1-2-3 G Plus = Minus 0,5 G(G)

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1-2-3 G Plus = Minus 0,5 G(G)

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Unternehmer und Betreiber von Cafés, Kneipen, Kultur- und Sporteinrichtungen können sich jetzt „freiwillig“ zwischen 3-G (Plus) und 2-G-Maßnahmen entscheiden. Wer sich für 3-G (Plus) entscheidet, lässt

Geimpfte, Genesene und Getestete

in sein Etablissement.

 

Wer sich für 2-G entscheidet, gewährt nur

Geimpften und Genesenen

Einlass.

 

Das hat ganz wenig mit Medizin und Gesundheit und gar nichts mit Solidarität zu tun. Denn 1-G und 2-G-Menschen können auch anstecken, das Virus übertragen. Sie haben also mitnichten etwas für die Anderen getan, für die Schwächsten, sondern vorrangig etwas für sich selbst.

Es geht bei der 2-G-Regel ausschließlich um einen Erpressungsversuch, um eine Nötigung, die auf jene zielt, die sich nicht „freiwillig“ impfen lassen. Es ist also ein Sanktionsinstrument, das weder etwas mit Solidarität, noch mit Infektionsschutz zu tun hat.

Die 2-G-Regel ist zugleich ein Korruptionsangebot, eine Art Belohnung für alle jene, die dabei mitmachen, also ein profitables Geschäft. Das gilt für „alternative“ Projekte und Einrichtungen gleichermaßen.

Wer die G-2-Regel zum Einlasskriterium macht, sollte also keine edlen, selbstlosen Motive vorschieben, sondern einfach zu dem stehen, was er damit tut: Es geht um die Ökonomisierung einer Sorge, einer Angst. Man kann auch sagen: Um eine eigennützige/profitable Lösung.

Denn mit der 2-G-Maßnahme ist das Privileg verbunden, die Lokalität voll zu machen, ohne Abstandsregeln, was naheliegender Weise mehr Einnahmen (und Umsatz) und Infektionschancen verspricht – ohne dass dies im Geringsten etwas mit Gesundheits- und Präventionsschutz zu tun hat.

Dass der Kampf gegen die Pandemie, die Maßnahmen, die getroffen bzw. nicht getroffen werden, sehr viel mit dem Kapitalismus zu tun haben, mit dem wir leben, wird ganz gerne abgenickt … und dann für ausnahmsweise nebensächlich erklärt. So kann man beides tun: Irgendwie kritisch sein und gleichzeitig mitmachen.

Ich möchte hier ein paar Gedanken von Daniela Dahn hinzufügen. Sie ist Schriftstellerin, hatte Marx/Engels in der Schule und hält trotz des Zusammenbruches der DDR an diesem „Stoff“ fest. Sie hat viele Romane, Sachbücher und Essays geschrieben. Das Buch mit dem schönsten Titel lautet: Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute. Die Einheit – eine Abrechnung. (Rowohlt, Hamburg 2019). Sie ist also für die Corona-Wende-Zeiten und die ausgerufene „neue Realitiät“ bestens gerüstet.

Für die Berliner Zeitung hat sie einen sehr lesenswerten Text geschrieben. Es geht darin nicht nur um all jene, die uns eh nicht wohlgesonnen sind, weil wir nicht zum kulturellen Establishment gehören (wollen), weil wir den Kapitalismus nicht für eine Heilpflanze halten, sondern für ein Menschheitsverbrechen, das man nahe bei den Siegern recht gut aushalten kann. Die Abneigung, die Denunziation aus dieser Richtung überrascht und verletzt nicht wirklich. Was wirklich wütend macht und verstört, sind jene, die sich auch irgendwie für „kritisch“, „alternativ“ und /oder links halten und dabei ganz Grundsätzliches auf den Kopf stellen.

„Es gibt eine neue, diskriminierte und ausgegrenzte Minderheit im Lande. Gerade die öffentlich-rechtlichen Medien erzählen gern das Märchen von den Guten und den Bösen. Das geht in Ordnung, denn es dient der staatlichen Ordnung. In der die Atmosphäre offenbar noch nicht gereizt und unsolidarisch genug war. Nur einige couragierte Schauspieler, Wissenschaftler und wenige Autoren ergreifen dagegen Partei. Denn wer jetzt noch widerspricht, wird immer öfter gelöscht – in den Orkus der unsozialen Medien. Die inquisitorische Stigmatisierung des Zweifels muss als Form struktureller Gewalt empfunden werden. (…) Obwohl die Wirksamkeit der restriktiven 2G-Methode als widerlegt angesehen werden kann, gehen viele Einrichtungen, darunter gern auch linke mit ihrem Zero-Covid-Trugbild, jetzt zu dieser demonstrativen Ausgrenzung über.“

Dann stellt sie die Frage, warum ein Impfstoff ganz sicher ist, alle Zweifel daran des Teufels … und die Pharmakonzerne für diesen Impfstoff keine Verantwortung, keine Haftung übernehmen, also das Risiko auf den Staat übertragen? Warum geht niemand diesem eklatanten Widerspruch nach, auch gerade jene, die sich für kritisch halten?

