Virtueller Gipfel zwischen der EU und China endet mit einer Sensation

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„Während du verhandelst, versteck deine Münze.“ (Konfuzius)

Am 1.4.2022 fand ein virtueller Gipfel zwischen der EU und China statt. EU-Ratspräsident Charles Michel machte klar, worum es geht: „China kann den Völkerrechtsverstoß Russlands nicht ignorieren.“ Die chinesische Führung müsse den Angriffskrieg Russlands eindeutig verurteilen und jede Form der „Rückendeckung Russlands im Krieg gegen die Ukraine“ unterlassen.

 

 

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen blickte in Richtung Xi und fügte in einem sehr führsorglich gehaltenen Ton hinzu:

Das würde China hier in Europa einen großen Reputationsschaden zufügen.

Aber sie hatte auch etwas mitgebracht. Sie bot China an, den mRNA-Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Schließlich handele man immer noch ganz nach der Devise: Wandel durch Handel. Man solle also den symbolischen Wert dieser Geste nicht unterschätzen.

Der chinesische Staats- und Parteichef Xi war sichtlich bewegt. Er faltete die Hände und ließ für Augenblicke eine ganz bedeutungsschwangere Stille walten.

„Verehrte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Sie als Mutter von sieben Kindern wissen, wie wichtig das Wohl ihrer Kinder ist und wie unteilbar die Familienehre. Von daher weiß ich Ihren Vorschlag zu schätzen. Und gerade Sie als Mutter wissen, wie unverzichtbar es ist, die Kinder gleich zu behandeln. Lassen Sie uns gemeinsam in diesem Geiste handeln. Rufen Sie ihre EU-Mitglieder noch heute dazu auf, sich von allen Völkerrechtsverletzungen zu distanzieren, die sie selbst begangen oder gebilligt haben. Wie sehr hat die Völkerfamilie auf eine solch kraftvolle Geste gewartet. Bieten Sie nicht länger Rückendeckung für Aggressoren, die unser aller Frieden gefährden. Wie sagten Sie sie es so selbstlos: Alles andere würde der EU in China einen großen Reputationsschaden zufügen.“

 

Es war kein Lächeln, das dieser Vorschlag auf das Gesicht der EU-Präsidentin Ursula von der Leyen gezaubert hatte. Sie saß versteinert da, als wären gerade alle Kinder davongelaufen.

Sie kennt die Chinesen. Sie sind zurückhaltend und sprechen gerne in Bildern.

Sie hätte ein Zitat von Konfuzius erwartet:

„Ein Vogel singt nicht, da er die Lösung für etwas hat, er singt aufgrund der Tatsache, dass er eine Melodie hat.“

Möglicherweise auch das:

„Während du verhandelst, versteck deine Münze.“

EU-Präsidentin Ursula von der Leyen versteckte ihre große Enttäuschung nicht. Ihre Lippen wurden ganz schmal.

Sie sagte etwas, was für die meisten Beobachter undeutlich war. Ein berühmter Lippenleser will hingegen eindeutig gehört haben:

„Ich streiche euch das Taschengeld, die ganze nächste Woche.“

 

Wolf Wetzel  | 1.4.2022

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Ein Kommentar

  1. Danke für die Aufdeckung. Das spricht für sich…. Völkerrechtsverstösse werden nicht bestritten, sondern die Liste abzuarbeiten, benötigt zuviel Zeit = Eigentor! Ich eerde das per email schicken. Auch wenn es die ( Teufel dort) nicht interessiert.

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