Es geht um unsere Gesundheit. Ja?

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Es geht um unsere Gesundheit. Ja?

Dass man viele der Corona-Maßnahmen in Zweifel ziehen kann und muss, kann hier unausgeführt bleiben.

Dieser völlig evidenz-freie Irrsinn setzt jedoch nur auf all das auf, was seit Jahrzehnten passiert: die Ökonomisierung und Privatisierung des Gesundheitssystems, in dessen Mittelpunkt weder der Mensch, noch die bestmöglichste Hilfe stehen. Dazu gibt es mehr Fakten, als Schmerzmittel, um das zu ertragen.

Hier ein ganz kleines Beispiel, das hoffentlich mehr verständlich und wütend macht, als eine gute Statistik.

Es geht um Cécile Lecomte. Recht viele kennen sie unter dem Aktionsnamen „Eichhörnchen“.

 

Sie versteht sich als „Bewegungsarbeiterin, freie Journalistin, Umwelt- und Kletteraktivistin mit Rheuma im Rollstuhl“.

Wer diesen Hilferuf bis zum Ende durchliest, wird hoffentlich die Wut nicht unterdrücken können, die einem dabei kommt, wenn man von diesen Schikanen erfährt – die eben kein Einzelfall, auch keine Ausnahme sind, sondern im Gesundheitssystem jede/n treffen, wenn man sich nicht mit Geld und Vermögen rauskaufen kann.

Hier ihr Hilferuf:

„Kostenübernahme Schmerztherapie Rheuma

1) Ich kriege zeitnah keine Kostenübernahme für beantragte Schmerztherapie mit THC-CBD-Tropfen, obwohl ich die Tropfen ausprobiert habe und sie ohne Nebenwirkungen wirken.

Ich soll stattdessen wegen “Gutachten” des MDK Fachbereich Psychiatrie, ja, für Rheuma-Schmerzen (!), Psychopharmaka mit Analgetika nehmen. Kommt für mich nicht in Frage, habe von sowas nur die Nebenwirkungen.

Arzt darf mir beantragte Therapie mit THC-CBD Tropfen nach wie vor legal privat verschreiben. Kostenübernahme gibt es aber nicht. Und eine Flasche von 30ml kostet 600 Euro.

 Nun ich habe Angst vor schlaflosen Nächten beim nächsten Rheumaschub. Der letzte Schub war schlimm. Das war für meine WG zu viel, denn ich brauchte mind. zwei Stunden persönliche Betreuung jede Nacht, konnte mich nicht mal selbst im Bett umdrehen. Ich habe die Flasche auf eigenen Kosten besorgt, das hat mich (und meine WG) gerettet. Aber ich kriege die Kostenübernahme nicht durch, auch nicht vor Gericht, die hören alle auf den Müll vom MDK, in einem Eilverfahren kann ich keine Gegenexpertise beantragen und das Hauptverfahren würde Jahre dauern, weiß gerade nicht, ob es Sinn ergibt, muss es mit dem Anwalt bereden. Das macht mich fertig.

 

Daher diesen Hilferuf, weil ich nicht weiter weiß.

Ich würde mich freuen, wenn Menschen sich monatlich an die Kosten beteiligen können würden, damit ich mir die Tropfen auf Privatrezept kaufe. Da der akute Bedarf nur bei einem Schub da ist, denke ich, dass eine Flache für 2 Monate ausreicht, also 300 Euro im Monat wären das.

Hinzu kommen die Anwaltskosten für das Eilverfahren, die Höhe kenne ich noch nicht. Eilverfahren ist noch nicht zu Ende, aber das Gericht hat angekündigt, den Antrag abzulehnen, daher muss ich mich jetzt um die Finanzierung kümmern, ich habe keine andere Wahl.

Meldet euch dafür gern bei cecile@eichhoernchen.fr

Hintergründe zu dieser Angelegenheit findet ihr hier:

https://blog.eichhoernchen.fr/post/ableistisches-gesundheitssystem-und-die-rolle-der-krankenkassen-und-des-medizinischen-dienstes/

Gruß Cécile“

 

Ich würde mich freuen, wenn so viele wie möglich dies weiterverbreiten – mit den Möglichkeiten und Resourcen, die sie haben. Danke.

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