Darauf weiß Daniela Dahn sehr charmant zu antworten:

Alle menschlichen Verhältnisse stellen sich in den Interessen dar“, habe ich einst bei Friedrich Engels gelernt. Warum sollte das gerade in diesem Fall anders sein? Die professionellen Wachhunde des Kapitals haben es verstanden, jegliches Nachdenken über Interessen als „Verschwörungstheorie“ wegzubeißen. Genial.“

Es gibt keinen einzigen Grund, all dies

mitzumachen

hinzunehmen zu

rechtfertigen.

 

Und es geht um etwas Altes, ganz Neues:

Uns weder in schwarz/weiß, noch in ungeimpft/geimpft spalten zu lassen.

Wenn wir uns wie Schafe benehmen, die das schwarze Schafe unter sich ausfindig machen wollen/müssen,

haben jene gewonnen,

die den Zwinger aufgebaut haben

und darauf achten, dass wir uns mit uns selbst beschäftigen,

anstatt mit jenen,

die uns in diesem Käfig halten

und uns unentwegt zurufen

dass jenseits ihres Käfigs

nur der Tod auf uns wartet.

Und der sieht aus wie der Zwingerhalter.

Reiner Zufall.

Wolf Wetzel | 17. November 2021

 

Ich habe im Januar 2021 mit der Ungewissheit aller, was das Virus Covid-19 angeht nachstehende Thesen verfasst und ich bin mir recht sicher, dass sie der Wirklichkeit, dem Jetzt-Zustand standhalten:

Corona. Die Krise. Die Linke. Thesen.

 

Diskussion

Auf Facebook kam es zu einer „Diskussion“. Ich gebe sie hier wieder, weil sie vielleicht zeigt, wieviel wir zusammen dafür tuen müssen, nicht aneinander vorbei zu schreiben, nicht übereinander herzufallen.

Ich muss hinzufügen, dass ich schon mehrmals mit Volker de Lacan in Kontakt stand und dabei die Unterschiede nur noch größer wurden. Nun also ein Happy End?

Volker de Lacan: Nur eine Verständnisfrage: wie kommen Sie darauf, dass „1-G und 2-G-Menschen können auch anstecken, das Virus übertragen. Sie haben also mitnichten etwas für die Anderen getan, für die Schwächsten, sondern vorrangig etwas für sich selbst.“? Also zu 1G: darunter sind (geimpfte, genesene, nicht-geimpfte, nicht-genesene) Getestete zu verstehen, also aktuell negativ Getestete – wie sollen die jemanden anstecken oder den Virus übertragen, wenn sie negativ getestet sind? Das erschließt sich wohl nur Ihnen selbst. Und zu 2G: Ja, auch Geimpfte und Genesene können übertragen – nur: sie haben nicht einfach nur etwas „für sich selbst“ getan, sondern sie sind für andere Genesene und Geimpfte keine größere Gefahr, jedoch für Ungeimpfte – weswegen die 2G-Regel durchaus Sinn macht: in Etablissements mit dieser Regel sind Ungeimpfte geschützt, weil nicht anwesend, während die Anwesenden anderen Geimpften und Genesenen eine sehr niedrige Wahrscheinlichkeit haben, sich zu infizieren oder gar Symptome zu entwickeln. Was nochmal darauf hinweist, dass es wichtig ist, dass möglichst viele geimpft sind, weil dann die Schwere der Fälle, Krankenhausaufenthalte, Verlegungen gar in die Intensivstation, absolut minimiert wären. Jedenfalls Fakt ist, dass aktuell 80-90 Prozent der Intensivbetten mit Ungeimpften belegt sind – gibts dazu eigentlich politisch von links irgend etwas zu sagen? Oder wird darüber wie üblich zynisch hinweggelächelt? Eigentlich nicht schwer zu verstehen, oder?

