25.11.2009 -Nachruf auf Joschka Fischer

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Vom Street- zum Businessfighter

»Ich gebe zu:

Ich mag Grenzüberschreitungen und

hasse eingefahrene Schützengräber.

Ich sag’ immer:

Lass mal in den anderen Graben rübergucken,

vielleicht geht da was[1]

Dieses ungezwungene Geständnis machte der Ex-Außenminister Joschka Fischer

im Jahr 2009 gegenüber der FAZ

Mein Gott, Joschka, war das mal wieder gefährlich.

Ich bewundere dein ungebrochenes Kämpferherz.

Du hast mal wieder alles auf eine Karte gesetzt

und machst heute das

was andere vor dir genau so gemacht haben

Während die vielen anderen vor dir

sich still und einträglich verkauft haben

lässt Du uns mitfiebern

auf deiner Kurzstrecke

vom Street- zum Businessfighter

Niemand schießt auf dich,

niemand will dir an den Kragen und Du

scheust kein Risiko,

gibst die Deckung deines komfortablen Schützengrabens auf,

läufst schutzlos übers offene Feld,

rüber zu BMW und machst heute das,

was du vor vielen, vielen Jahren noch angesteckt hättest.

Was für eine Freiheit, was für ein Typ.

Wow!

Joschka Fischer ist heute Unternehmensberater für BMW

Seine selbstlose Firma lautet

›Unternehmensberatung Fischer & Co‹

BMW wußte

dass man mit diesem Mann alles verkaufen kann.

Ein Mann, der wahrheitswidrig

ein ›zweites Auschwitz‹ im ehemaligen Jugoslawien zu verhindern vorgab

ein Außenminister

der ›Friedensverhandlungen‹ in Rambouillet führte

damit sie scheiterten

um einen Krieg unausweichlich erscheinen zu lassen

an dem sich endlich, endlich auch Deutschland aktiv beteiligen konnte.

Ein solcher Mann kann heute auch

Luxuskarossen mit einem Umweltengel verkaufen.

Wolf  Wetzel                                        November 2009


[1] FAZ vom 10.11.2009

 

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