und Gaza hervor, bei dem Behauptungen über sexuelle Gewalt durch die Hamas verbreitet wurden, was zu einer internen Untersuchung bei der New York Times führte:
https://youtu.be/CkLpxcYCBu8?si=OfctdsRYeO7dfwPj
Es gibt genug Gründe, ihnen prinzipiell zu misstrauen.
Wolf Wetzel | 8.3.2024
Quellen und Hinweise:
So verlor ich den Glauben an die etablierten Medien, Helmut Scheben, 2023: https://globalbridge.ch/so-verlor-ich-den-glauben-an-die-etablierten-medien/
„Yildirim“ ist gestorben. Dafür sorgen wir, 2024: https://wolfwetzel.de/index.php/2024/03/01/yildirim-ist-gestorben-dafuer-sorgen-wir/
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