Aber da Sie sich ja für gewöhnlich eh nicht einer Kritik Ihrer Position stellen, erwarte ich hier erst gar nicht eine Replik.“

Antwort: „Nun ja, wieder einmal tuen Sie so, als würde man Ihnen nicht antworten. Ich habe das sehr oft gemacht, aber meine Position dazu fällt gekonnt/gewollt durch ihren Rost: Ich bin, nun ein letztes Mal, für alles, was die Übertragungswege minimiert, die Ansteckungsgefahr reduziert. Haben Sie diesen komplizierten Satz verstanden? Ich bin für zahlreiche Maßnahmen, die weder die Regierung, noch die “Linke” ins Spiel, also ins Leben bringt: Verpflichtender Umgang mit Corona-Regeln in Betrieben, tatsächlicher Schutz von Alten … und nun zu der so hochgejazzten Frage des Impfstoffs. Auch der ist eine von vielen Möglichkeiten. Aber: Warum nimmt man die Bedenken gegen einen notzugelassenen Impfstoff nicht ernst und bietet einen bewährten Impfstoff (Totimpfstoff) an? Wenn es darum ginge, Kritik an der Pharmaindustrie, an der herrschenden Gesundheitspolitik ernst zu nehmen, dann wäre es doch ein Leichtes, einen solchen Impfstoff abzubieten bzw. zu fordern?! Das sollte eine Linke machen. Das würde eine Linke auszeichnen, anstatt die Kritik an der Apparate- und Pharmaindustrie wie einen Hund auszusetzen.“

Volker de Lacan: „Interessant, ich lese diese Ihre grundsätzliche Position zu Corona tatsächlich zum allerersten Mal. Ich habe das jedenfalls in Ihren Texten der letzten Monate (nur darauf kann ich mich beziehen) so nicht gelesen, es ging dort nicht hervor, was sie vorhin in Ihrem Kommentar schrieben: dass sie Corona nicht nur für existent, sondern auch für gefährlich halten und dass Sie für Schutzmaßnahmen sind. Ok, dann kann ich Ihre Position jetzt besser einordnen.“

Antwort: „Puhh, das freut mich ehrlich gesagt sehr: Dann hat sich das Aushalten und aneinandervorbeireden doch gelohnt. Ich habe im Jahr 2020 ein Thesenpapier für die Nürberger Buchmesse verfasst und das dann im Januar 2021 auf meinem Blog leicht überarbeitet veröffentlicht: Corona. Die Krise. Die Linke. Thesen: https://wolfwetzel.de/…/corona-die-krise-die-linke-ein…/ Ich wollte mich zu einem selbst verorten und zum anderen das überprüfbar machen, was ich später sage oder eben auch zurücknehmen muss. Wenn Sie das lesen, habe Sie selbst – und alle anderen – die Möglichkeit zu überpüfen, was dem Jetzt-Zustand standhält.“

https://www.facebook.com/profile.php?id=100009892711258

 

 

 

 

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4 Kommentare

  1. Na, ich habe zwischendrin aufgegeben, um ehrlich zu sein.
    Da der Hunde(besitzer)freund sich Ausschweifungen erlaubte, tu ich das auch mal. Anders als er in der Gewissheit, dass nicht alles, was hinkt, ein Vergleich ist, aber mit vorangestelltem Hinweis, dass, wenn der Hund des Hundebesitzers in der Lunge angekommen ist, der Hundebesitzer sowohl als auch starb: sowohl mit als auch durch den Hund.

    Ja, man stirbt an irgendwas und mit SARS-CoV-2 Virus, nicht am Virus selbst. Ein bisschen wie das HI-Virus. Ein bisschen Husten, ein bisschen Fieber hat man ja immer mal. Wenn man dann Jahre später an Toxoplasmose oder Tb stirbt, dann ist das ja schon Jahre her gewesen. Immundefizite haben viele Leute aus verschiedenen Gründen, wer wollte da einer so lange zurückliegenden Infektion die Schuld geben.

    Perlen vor Schweine?
    Leute aus der Praxis: “Ich arbeite u.A. auch auf einer Intensivstation in Norddeutschland. Wir haben 8 Betten, davon 6 Beatmungsplätze, welche mit dem zur Verfügung stehenden Personal (Pflege) eigentlich nicht [zu] bedienen sind. Häufig muss man ein Auge zudrücken, was geforderte Personalstärke auf einer Intensivstation angeht. (Patienten/Pfleger/Schicht < 2,5).
    Ein Stockwerk niedriger auf der Isolierstation gibt es seit April 6 weitere Beatmungsbetten. …so heißt es zumindest. Die Tür ist abgeschlossen, ich kenne niemanden, die sie gesehen hat und die etwa 12 Intensivpfleger, die man für die 6 Betten bräuchte wären mittlerweile wohl auch hinter dieser Tür verhungert."

