Eine vor/nachweihnachtliche Brand-und Sinn-Stiftung … und über “Medizinmänner”

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Eine vor/nachweihnachtliche Brand- und Sinn-Stiftung … und über “Medizinmänner”

Dieses Bild erreichte gerade brand-aktuell unsere Schluss-Redaktion.

 

Die Polizei hat die Fahndung nach den flüchtigen Täter*innen bereits aufgenommen. Extrem glaubwürdigen Zeugenaussagen zufolge handelte es bei den Täter*innen um ein Pärchen (also ein Haushalt) und fünf erwachsene und zudem vermummte Personen. Damit verstoßen die Brandstifter*innen auch gegen die aktuellen Corona-Verordnungen:

 

„Vom 24. bis zum 26. Dezember sind demnach Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen aus dem engsten Familienkreis zulässig, dazu kommen Kinder im Alter bis 14 Jahre – ‚auch wenn dies mehr als zwei Hausstände oder 5 Personen über 14 Jahren bedeutet‘.“ (Tagesschau vom 13.12.2020)

Die Fahndung läuft auf Hochtouren.

Keine (Weihnachts-)Märchen

Das Bild von dem brennenden Weihnachtsbaum wurde 2008 in Athen aufgenommen. Damals beherrschte nicht Corona das Leben der Menschen, sondern der IWF bzw. die „Troika“ (eine Vereinigung aus Europäischer Zentralbank/EZB, Internationalem Währungsfonds/IWF und Europäischer Kommission).

Der Staat Griechenland wurde dank absurder Kredite in die Schuldenfalle getrieben. Kurz vor der Staatspleite traten die „Gläubiger“ als „Retter“ in Erscheinung und versprachen, sie am Leben zu lassen, wenn sie die bittere Medizin schlucken – was bei einer schweren Krankheit nun einmal so ist. Die bittere Medizin bestand aus der Rettung von Banken und massiven Verarmungsprogrammen für große Teile der Bevölkerung – und dem Verkauf des „Tafelsilbers“, von lukrativen Flughäfen bis traumhaften Inseln an potente Investoren.

Die Mehrheit der Bevölkerung wollte diese Medizin nicht. Sie wollte nicht noch kränker werden und wollte nicht, dass die Reichen noch reicher werden.

Die Troika, die EU und der IWF (also weit über drei Haushalte) hielten nichts von der Mehrheit der griechischen Bevölkerung. Sie hielt auch nichts von einem Referendum, in dem über 60 Prozent das Diktat der Troika ablehnten. Die Troika hielt erst recht nichts von einer Regierung, die den Willen der Mehrheit der Bevölkerung umzusetzen versuchte.

Um zu zeigen, dass Wahlen und Mehrheiten fast nichts bedeuten, aber Geld umso mehr, entschied sich die Troika, Griechenland auszutrocknen, finanzpolitisch verhungern zu lassen. Es gab kein Geld mehr, an den Automaten, in den Banken.

 

Die Regierung in Griechenland verstand diese Lektion in Sachen Demokratie, schaute kurz zur Akropolis und schluckte in Folge jede Medizin, die ihr die Troika verordnete – zur Gesundung. Heute hat Griechenland die „richtige“ Regierung und ist richtig arm – also richtig gesund und Darling europäischer Regierungen.

Wolf Wetzel

Zur Erinnerung:

Regime change in Griechenland – mit Selbstbeteiligung

 

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