    Pardon, mir wird langweilig:
    Das Gesundheitssystem ist schlecht aufgestellt? Dekonstruiert? Man verdient mehr an schneller denn an erfolgreicher Behandlung?
    Ja, seit mehr als 30 Jahren ist das so. Kann man auch immer mal wieder sagen, bringt nur keinen Erkenntnisgewinn. Beim aktuellen Stand der Kämpfe ("leider haben wir mit ver.di da keinen starken Interessenvertreter", Pflegeheim*betreiber*) empfehle ich, zum nächsten Streiktag beim nächstgelegen KH vorbeizuschauen und Kaffee zu spendieren. Schiebt's auf meinen Frust, aber viel mehr scheint da in den nächsten 4 Jahren nicht drin zu sein.

    Hinter den sieben Bergen…
    Die im Fall der bisher in der EU zugelassenen Covid-19-Impfstoffe angewandte Zulassung ist die bedingte, keine Notfall~. Dieses Zulassungsverfahren ist nicht neu, es wurde und wird seit mehr als 10-15 Jahren schon auf andere Arzneimittel angewandt.
    Warum ist diese Frage wichtig?
    Im Falle einer bedingten Zulassung liegt die Haftung prinzipiell (a.k.a. "immer, es sei denn…") beim Hersteller, der die Zulassung beantragte.
    "Es sei denn…" ist in diesem Fall die Stiko-Empfehlung (vgl §60 IfSG). Das gilt (natürlich) um so mehr, wenn es eine spezifische Anordnung z.B. für bestimmte Berufsgruppen gibt. Oder für die Msernimpfpflicht.

    Hätte, könnte, würde:
    Nein, einen Totimpfstoff kann man nicht "mal eben" aus dem Hut zaubern. Der ist, auf gewisse Weise, nämlich weitaus spezifischer und spezifischer zu entwickeln als ein (m)RNA-Wirkstoff.
    Der bräuchte noch (von Impfgegnern üblicherweise gefürchtete) Trägersubstanzen und ist somit ein tatsächlich eher unsauberes Gemisch verschiedenen Krams. *Ich* halte die für Masern, Mumps, Tetanus & Co. genutzten Varianten zwar auch für unproblematisch, entscheide mich wie kluge Drogennutzerinnen aber im Zweifelsfall schon lieber für die ungestreckte Version.

    Wöllte? Debatte. Versuch.
    "Warum nimmt man die Bedenken gegen einen notzugelassenen Impfstoff nicht ernst…"
    Weil sie dumm sind. Weil er nicht notzugelassen ist. Weil mich Leute nerven, wenn sie mit "Notzulassung"- und "Panik! Panik! Panik!"-, "mein Blut wird grün!"-Schreien im Kreis rennen. Weil Falsch nicht Richtig wird, wenn man's nur lange genug wiederholt.
    Und wenn ein Bedenken, eine Besorgnis (bestenfalls) dumm ist – wie andernorts "die nehmen uns sie Arbeitsplätze weg", "das ist unnatürlich", "denen geht's nur ums Geld" – gehe ich nicht hin und nehme das "ernst" und bedauere die Leute, die morgen "kein Schweinefleisch mehr essen dürfen" und mache ihnen einen Schweinebraten zum Trost, sondern sage: IHR IRRT!*

    Im Großen und Ganzen – da wirst du zustimmen – sind die Aktivitäten deutscher Regierungen nicht zu unterstützen. Zum Beispiel sollte es nicht sein, dass Bäckerinnen und Friseure und Automechanikerinnen irgendwelche digitalen oder papiernen Gesundheitszertifikate prüfen müssen.
    Aber andererseits – mit dem zweifelhaften Glück, im Dezember zu schreiben, Wochen später als der Ursprungspost erschien – gibt's da nichts dringenderes an Regierungskritik? Sozialpolitik? Lohn- und Gehaltsfragen? Rentenpolitik? Außenpolitik?
    Abgesehen von der FDP sind gerade alle Kriegstreiber und Sozialplattmacher und Krankheitspolitiker in persona in Regierungsverantwortung, die es nach '45 gab. Und die FDP wird sie nicht hindern.

    Ich dreh' die Kiste jetzt um.
    1. Es gibt ein Virus.
    2. Impfungen schützen.
    3. Die (eine) Linke verkackt, Regierungskritik zu üben.
    4. Die (andere) Linke verkackt, Quellenkritik zu üben ("Notzulassung" – I look at you).

    Weiterhin gilt:
    A. Man kann auch aus falschen Gründen (Wahlkampf mit einer Ü60-Klientel) mal was Richtiges tun (Impfungen empfehlen).
    B. Spannendes passiert dort, wo grad niemand hinschaut (Kansas City Shuffle: “when everybody looks right, you go left.”).
    C. Quellenkritik sollte noch vor Marx-Lektüre kommen. Auch in der Schule.

    __
    * aktuelle Fassung lautet in etwas:
    Du hast für dein blödes Auto einen Erste Hilfe Kurs gemacht, unverschämte Kosten für die theoretische und praktische Führerscheinprüfung bezahlt, für die Ausstellung der Lizenz, Passbilder, das Auto gekauft, die Zulassung beantragt. Du bezahlst dafür Steuern, Versicherung, machst nachts das Licht an und schnallst dich immer an, wenn du fährst. Für den Winter hast du Winterreifen und für den Sommer Sommerreifen. Du hast eine Freispecheinrichtung, Whatsapp, Facebook-, Skype-, Instagramm-Account, ein GPS-"Handy", Alexa im Schlafzimmer, reCaptcha auf deiner Homepage. Du lebst in einer romantischen Zweierbeziehung und hast auch schon mit ein bis drei Kindern im Globalen Norden deine Umweltbilanz ruiniert.
    Niemand hat es nötig, dir einen Chip zur Überwachung und zum Gehorsam einzupflanzen. GEH UND LASS DICH IMPFEN!

    1. Ich danke für die etwas sehr lange Antwort, da die meisten LeserInnen dann schnell abschalten. Das ist eh eine Kunst. Obwohl so viel zu reden ist, es möglichst knapp zumachen. Zu deinem Einwand, es handele ist nicht um eine “Notzulassung”, sondern um eine bedingte Zulassung, für die der Hersteller die Haftung übernehmen. In allen internationalen Veträgen, die öffentlich geworden sind, steht genau das Gegenteil – und ich kenne keinen Einspruch …
      Ich habe ganz wenig übers Impfen geschrieben, da ich kein Arzt/Viruloge bin. Mir stößt aber auf, dass alle anderen nicht Pharma- kapitalisierten Möglicbkeiten so gut wie “vom Markt” fern gehalten werden. Was den “Totimstoff” (oder passiven Impfstoff) angeht, so ist die Klinik im Wiesbaden dabei, eine Antikörpertherapie anzubieten. Und es gibt sehr viel, was man gegen eine Ansteckung, gegen einen schweren verlauf machen kann. Das würde sehr viele Mensche interessieren, die nicht durch ein Gatter getrieben werden wollen. Herzliche Grüße Wolf

  2. „Dass der Kampf gegen die Pandemie, die Maßnahmen, die getroffen bzw. nicht getroffen werden, sehr viel mit dem Kapitalismus zu tun haben, mit dem wir leben, wird ganz gerne abgenickt … und dann für ausnahmsweise nebensächlich erklärt.“

    Das trifft es sehr genau. Bevor ich diese Aussage weiter kommentiere, möchte ich jedoch erst einmal auf die aktuelle Datenlage aufmerksam machen.

    Zur Erinnerung ein Blick auf die Seite des RKI:
    „In Einklang mit den internationalen Standards der WHO und des ECDC wertet das RKI alle labordiagnostischen Nachweise von SARS-CoV-2 unabhängig vom Vorhandensein oder der Ausprägung der klinischen Symptomatik als COVID-19-Fälle. Unter COVID-19-Fällen werden somit sowohl akute SARS-CoV-2-Infektionen als auch COVID-19-Erkrankungen zusammengefasst.“
    https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4
    (Hinweis: Man muss den kleinen Pfeil am linken Rand anklicken, damit diese Erklärung aufpoppt.)

    „SARS-CoV-2“ ist das Virus, „Covid-19“ die durch das Virus verursachte Erkrankung. Das RKI wertet also jegliches irgendwie geartete Vorhandensein eines Virus oder Virusteils als Erkrankung.
    Das ist nicht nur m. E. absolut unwissenschaftlich. Es ist noch schlimmer: Es macht erhobene Daten unbrauchbar. Das ist geradezu Verweigerung von Erkenntnissuche.
    Ich weiß, Überspitzung und satirische Wendung sind manchen Leuten fremd, ich kann nicht anders: Wie viele Hundebesitzer sind denn im vergangenen Jahr gestorben? Sind sie „an oder mit“ Hund gestorben? Eine solche Feststellung würde doch wohl einen Unterschied machen, zumindest für das weitere Schicksal des Hundes.

    Epidemiologische Lage in Deutschland (Datenstand 15.11.2021, 0:00 Uhr) Es wurden 5.045.076 (+23.607) labordiagnostisch bestätigte COVID-19-Fälle an das RKI übermittelt.
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Nov_2021/2021-11-15-de.pdf?__blob=publicationFile

    Üblich ist, Daten im Jahresverlauf zu präsentieren und zu analysieren. Das ist gerade auch bei saisonalen Erkrankungen sinnvoll. Davon hat sich das RKI verabschiedet, stumpfsinnig addiert es alle „Fälle“.

    In der Berliner Morgenpost bildet sich das so ab:
    Von 27.01.2020 bis 15.11.2021
    5.056.010 bestätigte Fälle
    97.793 verstorben
    https://interaktiv.morgenpost.de/corona-virus-karte-infektionen-deutschland-weltweit/

    Auch die Berliner Morgenpost, die Daten der Hopkins-University verwendet, summiert alle auch nur irgendwie dem Viruskreis zuschreibbare Meldedaten auf, wissenschaftlich betrachtet ist das sinnlos.

    Können wir mit dieser Datenlage die gegebene Bedrohung berechnen? Nein. Dazu bräuchten wir Daten und keinen Unfug. Vielleicht können wir sie wenigstens schätzen.
    Nehmen wir die höchste Zahl „bestätigter Fälle“ und setzen sie ins Verhältnis zur Bevölkerungszahl: Demnach wären rund 6,1 % der Bevölkerung im Lauf von 23 Monaten in irgendeiner Weise in die Meldeabsurdität von RKI, DIVI und Hopkins-U geraten. (5,4 % gelten übrigens als „genesen“, selbst wenn sie vollkommen symptomfrei waren, d. h. 0,7 % sind „akut“, ob sie krank sind, weiß man nicht). Zum Vergleich: etwa 11 % der deutschen Bevölkerung leben mit einem Hund zusammen.

    Jährlich sterben etwas mehr als 1 Mio Menschen in Deutschland. Demografische Änderungen lassen wir mal außer Betracht (für die Schätzung, wissenschaftlich sind die natürlich zwingend zu beachten).
    In etwa 23 Monaten sind 97.793 Menschen irgendwie in Zusammenhang mit Corona gestorben. Im gleichen Zeitraum sind insgesamt etwa 1.916.000 Menschen gestorben. Also 5,1 % der üblichen Anzahl Versterbender hatten (zusätzlich?) das Etikett: „Corona-Toter“.

    Anmerkung: Hat „Corona“ die Influenza abgelöst?
    „Ab der 40. Kalenderwoche bis in den Mai hinein (20. Kalenderwoche) ist Grippesaison. Dann zirkulieren auf der Nordhalbkugel für gewöhnlich verstärkt Influenza-Viren. Die aktuelle Saison geht vom 28.9.2020 bis zum 1.5.2021. …
    Bisher wurden 0 bestätigte Fälle gemeldet.“
    https://interaktiv.morgenpost.de/grippe-monitor-deutschland/
    Aus dem Update:
    „Experten schätzen, dass vor Corona während einer Grippewelle fünf bis 20 Prozent der Bevölkerung infiziert wurden – zwischen 4 bis 16 Millionen Menschen in Deutschland. Nicht jeder Infizierte erkrankt aber. So suchten laut Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) in der Saison 2019/2020 rund 4,9 Millionen Menschen wegen Grippe den Arzt auf. Die im Labor bestätigten Fallzahlen (2019/2020: 186.626) zeigen also nur einen kleinen Ausschnitt des tatsächlichen Geschehens.“
    https://interaktiv.morgenpost.de/grippe-monitor-deutschland/
    (Anmerkung: Sorry, der erste Link bezog sich auf die Seitendarstellung vom März 2021, kann aber im Internetarchiv nachgeschlagen werden.)

    Wie sieht es mit den Kliniken und den „Intensivbetten“ aus?
    15.11.2021
    3065 Fälle ITS-Belegung durch Covid-19-Fälle (ob deswegen oder wegen anderem, wird nicht differenziert)
    https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/altersstruktur

    Auch das DIVI differenziert nicht, hat sich also ebenfalls aus der Wissenschaft verabschiedet.

    Belegte Betten: 19.340
    Freie Betten: 2697
    Notfallreserve: 9742
    https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen

    Bei Kindern:
    Belegte Betten: 2049
    Davon Covid-19 zugerechnete Fälle: 17
    (ebd.)

    Das DIVI beschreibt etwa 16 % der belegten Intensivbetten als von in den Dunstkreis von Corona gehörenden Patienten belegt. Abgesehen davon, dass demzufolge 84 % der Betten von anderen Patienten belegt werden, wen „erschreckt“ diese Zahl? Und es sind noch immer Betten frei, und es besteht noch immer eine erhebliche Notfallreserve.

    Anmerkung: Dass „mitten in der Pandemie“ über 4000 Betten abgebaut wurden, die Bundesregierung nach wie vor keinen Bedarf an einer Aufstockung sieht und die auf dem Berliner Messegelände installierte Notfallklinik vollkommen überflüssig war, darüber findet man nur spärlich Meldungen.
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/bis-ende-september-corona-notfallklinik-auf-dem-berliner-messegelaende-wird-abgebaut/27245286.html

    Am Rande ist interessant, dass sich aus der Datengemengelage der benannten Einrichtungen (unbegründet) eine IFR von 1,9 % ergäbe. Demgegenüber kommt John Ioannidis (begründet) auf eine IFR von 0,15. Und auch wenn es FAZ, taz, SZ, ÖrR und Bundesregierung nicht in den Kram passt: Ioannidis arbeitet seriös. Das kann man vom RKI nicht behaupten. Ob 0,2 oder 2 %:
    Das soll all das durch „die Maßnahmen“ verursachte Elend rechtfertigen? Das Ausmaß des weltweiten Elends ist den meisten hierzulande nicht bewusst, es wird sich in den nächsten Jahren vermutlich wie ein Tsunami bemerkbar machen.

    Entschuldigung, das war etwas umfangreicher, als ich zu Beginn meinte.

    „Mit 750 Millionen Euro sollte nicht nur die Entwicklung, sondern auch die Produktion von Corona-Impfstoffen gefördert werden.“
    https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/corona-impfstoff-warum-die-foerderung-der-impfstoff-produktion-durch-den-bund-fragen-aufwirft/26820674.html?ticket=ST-7632638-AdbZsLezzDl6v4RAbUet-cas01.example.org

    Steuerzahler zahlen 750 Millionen € für Forschung, Entwicklung und Produktion von Impfstoffen. Am Patentrecht werden sie nicht beteiligt. Preisvergünstigungen erhalten sie auch nicht.
    In die Kalkulation der Preise rechnen die Pharmaunternehmen selbstverständlich auch die Kosten für Forschung und Entwicklung ein. In der Hinsicht zahlen die Bürger also zweimal für das Gleiche. Statt selbst die Preise zu diktieren, lässt sich der Staat die Preise diktieren.
    Und obendrein befreit die EU die Pharmaunternehmen von der Haftung.

    Bürger zahlen also doppelt für FuE, zahlen die diktierten Preise und müssen selbst für Schäden aufkommen. Die Pharmaunternehmen streichen – bei geringen Selbstkosten – Milliardengewinne ein und sind nicht haftbar, wenn ihr Produkt sich als Murks erweist. Wer glaubt, dass die Pharmaunternehmen ihre Gewinne in der EU versteuern, sollte genau hinschauen.

    Zum Dank für ihre Zahlungen erhalten die Bürger: Einschränkung von Grund- und Menschenrechten, staatliche Kontrolle aller ihrer Bewegungen, Handlungen und Transaktionen und Auslieferung sämtlicher ihrer persönlichen Daten an US-Konzerne und US-Geheimdienste sowie pausenlose Propaganda-Dauerbeschallung durch Medien, die sie auch noch zwangsweise finanzieren müssen.

    Dass der PCR-Test für Zwecke eingesetzt wird, für die er nichts taugt, dürfte den meisten bekannt sein. Etwas aus dem Blick geraten zu sein scheint, dass auch die Testproduktion für Milliardenumsätze sorgt. (Für investigative Journalisten könnte sich ein Blick auf reich gewordene Kumpels bekannter Virologen lohnen.)

    Auch mittlerweile aus dem Blick geraten scheinen die „Masken-Umsätze“ zu sein. Wer hat wie viel daran verdient? Überzogene Preise, Extra-Geld für Apotheker und wie war das mit Zuverdienst von Abgeordneten?

    Wer hat eigentlich die Pauschale für freigehaltene Betten bezahlt, die den Kliniken arbeitsfreie Einnahmen bescherten? Ach ja, die Steuerzahler.

    Und was ist nun geplant?
    Ein „Versorgungsaufschlag zwischen 4500 und 9500 Euro“ für die „Behandlung von Corona-Patienten“. „Konkret schlägt das BMG einen „pauschalen steuerfinanzierten Versorgungsaufschlag“ für jeden stationär aufgenommenen Corona-Patienten vor – rückwirkend ab dem 1. November 2021 bis zum 20. März 2022“ „– aber nur, wenn es sich um einen „Fall mit labordiagnostisch bestätigter SARS-CoV-2-Infektion“ handelt“.
    https://www.aerztezeitung.de/Politik/Corona-Aufschlag-soll-stark-belasteten-Krankenhaeusern-helfen-424408.html

    3 Fliegen mit einer Klappe. Selbstverständlich werden die „labordiagnostisch bestätigten“ Fälle in den Kliniken nun rasant ansteigen. Die PCR-Test-Gelddruckmaschine läuft weiter, der Rubel rollt in die Kliniken und die Regierung (welche eigentlich, die Merkel ist ja immer noch da) freuen sich über frische Zahlen zum Panikmachen.
    Wer zahlt nochmal? Stand ja da: „steuerfinanziert“.

    Moment. Wer profitiert von dem Versorgungsaufschlag?
    „Der Mensch im Krankenhaus ist heute kein Mensch mehr, sondern eine Fallpauschale. …
    Das Schlimme dabei ist, dass dieser Markt zu 100 Prozent von der Solidargemeinschaft finanziert wird und private Klinikträger das Geld mit beiden Händen heraustragen. Das sind letztlich private Entnahmen aus einem solidarisch finanzierten System.“
    „Eine Indikation ist keine scharfe Linie. Ärzte können durchaus begründen, warum eine Operation umfassender ausfallen muss, als es ein anderer Arzt sehen würde. Wenn dann der Druck der Zahlen dazukommt, besteht die Gefahr, dass man eher mal in einer Dimension operiert, die streng genommen wider den hippokratischen Eid ist.“
    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/ulrich-hildebrandt-ex-chefarzt-rechnet-mit-dem-kliniksystem-ab-a-1126561.html

    Meine Meinung: Das ist nicht mehr „nur“ der Kapitalismus, das ist ein Raubzug gewaltigen Ausmaßes, eine Plünderung der Weltbevölkerung, wie es sie noch nie zuvor gegeben hat.

    Und das Menschen, die von sich behaupten, „links“, „solidarisch“, „gegen Unterdrückung“ zu sein, dabei nicht nur mitmachen, sondern genau das unterstützen, die Ausplünderung, Brandschatzung, Verelendung und Knechtung des Volkes, entspricht dem altbekannten Zitat: „Wer hat uns verraten?“

    Das einzig Positive an der Misere sehe ich darin, dass nun alle bekannt sind, die sich auf die Seite des Großkapitals geschlagen haben (vermutlich weil sie sich erhoffen, eine erbärmliche Existenz durch Wohlwollen der Milliardäre fristen zu können und von denen verschont zu werden).

    Hoffnungsschimmer: Wenn auch eine Minderheit, so ist die absolute Zahl der Widerständigen ebenso einmalig in der Geschichte, etwa 1,5 Milliarden weltweit. Wenn eine Vernetzung gelingt, können die Widerständigen sich ihren eigenen Bereich auf der Erde selbst organisieren. Bevor man verzweifelt in den Freitod geht, könnte man zumindest versuchen, mit anderen eine Gegenwelt aufzubauen. Denn diese Welt, die alte Welt, ist moralisch, ethisch und auch wirtschaftlich, finanziell bankrott, schlägt im letzten Zucken um sich, versucht noch größtmöglichen Schaden zu verursachen. (Siehe Kriegstreiberei der NATO gegen Russland und China.)

    Zum Gedicht (finde ich gut):
    Divide et impera – auch altbekannt und funktioniert weiter und weiter und weiter.
    Der größte Widerstand: Die Hand reichen, ein Kniefall, ein Gespräch, ein Kuss, die Überwindung von Spaltung. Zusammenhalt steht der Spaltung entgegen, das haben die Spalter noch nie verkraftet.
    Zusammenhalt ist erfahrbar, mehr sage ich dazu nicht, aus einem einfachen Grund: Kein Stich dem Feind.

    1. Ich danke dir sehr und hoffe, dass es ganz viele lesen.
      Ja, es gab doch mal in den 1980er Jahren den schönen Spruch: “Es wird ein Lächelns sein, das sie besiegt.” Ich würde uns allen ganz viel Lächeln wünschen, aber ehrlich gesagt uns: Ich zweifele mehr denn je daran, dass es ein “Lächeln” sein wird, das sie besiegt. Aber ich bin offen. Aber vor allem ist es wichtig, dass wir zeigen, mit Fakten, mit Herz, mit Nähe, dass es noch etwas anders gibt, als “Herrendenken”.
      Alle Gute und bis bald. Wolf

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